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Essen wir uns denn um den Verstand ?

von Jenny Burgeram 15.04.20121105 mal gelesen7 Kommentare
Buseck | Kürzlich las ich in einem Buch über den Wert der Lebens-Mittel, dass industriell gefertigte Lebens-Mittel häufig Geschmacksverstärker wie Glutamat enthalten.
Diese Tatsache ist ja nicht mehr ganz neu und auch nicht mehr unbekannt.
Aber sind wir uns dessen wirklich bewusst, was Glutamat mit unserem Körper macht ?

Glutamat kann neurotoxisch wirken und Hirnzellen töten. Dies ist bereits seit 1969 bekannt. Inzwischen weiß man, dass Glutamat bei Krankheiten wie Alzheimer, Multipler Sklerose oder Parkinson eine unheilvolle Rolle spielt.
Der Heidelberger Alzheimer-Forscher Konrad Beyreuther weiß, dass Glutamat ein Nervenzellgift ist.
Die Glutaminsäure, insbesondere das Glutamin, beeinträchtigt erheblich den Hirnstoffwechsel. So vermutet man inzwischen eine Beteiligung des Natriumsalzes der Glutaminsäure am Defizit von Dopamin, das ja charakteristisch für die Parkinson-Erkrankung ist, besonders dann, wenn dazu eine genetische Veranlagung besteht.

Die Industrie hält immer mit Studien dagegen, die das Gegenteil beweisen wollten. Ihr hauptsächliches Argument besagt, dass der normale Mensch nur relativ wenig Glutamat zu sich nehmen würde.
Tatsächlich hat sich der weltweite Konsum in den letzten Jahrzehnten aber vervierfacht und Parkinson auch, war in diesem Buch weiter zu lesen.

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Industriell hergestellte Tütensuppen und -saucen, tiefgekühlte oder vakuumierte Fertiggerichte oder solche in Dosen, Würste sowie Snacks und Chips sind heute so gut wie ausnahmslos mit Glutamat hergestellt, weil die Rohstoffe oft so lange gelagert werden, dass die natürlich vorhandenen Geschmacksstoffe verloren gehen.
Auch Restaurantköche, insbesondere chinesische und japanische, verwenden häufig Glutamat bei der Zubereitung ihrer Speisen.
Zu viel Glutamat kann bei Menschen zu Kopfschmerzen, Hitze- und Engegefühl sowie Schwindel führen - dem so genannten China-Restaurant-Syndrom.

In der Natur kommt diese Substanz auch in Lebens-Mitteln vor, wie z.B. in Tomaten, Bohnen oder Käse.
Sogar unser eigener Körper enthält natürliches Glutamat, in dem es überwiegend gebunden im Organismus vor liegt. Nur ein paar wenige Gramm sind frei verfügbar. Ein Teil davon erfüllt als Botenstoff wichtige Funktionen wie z.B. im Hirn und im Darm.
Wer aber extra zugesetztes Glutamat mit der Nahrung zu sich nimmt, kaut und schluckt schneller. Man isst insgesamt hastiger und vor allem mehr. Unsere Steuerung des Appetits gerät dabei aus dem Gleichgewicht.
Das Übergewicht kann also auch auf das Konto dieser Substanz gehen. Von den möglichen langfristigen Folgen für das Nervensystem ganz zu schweigen.

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Kommentare zum Beitrag

Jenny Burger
1.671
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 15.04.2012 um 21:05 Uhr
Ich bin sicher, da geht es nicht nur Ihnen so, Frau Stapf.
Birgit Hofmann-Scharf
10.018
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 15.04.2012 um 21:40 Uhr
Ich erinnere mich, dass in den 70er Jahren die China-Restaurant`s eben wegen der Glutamat-Verwendungen als Geschmacksverstärker verpönt waren.
Die kurzzeitige Warnung löste sich aber bald in Luft auf, es gab keine Berichte mehr zu diesem Thema. - wurde totgeschwiegen.

Dass die Deklaration auf Lebensmittel ( besonders Fertigprodukte ) mit dem Wort "Geschmacksverstärker" meist auch auf Glutamat hinweist,
scheint für Frau Aigner und CO aber nicht interessant / wichtig zu sein.

Nun schreiben Sie, dass Glutamat nachweislich sogar als Nervenzellgift entschlüsselt wurde - das bereitet mir große Angst !
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 16.04.2012 um 09:28 Uhr
Geschmacksverstärker verbergen sich auch unter der Bezeichnung "Hefeextrakt" Darin befindet sich eine Menge Glutaminsäure:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hefeextrakt
Birgit Hofmann-Scharf
10.018
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 16.04.2012 um 09:39 Uhr
... na das wird ja immer dubioser !!
Jenny Burger
1.671
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 16.04.2012 um 11:08 Uhr
Oder aber das Glutamat ist verschlüsselt, dann betrifft es die Nr. E621 (wenn ich mich recht erinnere).
Dass dies auch hinter der Zutat "Hefeextrakt" stehen kann, war mir bis jetzt auch nicht bekannt.
Trau schau wem......
Birgit Hofmann-Scharf
10.018
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 16.04.2012 um 11:23 Uhr
Ich habe gegooelt:
Glutamat kann u. a. die Alzheimer Krankheit u. Parkinson begünstigen,
besonders bei Menschen mit einer ererbten Veranlagung.

Mein Mütterchen hatte Demenz sowie auch Parkinson !!!
Jenny Burger
1.671
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 16.04.2012 um 21:31 Uhr
Wie ich oben schon schrieb, liebe Frau Hofmann-Scharf.
Leider wird dieser Zusatzstoff noch immer völlig unterschätzt oder gar verkannt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Jenny Burger

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Jenny Burger
1.671
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