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Sechs Wölflinge von Sankt Marien legten ihr Pfadfinderversprechen ab

Buseck | „Jesus ist mein Vorbild. An ihm will ich mich orientieren.“ Mit diesen Sätzen beginnt jedes Jahr im Winter die feierliche Versprechensfeier der Wölflinge von St. Marien Großen-Buseck. Drei Mädchen und drei Jungen hatten sich in den zurückliegenden Gruppenstunden darauf vorbereitet: Jana Abel, Naomi Buhmann, Sophia Müller, Marek Havemann, Noah Jughard und Torben Lippert. Wer bei der Friedenslichtaktion, Müllsammelaktion und bei den Sternsingern dabei gewesen war, hatte schon wichtige Punkte der Probenordnung erfüllt. Punkte sammeln kann man aber auch z.B. durch Lagerteilnahme, Singen und Lernen von pfadfinderischen Regeln und Techniken und durch einen Messerpaß, bei dem der sichere Umgang mit einem Messer geübt wird. Wer bibelfest ist und die Georgslegende kennt, hat weitere Punkte sicher. Auch jeder Wölflinge in der Lage sein, ein Feuer zu machen. Auch die Teilnahme an der Fußwallfahrt von gut 30 km zur Amöneburg bringen wertvolle Punkte.
Insgesamt 19 Wölflinge hatten sich am 23. Januar mit den Leitern Ernst Konheiser und Diakon Rudolf Montermann, sowie dem Lagerkoch Wolfgang Wallraf auf den Weg ins Bundeszentrum
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der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg nach Westernohe bei Rennerod im Westerwald gemacht. In strömendem Regen zog die Meute noch Quartier im Trupphaus, wenige Stunden später konnte sie eine abenteuerliche Nachtwanderung mit Mutproben im Neuschnee erleben. Fast alle trauten sich diesmal, ein gutes Stück des Weges alleine durch den Wald zurückzulegen. Die Schweigeprobe war für manch einen Wölfling eine größere Herausforderung.
Auch am nächsten Tag bot der Schnee reichlich Gelegenheit die „Poporutscher“ in allen möglichen Lagen auszuprobieren. Ob in Rückenlage oder bäuchlings – immer wieder wurden neue Rekorde aufgestellt. Aber auch ein kleiner Bach übte magische Anziehungskräfte auf die Wölflinge aus. Es wurden Staustufen gebaut und Umleitungen gegraben. Die Gummistiefel waren manchmal nicht hoch genug. Viele Tierspuren im Schnee gab es zu entdecken und zu entziffern. Angeblich waren auch Spuren von Bären dabei.
Die Vorbereitungen auf die Versprechensfeier nahmen die restliche Zeit des Tages in Anspruch. Die Georgslegende mußte einstudiert werden und es wurde die Gedenkstelle im Wald aufgesucht, wo 1995 zwei Jungen bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen waren. Bei einem Tauziehversuch für das Guinnessbuch der Rekorde wurden sie tödlich verletzt. Abends zog man dann singend mit Fackeln zum Steinkreis, wo die sechs Wölflinge, das Banner der Georgspfadfinder in der Hand, ihr Versprechen vor den Leitern und den übrigen Wölflingen ablegten. „Wir wollen fair und ehrlich sein, setzen unsere Kräfte ein“, sangen dann alles gemeinsam.
Im Gottesdienst am Sonntagmorgen sprach Kurat Diakon Montermann über die Opferbereitschaft von Menschen. Er erwähnte den Einsatz von pflegende Angehörigen, Eltern und von Pfadfinderleitern, die ihre Zeit für andere aufopferten. Dieses freiwillige Opfer unterscheidet sich von den Opfern in der Georgslegende. Zuerst wurden Tiere dem Drachen geopfert, dann schließlich auf Beschluß des Königs auch Menschen. Die Königstochter als weiteres sinnloses Opfer für das Untier wurde jedoch durch den mutigen Einsatz des Heiligen Georg vor dem sicheren Tod durch den Drachen bewahrt.
Zur Wölflingsmeute von St. Marien gehören insgesamt 30 Kinder. Neun werden jedoch im September beim Stammeslager in die Jungpfadfinderstufe wechseln, so daß weitere Kinder willkommen sind. Die Gruppenstunden finden zur Zeit montags von 15.30 bis 17.30 Uhr.

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