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Ausstieg aus der Lebensmittelspekulation: Aber nicht die Deutsche Bank!

Buseck | Mit der Commerzbank steigt die zweitgrößte deutsche Großbank aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aus. Der Rohstoff-Fonds des Geldhauses ist bereits umgebaut und enthält keine Agrarprodukte mehr. Damit reagiert die Commerzbank auf die Debatte über eine Reihe von Studien, nach denen Anlagen in derartige Rohstoff-Fonds die Preise für Nahrungsmittel nach oben treiben und so zu Hungerkrisen in vielen Teilen der Welt beitragen.

Neben der Commerzbank haben auch die DekaBank der Sparkassen und die LB Baden-Württemberg angekündigt, genauso zu verfahren. Dagegen hält die Deutsche Bank, die mehrfach seit Okt. 2011 öffentlich ankündigte, diese Geschäfte zu überprüfen, weiter Agrarprodukte in ihren Rohstoff-Fonds. Offentsichtlich ist die neue Spitze Jain/Fitschen nach dem Einbruch ihres Investmentgeschäfts in den vergangenen Monaten wenig geneigt, ihrer Ankündigung Taten folgen zu lasen.

foodwatch hat zudem den CSU-Abgeordneten Markus Ferber als Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Regulierung der Finanzmärkte (MiFID-Richtlinie) aufgefordert, eindeutig Stellung gegen die überbordende Spekulation mit Nahrungsmitteln zu beziehen. Schließlich hat das Vorsorgeprinzip in der EU Verfassungsrang – da darf es nicht sein, dass nur einzelne Banken vorsorglich die Finger von der Agrarspekulation lassen, aber die europäische Politik der gefährlichen Zockerei aller anderen Banken nur zusieht und ein vorsorgliches Eingreifen unterlässt.

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Kommentare zum Beitrag

Reinhard Hamel
160
Reinhard Hamel aus Buseck schrieb am 12.08.2012 um 20:02 Uhr
Nein - Herr Sauter - erwarte ich nicht!
Christian Momberger
10.836
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.08.2012 um 01:05 Uhr
Danke für den Artikel Reinhard und dass Du auf diesen Punkt hinweist.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Reinhard Hamel

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Reinhard Hamel
160
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