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Im Hamsterrad des Teufels ?

Buseck | Ein Wort gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung, die Zeitverdichtung. Das bedeutet, dass immer mehr Dinge in der gleichen Zeit getan werden.
Der Fortschritt der Technik ermöglicht es uns, vieles gleichzeitig zu machen, schneller zu sein. Und dennoch haben wir keine Zeit.
Wir haben heute viel mehr Freizeit als es noch vor 30-40 Jahren der Fall war. Unsere gewonnene Freizeit wird heute voll durchorganisiert, dabei spielt die Altersgrenze kaum eine Rolle. Und dennoch haben wir keine Zeit.
Viele viele emails werden geschrieben und kein einziger handgeschriebener Brief mehr. Wir haben dadurch viel Geld und Zeit gespart. Und dennoch haben wir keine Zeit.
Aufkommende Pausen werden gefüllt, es gibt immer etwas zu tun.
Unsere Welt heute ist sehr oberflächlich geworden, durch die man sich hindurch klicken kann. Wir befinden uns in einer virtuellen Welt, alles ist hell, grell, alles ist verfügbar und das pausenlos.

Ein altes Wort, die Muße bezeichnet die Zeit, die der Mensch nach eigenem Wunsche nutzen kann, um sich zu erquicken und zu erbauen.
Die Muße, Pausen, die Achtsamkeit und Intensität sterben aus.

Wir leben in der Zeit der Verdichtung, Beschleunigung und Medialisierung. Das macht krank. Wir machen vieles, aber nichts mehr bewußt.
Vieles ist gleichzeitig wichtig, dadurch haben wir keine Zeit.

Der menschliche Organismus läuft anders. Der Mensch braucht Pausen, er braucht die Muße, die Ruhe und Auszeit. Er braucht auch mal Langeweile und Stille.

Was ist denn wirklich, wirklich wichtig ?
Um das zu erfassen und zu verstehen und ggf unser Leben umzulenken, dazu müßte man innehalten, in sich hinein horchen. Aber dazu fehlt uns die Zeit.

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Kommentare zum Beitrag

Klaus Stadler
4.786
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 03.06.2012 um 16:21 Uhr
Hallo Frau Burger, ich gebe ihnen in allen Punkten recht. Aber,sollte man sich nicht in der eigenen Freizeit von der schlimmsten Stressmaschine trennen und sie abschalten! Ich meine das Mobiltelefon. Ich muß nicht immer erreichbar sein. Ich bin nicht so wichtig. Ich möchte mich nicht von diesem Stressfaktor steuern lassen. Das Wichtige erfahre ich schon früh genug. Ich brauche kein Handy!!!!!!!!
Birgit Hofmann-Scharf
9.640
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 03.06.2012 um 19:25 Uhr
"..., dass immer mehr Dinge in der gleichen Zeit getan werden müssen",
wie es Frau Burger so treffend beschrieb.

Ich sage dazu nur :BURNOUT-Syndrom ( Ausgebrannt sein ),
denn der zunehmende Leistungsdruck macht krank !
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 03.06.2012 um 22:27 Uhr
Ich lasse mein Handy wann immer es geht einfach zu Hause. Ich WILL gar nicht immer erreichbar sein. Ich bin erreichbar, wenn ich es will.
Zumeist, wenn ich mit den Hunden allein unterwegs bin oder aber alleine eine größere Autofahrt absolviere.
Aber ich bezog mich in mienem Beitrag nciht nur allein auf das Handy. Freilich, der technische Fortschritt bringt in vielerlei Hinsicht Verbesserung und andere Vorteile, die man heute kaum noch missen möchte.
Aber ich bezog mich in meinem Beitrag mehr auf die allgemeine Schnelllebigkeit, auf die doppelte und mehrfache Nutzung der freien Zeit, die sich einem bietet. Wir powern uns selbst gänzlich aus und verpassen zumeist den Punkt, an dem wir etwas zurückschrauben sollten.

Schnelle Autos sind klasse. Aber auch diese stehen mal im Stau. Die gewonnene freie Zeit nutzen wir doch dann nicht für uns selbst, sondern ärgern uns und stopfen die Zeit mit Telefonieren oder einem Laptop.
Hallo Lieber Leser
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von:  Jenny Burger

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Jenny Burger
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