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Sicher durch die Weihnachtszeit: Expertentipps zur Brandvermeidung

Fernwald | Ein Weihnachtsbaum, der mit seinem Kerzenschein das Zimmer erleuchtet, ist für viele Menschen ein besonderes Erlebnis. Heutzutage wird die Wachskerze in den meisten Fällen durch eine elektrische Lichterkette und die Adventskranzkerzen durch elektrische Teelichter ersetzt, was maßgeblich dazu beigetragen hat, die Brandgefahr in der Adventszeit zu reduzieren, berichtet Michael Weber, 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V. und aktiver Feuerwehrmann. Werden echte Kerzen verwendet, sei die Unachtsamkeit häufig Schuld am Brandgeschehen. „Kerzen werden unbeaufsichtigt gelassen, man vergisst sie zu löschen, bevor man schlafen geht oder das Haus verlässt“, erläutert Michael Weber. Wer auf echten Kerzenschein nicht verzichten möchte, sollte unbedingt die folgenden Expertentipps berücksichtigen:

-Stellen Sie die Kerzen nicht in der Nähe von leicht entzündlichen Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.

-Kerzen in standfesten, nicht brennbaren Halterungen fixieren.

-Lassen Sie die Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind.

-Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.

-Löschen Sie die Kerzen an Adventskränzen und Weihnachtsbäumen bevor sie heruntergebrannt sind.

-Stellen Sie ein Löschmittel bereit (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray).

-Achten Sie bei der Verwendung von elektrischen Lichterketten darauf, dass die Steckdosen nicht überlastet werden. Außerdem sollten die elektrischen Kerzen ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.

Wenn es zum Ernstfall kommt und ein Feuer ausbricht rät Michael Weber: „Bewahren Sie Ruhe, schließen Sie die Tür zum Brandraum und verlassen Sie das Haus. Unternehmen Sie keine Löschversuche, die keinen Erfolg versprechen und alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112.“

Michael Weber warnt vor einer besonderen Brandgefahr, die er im Laufe seiner Amtszeit als aktiver Feuerwehrmann des Öfteren erlebt hat: „Wenn Weihnachten vorbei ist und die Kerzen in den Gestecken, Adventskränzen und Weihnachtsbäumen noch ein letztes Mal angezündet werden, fängt das ausgetrocknete Tannengrün sehr schnell Feuer“.

Um so früh wie möglich über eine Brand- und Rauchentwicklung informiert zu werden, sind Rauchwarnmelder ist der Wohnung unverzichtbar. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel zu kaufen und sind außerdem ein perfektes Weihnachtsgeschenk.

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von:  Ramona Rühl

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