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der kleine Baum - eine Weihnachtsgeschichte...

Buseck | Der kleine Baum lächelte…
Sanft neigte sich seine Spitze zur Seite und strebte zum Licht.
Er fühlte sich sicher und geborgen in seiner Erde.
Vor wenigen Tagen war das noch ganz anders gewesen.
Da lag er, abgebrochen von seiner Mama mitten auf dem nassen Waldboden und weinte.
Ein Förster hatte ihn seines Schutzes beraubt.
Geborgen zwischen seinen Geschwistern hatte er lange Jahre am großen Stamm seiner Mama gehangen, hatte Winde und Stürme mit ihr erlebt, düstere Nächte mit ihr geteilt und die Sonne genossen wenn sie am Morgen über all die Hügel strich und auch ihn streifte.
Jahrelang hätte sein Leben so ausgesehen, wenn ihn nicht der Förster mit seiner Axt versucht hätte ihn zu töten.
Doch man konnte Bäume durch den Astschlag nicht töten. Man konnte sie nur verbrennen.
Liegen abgeschnittene Zweige auf der Erde, schlagen sie oft neue Wurzeln und verpflanzen sich neu zum Baum.
Dazu hatte er keine Gelegenheit mehr.
Seine Mutter lag traurig ihrer Schönheit beraubt neben ihm und weinte.
Sie wurde weggeschleift und entzog sich seinen Blicken.
Eine leise Menschenstimme erklang neben ihm und fragte; möchtest du mit mir kommen? …er nickte.
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Sanft wurde er in einen Wagen verfrachtet, vorsichtig von Menschenhand getragen und auf der Höhe einer Terrasse abgestellt.
Sanfte Hände in dicken Handschuhen setzten ihn in dunkle Erde und rückten ihn in der Mitte zurecht.
Geschwister von ihm tauchten wie von einer Geisterhand geführt neben ihm auf und wurden dicht an dicht rund um seinen kleinen mageren Leib in die Erde die ihn umgab, gestellt.
Ein paar Tage, das Zeitgefühl hatte er längst verloren, stand er im Wind und unterhielt sich mit seinen Geschwistern, lernte wieder das Lachen und spürte neue Geborgenheit.
Dann kam der Tag an dem sich vieles ändern sollte.
Er wurde zum Christbaum geboren.
Eine Tür tat sich vor ihm auf, die er noch nicht kannte.
Ein warmes Zimmer umgab ihn, Licht und Schatten, Menschenhände.
Sanft streichelten sie ihn.
Er hörte das Rascheln und Knistern von Geschenkpapier, sah Katzen, die ihn vorsichtig beschnupperten und umringten, sah Hände die sich seinen Geschwisterzweigen näherten.
Was wird mir geschehen, dachte er.
Zarte, schmale Frauenhände hängten leuchtende Kugeln an seine ihm noch verbliebenen Äste, er bekam eine Krone aufgesetzt und ein Engel schwebte durch den Raum.
Seine Geschwister zwitscherten aufgeregt, sie streckten sich Licht und Luft entgegen, schon bildeten sich erste Wurzeln die sie wieder zusammen führten.
Unter seinen Füßen erblühten Äpfel, Limonen und Orangen, sie dufteten köstlich und begrüßten ihn.
Kerzen flackerten an seinem Stamm, leise Weihnachtsmusik erklang, sie hörte sich an wie die Stimme seiner Mutter, zart und leicht.
Er lächelte, nun hatte er seine Bestimmung erreicht.


Eine kleine Weihnachtsgeschichte rund um den Weihnachtsbaum © Angel

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da hab ich ein kleines Weihnachtsbanner gebastelt
da hab ich ein kleines... 

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 25.12.2012 um 16:13 Uhr
Schöne Geschichte!
Angelika Petri
1.755
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 14.01.2013 um 11:37 Uhr
dazu habe ich eine Frage an ALLE!
Weiß einer von Euch wie ich den externen Link auf diese Geschichte; - als Banner (den man in seine Homepage einbindet) wieder aus der Hompage wieder entfernen kann?????
es hat ja wenig Sinn "Weihnachtsbeiträge" das ganze Jahr über dort stehen zu lassen, kann mir das jemand beantworten?
ich krieg das Banner nämlich nicht mehr raus( es ist ja als Html Code eingefügt)
wäre dankbar wenn mir einer was dazu sagen" kann..
liebe Grüße...
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