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Alarmübung fordert Mannschaft und Führung!

Fernwald | Zu einer unangekündigten Alarmübung in einem ehemaligen Supermarkt im Anneröder Grasweg wurden am Freitag die Kräfte aus Annerod und Steinbach alarmiert.

Das Übungsszenario, ausgearbeitet von Sascha Mannke, forderte dieses Mal gleichermaßen Mannschaft wie Führung.

Angenommene Lage war eine Verpuffung beim Rückbau eines Heizöltankes im Keller. Durch eine anschließende Rauchentwicklung wurde einem Arbeiter der Fluchtweg aus dem Keller abgeschnitten. 2 weitere Personen befanden sich im leeren Verkaufsraum.

Da das Gebäude komplett bis zur Null-Sicht verraucht war, war die Menschenrettung und Brandbekämpfung nur unter umluftunabhängigen Atemschutz möglich.

Die grosse Herausforderung dabei war die kontrollierte Absuche des Gebäudes. Es galt kurzerhand zwischen Einsatzleiter, Abschnittsleiter, Fahrzeugführer und Atemschutztrupps zu kommunizieren, um die vermissten Personen zu finden.

Rund 50 Einsatzkräfte aus Annerod und Steinbach nahmen an der Übung teil.

Ein besondere Dank gilt den Besitzern des Gebäudes, die uns diese Übung mit Wasser in den Schläuchen ermöglicht haben.


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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.521
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.09.2017 um 11:46 Uhr
Lieber Artikeleinsteller,
wer entscheidet eigentlich, welche der sich ausgedachten Übungsszenarios zur Anwendung kommt?

Nicht, dass ich die Annahmen dieser Übung für unrealistisch erachte, ich denke mir vielmehr, ob es nicht die Chance gibt - vielleicht alle dritte oder vierte Übung - lebensnahe zu Üben und dabei so nebenbei etwas für die Allgemeinheit zu machen (wichtig denn die Kassen vieler Kommunen sind ja leer und manches wird auf später verschoben).

Ich habe da - ich lebte jahrzehntelang im Vogelsberg - immer ein praktisches Beispiel vor Augen. Ist zwar viele Jahre her, aber ich entsinne mich. Ein findiger Verwaltungsmensch ist auf die Ideee gekommen das THW - die müssen auch Sprenungen beherrschen - im Rahmen einer Übung einen Amphipienteich sprengen zu lassen. Allen war geholfen: den Tieren für ihr Vermehrung, der THW, dass sie lernten mit Sprengstoff umzugehen und nicht zuletzt der Kommune, die sonst für viel Geld hätten den Bagger bestellen müssen.

Gut da ging es um das THW, aber um beim Beispiel zu bleiben, vielleicht fällt ein Teich weit weg von der Bebauung (und dann auch noch etwas höher gelegen) bei wochenlangen Trockenzeiten im Sommer trocken. Anstatt jetzt die Tankwagen zur Befüllung zu bezahlen könnte ich mir vorstellen, dass be igenügend vorhandenen Materialien von mehreren FFW auch mal ein kilometerlange Schlauchstrecke zur Befüllung gelegt werden kann. Dann kann neben der Koordination auch geübt werden, wie der benötigte Druck am Ende der Leitung zu gewährleisten ist.
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