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Ortsvorsteher Ulrich Loh fordert Wetzlar beim Ausbau der Infrastruktur zum Handeln auf

Dutenhofen | Ulrich Loh ist ein Urgestein der Lokalpolitik im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen. Der ambitionierte SPD-Politiker vertritt seit der Gebietsreform 1979, als Dutenhofen mitunter gegen den Widerstand der damaligen Einwohner der Stadt Wetzlar zugeteilt worden ist, als Ortsvorsteher die Interessen des Ortsteils. Somit verinnerlicht Loh die jüngere Geschichte von Dutenhofen. Für so manchen der rund 3 000 Einwohner ist der Politiker „das Gesicht von Dutenhofen“.
Der Stadtteil Dutenhofen ist oberhalb des Lahntals unweit der Autobahn A45 gelegen und grenzt im Osten an die Gemeinde Heuchelheim und an die Stadt Gießen. Spricht man Ulrich Loh auf die aktuelle Lage der vorhandenen Infrastruktur an, dann ist der Politiker in seinem „Unmut“ kaum zu bremsen. „Der Straßenbau in Dutenhofen stockt, marode Straßen, Geh- und Radwege werden nicht repariert. Der Bahnübergang nach Heuchelheim verursacht täglich lange Staus. Eine Alternative hierfür ist immer noch nicht in Sicht. Und seit nunmehr sieben Jahren kämpft der Ortsbeirat für einen Breitbandanschluss ans Internet. Auch hierfür besteht derzeit keine Perspektive.“ Was das für Dutenhofen bedeutet? „Die Unzufriedenheit bei den Einwohnern und bei den ansässigen Gewerbetreibenden wächst zunehmend“, so das Fazit von Loh.
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Ulrich Loh (1)Stadtteilporträt (1)Ortsbeirat (18)Dutenhofen (21)
Dabei sind die Dutenhofener stolz auf ihren Ort. Nicht ohne Widerstand hätten sie die Gebietsreform hingenommen und hätten durch die Eingliederung Wetzlar zur Stadt mit Sonderstatus und einem Oberbürgermeister verholfen. Warum den Einwohnern Dutenhofen so „wertvoll“ ist, erschließt sich einem Außenstehenden schnell. Am Hang zur Lahnaue gelegen, erstreckt sich der Blick vom Stadtteilbüro bis weit in das Lahntal. Die einmalige Landschaft, die bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen für Ausflüge beliebt ist, zu schützen – diesem Ziel hat sich die Aktion „Schütze die Lahn­aue“ verschrieben. Loh fordert im Namen der Umweltschützer ein „ganzheitliches Konzept für den natürlichen Erhalt der Lahn­aue.“ Die Initiative richtet sich vor allem gegen die „großzügigen Freizeitangebote“, die in der Lahnaue geplant sind. Das Ziel der Gegenbewegung ist die Aufnahme ihrer Forderungen in das Konzept „Wetzlar 2030“.
Auf dieselbe Weise, wie sich die Dutenhofener für den Naturschutz organisieren, finden sie sich bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammen. Etwa 22 Ortsvereine sorgen für ein breites Angebot an sportlichen und kulturellen Aktivitäten. Die Sprecher der jeweiligen Vereine planen bei einer jährlich stattfindenden Zusammenkunft gemeinsame Aktionen und Maßnahmen zur Verbesserung des Freizeitangebots.
Eine weitere Institution, die seit zehn Jahren die Belange der Bevölkerung, der Vereine und der Gewerbetreibenden bündelt und vertritt ist die Interessensgemeinschaft Dutenhofen. Die Gemeinschaft spiegelt das Selbstverständnis der Dutenhofener wider. In Kooperation mit dem Ortsvorsteher werden jährliche Veranstaltungen, wie der Neujahrsempfang geplant und umgesetzt. In der Heimatstube im alten Rathaus sind Ausstellungen der Interessensgemeinschaft zu sehen. Über Parteigrenzen hinweg werden sowohl im Ortsbeirat, dem sieben Mitglieder angehören, und in der Interessensgemeinschaft, gemeinsame Ziele verfolgt. „Hier in Dutenhofen sitzen wir alle im selben Boot“, pflegt Ulrich Loh zu sagen. Die Außenwirkung des Ortes liegt ihm besonders am Herzen. So verweist er gerne auf das Gewerbegebiet, in dem Nahversorger, kleine und mittelständische Firmen, darunter der Weltmarktführer „Oculus“, ihren Sitz haben und als „Aushängeschild für Dutenhofen“ dienen. Der über die Ortsgrenzen beliebte Dutenhofener Badesee, ebenso wie die naturbelassene Lahnaue tragen maßgeblich zur positiven Außendarstellung von Dutenhofen bei. Loh, der seine Aufgabe nach fast 35 Jahren noch nicht als beendet betrachtet, will sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern für die Stärkung des Standorts Dutenhofen einsetzen.

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von:  Michael Nudelmann - Mitarbeiter der GZ-Redaktion

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Michael Nudelmann - Mitarbeiter der GZ-Redaktion
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