Bürgerreporter berichten aus: Buseck | Überall | Ort wählen...

Wie oft besuchte Ackermann Merkel?

Buseck | Regierung ganz eng mit Bankern

Mitarbeiter des Finanzministeriums hatten seit 2009 über 100 Termine mit Experten aus Geldhäusern. Besonders gesprächig: Deutsche Bank und Goldman Sachs.
Die Listen erstrecken sich über zwei Dutzend Seiten. Detailliert stellt die Bundesregierung darauf dar, wie häufig sich Regierungsvertreter in der laufenden Legislaturperiode mit Bankenvertretern getroffen haben – bei Auslandreisen, Empfängen oder beim persönlichen Gespräch.
Besonders beliebt bei den Bankern: Zusammenkünfte mit Vertretern des Finanzministeriums. 102 Termine führt die Bundesregierung hier auf. Darunter Treffen zwischen dem Deutsche-Bank-Kovorstandschef Anshu Jain und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) samt Staatssekretär a .D. oder Besprechungen zum Thema „Einschätzungen zum Finanzmarkt und dem Privatisierungsumfeld“.
Die Listen sind Teil einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Deren steuerpolitische Sprecherin, Barbara Höll, zeigt sich empört: „Von unabhängiger Politik kann unter diesen Umständen keine Rede mehr sein.“ Wenn sich der Staatsminister im Kanzleramt in dreieinhalb Jahren 25-mal mit dem Cheflobbyisten von Goldman Sachs treffe, müsse man sich über die Zurückhaltung der Bundesregierung bei der Bankenregulierung nicht wundern.
Wer es genau wissen will:
http://www.axel-troost.de/serveDocument.php?id=2269&file=2/0/6a0a.pdf

Mehr über

Steuern (21)Politik (341)fianzen (1)Banken (19)
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Urkunde in Berlin überreicht
„Mit dem Shanty-Chor in Wetzlar kann in Berlin keiner mithalten.“...
Einladung zu einer Kuba Veranstaltung
mit Lisset Gonzales von der kubanischen Botschaft. Am:...
Otto-Wels-Preis 2018
SPD-Fraktion zeichnet bürgerschaftliches Engagement aus Die...
Der Vorsitzende der CDU-Laubach Siegbert Maikranz (rechts) gratuliert dem neuen CDU-Wahlkreisbewerber Michael Ruhl.
CDU in Laubach und im Vogelsberg: Michael Ruhl soll als Nachfolger von Kurt Wiegel in den Landtag – Wahlkreisversammlung in Schotten mit vier Kandidaten – Dr. Birgit Richtberg Ersatzbewerberin
LAUBACH/SCHOTTEN. Nach einer spannenden Abstimmung im...
Marius Reusch: "Waldkindergartengruppe schließt eine Lücke und ergänzt die bereits sehr guten Einrichtungen in Langgöns um ein attraktives Profil".
"Wir möchten uns für die Verwirklichung einer Waldkindergartengruppe...
Björn Keil
Björn Keil wird neuer Stadtverordneter der SPD – Jürgen Rein legt Stadtverordnetenmandat nieder
Die SPD-Fraktion hat ein neues Mitglied in der...
V.l.: Prof. Dr. Alexander Grasse, Grazia C. Caiati (DIG), Dr. Markus Grimm, Rita Schneider-Cartocci (1. Vorsitzende der DIG), Lea Konrad (AStA), Julia Hinze (AStA) und Dr. Jan Labitzke.
„Quo vadis, Italia?“: Vortragsveranstaltung mit Gießener Politikwissenschaftlern zu Ursachen und Perspektiven der italienischen Wahlergebnisse
Am 4. März haben die italienischen Staatsbürger ihr Parlament neu...

Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
4.314
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.02.2013 um 23:25 Uhr
Tja, die Linkspartei ist "empört" und wundert sich? = "Von unabhängiger Politik kann unter diesen Umständen keine Rede mehr sein.“

das wundert mich aber jetzt sehr, weiss die Linkspartei nicht, dass wir im staatsmonopolistischen Kapitalismus leben?
Martin Wagner
2.415
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.03.2013 um 08:20 Uhr
Reinhard, eine kleine Bitte: Egal, ob du deinen Artikel als Werbung für oder gegen eine Partei verstehen magst (bin der Ansicht von Stefan, das ist ein Schuss nach hinten, also keine Werbung ....) siehe davon ab, hier in dieser Online-Ausgabe so etwas wie Wahlkampf für die anstehenden Wahlen zu betreiben. Es passt einfach nicht hier her. Die Werbezeitung ist nun mal eine Lokalzeitung und es stehen keine (!!!!) Wahlen in der Region an. Danke für dein Verständnis.
Kurt Wirth
1.472
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 01.03.2013 um 12:17 Uhr
Ein guter und informativer Beitrag, obzwar die Sache natürlich schon in verschiedensten Medien ersichtlich war. Aber das kann gar nicht in genug Zeitungen auftauchen. Die Details waren mir so bislang auch nicht bekannt; als "gefühlter Linker" ging ich selbstverständlich auch davon aus, daß es so ist. Aber ein Geständnis ist bekanntlich allemal besser, als eine Indizienkette. Wer nun in der sich selbst als"pluralistisch" verstehenden Linken darüber empört ist, ob echt oder auch künstlich, oder auch gar nicht und gelangweilt aus dem marxistischen Olymp herabblickt, ist in meinen Augen Nebensache. Hauptsache ist, der Fakt wird möglichst vielen Menschen bekannt.

Und Wahlkampf ist schließlich immer und überall. Ich hoffe jedenfalls, daß die Linke das so sieht. Aus der Diskussion über die "Enge" oder "Breite" der gz habe ich mich bislang - als Exil-Giessener - herausgehalten. Größtmögliche Breite wäre mir das Sympathischste.

(Präventiv: "Nach Diktat" bin ich für 4 Tage verreist)
Stefan Walther
4.314
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.03.2013 um 23:16 Uhr
Nun Kurt, keine Ahnung was du mit deiner kleinen Polemik bezwecken willst, bisher habe ich dich auch zum "Kreis der Marxisten" gezählt, evt. irrtümlich?
Darum geht es ( zumindest mir ) doch gar nicht = natürlich ist es sehr zu begrüssen, dass immer mehr Menschen über die Machenschaften, über die Verflechtung von Politik und Kapital informiert werden, dies ist sogar absolut notwendig, und was daran "langweilig" sein sollte, das bleibt wohl dein Geheimnis.
Also, die Verwunderung meinerseits bezog sich auf die "Empörung", so als wäre dies etwas völlig neues. Und wenn man sich dann noch wundert, dass "von unabhängiger Politik dann keine Rede mehr sein kann", dann sollte dies doch verwundern, dabei bleibe ich. Der Staat ( auch die - herrschende - Politik ), das ist doch der Überbau, er hat die herrschenden ökonomischen Verhältnisse aufrecht zu erhalten, das ist seine ureigenste Aufgabe, da braucht man auf keinen "Olymp" zu steigen, das ist eine Binsenweisheit unter Linken!
Christian Momberger
11.030
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 12.04.2014 um 21:39 Uhr
Ich lese die Diskussion hier erst jetzt:

Ein guter und informativer Beitrag, obzwar die Sache natürlich schon in verschiedensten Medien ersichtlich war. Aber das kann gar nicht in genug Zeitungen auftauchen.

Dieser Aussage von Kurt kann ich nur zustimmen und muss daher Martin widersprechen. Ich denke auch Stefan, dass sich Kurt's Antwort hauptsächlich auf Martin bezieht.

Ansonsten hast Du mit meinem ersten Kommentar bzgl. der Linkspartei völlig recht, Stefan.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Reinhard Hamel

von:  Reinhard Hamel

offline
Interessensgebiet: Buseck
Reinhard Hamel
160
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Ein möglicher neuer Standort für die Willy-Brandt-Schule?
Der Skandal hinter dem Trauerspiel
Eigentlich ist es kaum zu glauben: Nach jahrelanger Planung und...
Petition zu länderweise Offenlegungspflichten für Banken
Banker: Schluss mit den Steuertricks! Große Banken halten...

Veröffentlicht in der Gruppe

Linkes Bündnis Gießen

Linkes Bündnis Gießen
Mitglieder: 34
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Einladung zu einer Kuba Veranstaltung
mit Lisset Gonzales von der kubanischen Botschaft. Am:...
Globaler Aktionstag gegen die türkische Invasion in Kurdistan
Demonstration am 26. Mai 2018 in Gießen! Seit Anfang Januar führt...

Weitere Beiträge aus der Region

Sommercamp mit Inklusionshandball für Kinder in Lollar
Nach positivem Start gibt’s im Camp wieder Handball für Kinder mit...
Links: Zweitplatzierter RSV Büblingshausen Mitte: Erstplatzierte Kickers Offenbach Rechts: Drittplatzierter VfB Gießen
BAUHAUS Kids Cup: Vfb Gießen holt gleich zwei Pokale
Vergangenes Wochenende fand das große Finale des 3. BAUHAUS Kids Cup...
Schroffe Küsten widersetzen sich dem Atlantik
Kanadas Provinz Neufundland
Neufundland ist eine von 13 kanadischen Provinzen und liegt näher an...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.