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Muss das sein ???

Buseck | Bei einem solchen Anblick steigt mir die Galle, nicht nur, dass es eine Verschwendung ist, sondern auch wegen der Entsorgung. Gesehen am Samstag am Zeughaus, bis zur Mülltonne um die Ecke sind es gerade mal 3 m. Vom Problem der evtl. daraus entstehenden Rattenplage mal ganz abgesehen.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 06:43 Uhr
Danke Jutta für deine in ein Bild gegossenen Denkanstösse.

Wenn ich es mir so überlege könnten die Anstösse in viele Richtungen gehen ....

Hier eine kleine Auswahl und gleich ein paar Artikel dazu hier in der Online-Ausgabe der Gießener Zeitung:

... anderswo wird gehungert ... Hilfslieferungen nach Griechenland ...

... Unrat in der Stadt ... Diskussionen über die sogenannte Trinkerscene auf dem Kirchenplatz, aber auch Uni-Platz ....

... fehlende Möglichkeiten der Entsorgung .... Artikel zu illegale Müllentsorgungen an der Ecke Wissmarer Str. / Bootshausweg ...

...andere Wege der "Reste - Verwertung" .... Giessener Tafel

(aber auch) da Fladenbrot ... Sitten + Gebräuche von Arbeitsemigranten ...

Ich möchte ja eine Diskussion nicht vorbestimmen. Mir persönich drängt sich bei dem Foto zu allererst der Gedanke auf: Was ist da bei dem Wegwerfer in der Erziehung falsch gelaufen, denn egal wer es war in allen Kulturen ist gerade Brot der Ausdruck von ernährungsmäßig gesehen dem Überleben. Daraus folgert, dass Brot eine hervorgehobene symbolische Kraft* zugesprochen wird. Der Akt des provokativen Wegwerfens von dem allgemein anerkannten Symbol für Ernährung bzw. "satt werden" (... stecken hinter ein Abflussrohr ...) ist für mich ein Tabubruch. Aber keinesfalls ein provokativer.

Oder zugespitzt formuliert. In welchen psychischen Nöten muss ein solcher Mensch stecken, der (sympolisch gesehen) sein Leben wegwirft?

Wer sieht es so? Wer sieht es so nicht? Interpretiere ich da zu viel hinein?

* nicht ohne Grund hat das Brot (nicht nur im Christentum) in Religionen einen so herausgenommenen Stellenwert
Bernd Zeun
9.537
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 11:23 Uhr
Ich kann da nur einstimmen, wer die mageren 50er Jahre als Kind erlebt hat, als die Butter, wenn es sie gab, nur aufs Brot gekratzt wurde, kriegt zuviel, wenn er heute sieht, wie auch in Haushalten Lebensmittel in den Müll wandern, bloß weil die Banane ein paar braune Flecken hat (dabei schmeckt sie dann erst richtig) oder ein Apfel eine Druckstelle, die man nur heraus schneiden brauchte usw. usw.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 12.06.2012 um 15:39 Uhr
Das ist bedenklich, wie mit Lebensmitteln umgegangen wird.
Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 12.06.2012 um 18:25 Uhr
Schlimm, aber was kann man tun? Ich bin erzogen worden, dass man keine Lebensmittel und v.a. Brot nicht wegwirft. Irgendetwas stimmt da nicht mehr in unserer Gesellschaft.
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