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Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) in Mittelhessen gut aufgestellt.

Fernwald | „Der VDS ist kein Verband der „Deutschtümler“, sondern ein Kulturverein der deutschen Sprache. Dies wird deutlich, wenn man die Vielfalt der Arbeit des Vereins resümiert. Die derzeit 30.679 VDS-Mitglieder – davon wohnen nur 13.974 in der Bundesrepublik, aber 15.965 in über 40 Ländern der Erde – engagieren sich auf verschiedenen Gebieten; z.B. durch das Bemühen um die Pflege der deutschen Sprache, durch Buchlesungen, sprachwissenschaftliche Vorträge und Dichterwettbewerbe an Schulen.“
Dies berichtete der Regionalvorsitzende Adolf Wallbott von der VDS-Bundesdelegiertenversammlung in Kusel (Rheinland-Pfalz) in der Vorstandssitzung in der Ratsschänke in Fernwald. Der Kongress mit über hundert Delegierten, sechs davon aus Mittelhessen, und zahlreichen prominenten Gästen aus dem europäischen Ausland und aus Afrika (Kamerun und Togo) war ein besonderes kulturelles Ereignis und Erlebnis für die Teilnehmer. Sechs VDS-Mitglieder aus Mittelhessen nahmen an diesem Kongress teil. Durch ihre Mitarbeit in den insgesamt sechs bereits bestehenden Arbeitskreisen wurden wertvolle Informationen und Anregungen für die Arbeit in unserer Region gewonnen. Deutlich zeigte sich immer wieder, dass das Werben für die Deutsche Sprache in der vernetzten, angloamerikanisch dominierten Welt zunehmend wichtiger wird. Aus diesem Grund ist im Verlauf des Kongresses der neue Arbeitskreis „Denglisch in den Schulen“ gegründet worden. Dieser neue Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen seiner Möglichkeiten darauf hinzuwirken, dass der bewusste Umgang mit der deutschen Sprache und Spaß mit deren Umgang im Unterricht – vorzugsweise im Deutschunterricht – behandelt wird.
Der Regionalvorsitzende für Mittelhessen hat die Aufgabe übernommen, die derzeitigen Lehrbücher im Fach Deutsch unter dem Gesichtspunkt zu überprüfen, ob die Pflege der deutschen Sprache als Thema im Unterricht vorgesehen ist.
An der Delegiertenversammlung nahm neben dem Regionalvorsitzenden Adolf Wallbott auch Vorstandsmitglied Ernst Lorch (Gladenbach) teil. Lorch berichtete über Aktivitäten und sprachliche Ereignisse aus dem Kreis Marburg und insbesondere aus Gladenbach. Es sei festzustellen, dass die Aktivitäten des VDS im heimischen Raum teilweise zu fruchten beginnen. Die Menschen würden zunehmend sensibilisiert und gingen mit ihrer Muttersprache bewusster um. Dagegen gebe es aber immer wieder negative Beispiele. So veranstalte die Stadt Marburg auch in diesem Jahr wieder ein abendliches „Marburg b(u)y Night“, während man in Gladenbach für die gleiche Zeit das erfolgreiche „Einkauf bei Kerzenschein“ plant. abendliches „Marburg b(u)y Night“, während man in Gladenbach jedoch für die gleiche Zeit das erfolgreiche „Einkauf bei Kerzenschein“ plane. Als weiteres positives Beispiel nannte Lorch zwei ähnliche Holzfällerwettbewerbe. Zunächst fand in Marburg die Sportholzfäller-Meisterschaft „Timbersports“ mit den Disziplinen „Standing Block Chop“, „Underhand Chop“, „Stock Saw“ „Single Buck“ „Springboard“ und „Hot Saw“ statt. Wenige Wochen später veranstalteten die „Buchenknicker“ in Bortshausen einen „Holzmacher-Wettkampf“. Es bleibe jedem überlassen, zu entscheiden, welche der Veranstaltungen die schwere und gefährliche Arbeit im Wald realistischer und für jeden besser verständlich dargestellt habe.
Erfreulich sei inzwischen der Umgang mit der deutschen Sprache in der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich bei einer Veranstaltung im Goethe-Institut für die Pflege der deutschen Sprache und eine Abkehr vom Gebrauch von überflüssigen Anglizismen ausgesprochen. Ministerpräsident Günther Oettinger – im vergangenen Jahr vom VDS noch als „Sprachpanscher“ ausgezeichnet – habe in der vergangenen Woche vor dem CDU-Fraktionsforum in Wiesbaden zum Thema „Solide Finanzpolitik – Politik für die Zukunft unserer Kinder“ gesprochen und in seinem einstündigen Vortrag keinen einzigen Anglizismus verwendet. Die Hessische CDU nenne z.B. ihren bisherigen „Newsletter“ jetzt für jeden Leser verständlich „CDU-Aktuell“. Vom heimischen Landtagsabgeordneten werde der „Newsletter“ jetzt als „Wahlkreisbote“ verschickt.
Wer mehr über die Arbeit des Verein Deutsche Sprache e. V. erfahren will, kann dies im Internet unter www.vds-ev.de

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von:  Timo Röder

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Timo Röder
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