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Fachleute informieren sich in Wetzlar „Rund um den Fisch“

Dutenhofen | Gießen/Wetzlar. Ein eigenes Aquarium oder ein bewohnter Gartenteich ist der Traum vieler Fischfreunde. Aber Krankheiten und Haltungsfehler können dazu führen, dass Fische leiden oder sterben. Aquarianer verlieren dann schnell die Freude an ihrem Hobby und Züchter von Speisefischen erleiden zum Teil erhebliche finanzielle Verluste. Im Rahmen seiner erfolgreichen „Rund um…“ -Veranstaltungen richtete das Gießener Regierungspräsidium (RP) in der vergangenen Woche (27.6.) eine Fachtagung rund um Fische aus. Dabei kamen in der Naturschutzakademie in Wetzlar sowohl Aspekte des Lebensmittels Fisch zur Sprache, als auch Haltungsbedingungen und Fischkrankheiten bei Zier- und Nutzfischen. Mehr als 70 Teilnehmer der hessischen Veterinär- und Verbraucherschutzämter, darunter Tierärzte, Tiergesundheitsaufseher und Lebensmittelkontrolleure nutzten den Termin, um unter Leitung von Dr. Wolfgang Kulow, RP-Dezernatsleiter für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, das breite Themenspektrum zu beleuchten.

Dr. Elke Dührßen, Abteilungsleiterin unter anderem für die Belange Artenschutz und Fischerei, definierte zunächst die
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Ziele der Veranstaltung. Bereits vorhandene Fachkenntnisse sollten vertieft und aktualisiert - aber auch der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus geschärft werden. Dr. Mona Schütz vom RP erläuterte eingangs die rechtlichen Besonderheiten bei der Behandlung von Fischkrankheiten mit Tierarzneimitteln. Denn der Bezug und Einsatz von Medikamenten müsse bei Speisefischen grundsätzlich über den Tierarzt erfolgen. Nicht jedes Mittel, das bei Zierfischen angewendet werde, dürfe bei Speisefischen eingesetzt werden. Über die Folgen eines illegalen Arzneimitteleinsatzes in einer Teichanlage berichtete Dr. Kerstin Herfen vom Landkreis Limburg- Weilburg. Die behandelten Fische durften nicht mehr als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden. Der Verlust der Tiere, aber auch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den Teichen zur Beseitigung der Rückstände, brachten den Unternehmer an den Rand des Ruins.

„Krankheiten können sowohl einheimische Zucht-, als auch Wildbestände betreffen“, sagte Dr. Agnes Baumer vom Landesbetrieb Hessisches Landeslabor. Sie referierte über Ursachen und Erkennung ansteckender Fischkrankheiten. Das sichere Erkennen der Erkrankung sei Voraussetzung für deren zielgerichtete Bekämpfung, wobei das klinische Bild häufig nur wenig Anhaltspunkte biete. Tierschutzrechtliche Aspekte beim Fischen in Angelteichen erläuterte Gregor Kampmann vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen (LANUV). Er stellte klar, dass das Fangen und Töten von Fischen in solchen Anlagen nur dann gerechtfertigt ist, wenn die Tiere hinterher verzehrt werden. Die tierschutzrechtlichen Voraussetzungen wurden in einem Leitfaden zusammengefasst, der über die Internetsite des LANUV zu beziehen ist.

Tierschutzrechtliche Aspekte bei der Haltung von Fischen im Zoohandel und in privaten Aquarien standen im Vordergrund des reich bebilderten Vortrages von Prof. Dr. Michael Lierz vom Fachbereich Veterinärmedizin der JLU Gießen. Zunächst betonte er, dass es ca. 30.000 Fischarten gibt, deren Haltungsbedingungen individuell betrachtet werden müssen. Die Teilnehmer erhielten konkrete Informationen, welche Aspekte bei der Überprüfung des Managements und der Aquarien von Zoofachgeschäften und bei der privaten Haltung von Zierfischen zu beachten sind. Über die lebensmittelrechtlichen Voraussetzungen für das in Verkehr bringen von Fischereierzeugnissen sprach Dr. Wolfgang Kulow. Neben der klassischen „Fischvergiftung“ berge der unsachgemäße Umgang mit Speisefischen auch andere Risiken, denen der Lebensmittelunternehmer durch gezielte Kontrollen und Maßnahmen begegnen müsse. Welche das bestenfalls sein sollten, erläuterte Claudia Eggert vom Veterinäramt des Lahn- Dill- Kreises. Sie beschrieb optimale Haltungsbedingungen und erläuterte Notwendiges für das Schlachten, Verarbeiten und in Verkehr bringen von Fischen.

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