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Der größte Goldschatz der Geschichte ist verschwunden Acht Skandale in einem

Buseck | (we) In der Diskussion, wie diese Fantastillionen durch den deutschen Michel aufzubringen sind, ist, da mehr Arbeit und höhere Steuern leicht in Unmut und parteipolitischen Stimmeneinbussen ummünden, zuletzt die Idee aufgekommen, den durch uns, unsere Eltern und Großeltern durch Arbeitsleistung angesparten Bundesgoldschatz über den europäischen Tresen zu schieben.

Damit würde erstens eine von den Eurokraten befürchtete Rückkehr zu einer starken, abgesicherten D-Mark unmöglich gemacht. Zweitens wäre die finanzielle Souveränität Deutschlands versenkt, was die laufenden Planungen bedient, alle nationel-haushaltlichen Hoheitsgewalten nach Brüssel zu verlagern. Drittes Kalkül: Der dumme Deutsche würde einen solchen Ausverkauf im realen Arbeitsleben kurzfristig gar nicht „merken“ und sich ergo auch nicht an der Wahlurne darüber beschweren. Soweit Skandal Nummer 2.

Deutschland hat nach den USA die größten Goldreserven. Doch wo befindet sich dieses Gold? Der Löwenanteil (ca. 3.400 Tonnen) lagert in den USA. Und nun kommen wir zu Skandal Nummer 3: Nicht wenig spricht dafür, dass dieser Schatz gar nicht mehr in der
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Macht des deutsches Zugriffs liegt. Da die amerikanischen Staats- und Zentralbehörden das Gold qua Pleite als eigene Absicherung brauchen. Oder, und das ist die schlimmere Variante: Da sie es längst verliehen, verkauft oder an ihren größten Gläubiger, die private Notenbank FED weitergereicht hat.

Hier kommen wir zu Skandal Nummer 4: Amerika, die letzte „kulturelle“ und geomilitärische Supermacht unserer Zeit, gehört nicht sich selbst, sondern einem von den Geldhäusern Rotschild und Rockefeller dirigierten Privatverein namens FED, ausgeschrieben FEDeral Reserve. Dieses Konglomerat ist im Besitz des grandiosen Rechts, die „Staats“-Währung Dollar zu drucken und auszugeben. „Amerikanische“ Regierungen schaffen sich also nicht ihr eigenes Geld, sondern sie leihen es sich bei dieser Kreditstelle, indem sie ständig wiederkehrend die Arbeitsleitung ihrer Untertanen an diese verpfänden.

Das ist in etwa so, als würden Sie, lieber Leser, Ihrem Nachbarn Ihren sauerverdienten Lohn verpfänden. Sie erhalten zwar ihren Lohn weiterhin ausgezahlt und dürfen darüber verfügen, aber der Nachbar verdient ständig und steigend daran mit, setzt jährlich höhere Steuern für Sie an, erhält Hypotheken auf Ihr „Eigen“Heim. Es gab nur einen Präsidenten in der jüngeren amerikanischen Geschichte, der dieses verrückte System ändern wollte: Am 4. Juni 1963 unterschrieb John F. Kennedy die sogenannte Executive Order 11110.

Die Order beinhaltete die Auflösung des Federal Reserve Systems und sollte die Herstellung von Banknoten wieder in die Gewalt des Staates zurückführen. Wenige Monate später wurde Kennedy Opfer eines Attentats. Sein Nachfolger Lyndon B. Johnson erklärte die Order als erste Amtshandlung für ungültig, sodass die Privatbanken das sich bereits im Umlauf befindliche neue Geld umgehend wieder "einkassieren" und vernichten konnten.

Von hier kommen wir zeitlich fließend zum nächsten Skandal – mittlerweile Nummer 5 in unserer Serie: Es ist der Umstand, dass die FED den Bundesschatz der Vereinigten Staaten, die nationalen Goldreserven, sukzessive in ihre Hand bekam. Hintergrund: Nach dem Zweiten Weltkrieg kletterten die amerikanischen Auslandsverbindlichkeiten durch eine ungebrochen offensiv-kriegerische Politik (Korea, Vietnam) steil empor. Bereits 1960 überstiegen sie mit 18,7 Milliarden Dollar erstmals den (auf 35 Dollar pro Unze taxierten) nationalen Goldbestand.

In der Folge kam es seit zu immer größeren Umtauschaktionen von Dollarbeständen (oder der üblichen börsennotierten Schuldüberschreibungen, mit denen der Staat sein Geld bei der FED „kaufte“) in physisches Gold, das bis dahin für eine korrekte Deckung der umlaufenden Noten gedient hatte. Damit begann der amerikanische Bundesschatz aus Fort Knox wie Wasser abzufließen. Jedoch wurden alle Versuche, gegen diese Nacht- und Nebelaktionen etwas zu unternehmen (etwas seitens der langjährigen Kongressabgeordneten Frank Chelf, in dessen Wahlkreis Fort Knox lag) von den Rockefeller- und Rothschild-Lobbyisten in der Regierung konterkariert.

Angesichts des schwindenden Dollar-Gold-Gleichgewichts und der sich leerenden Bundeslager erkannte das Weiße Haus seit Mitte der 60er Jahre die Wichtigkeit, die auf dem Gold beruhte. Also trat Washington auf seine Verbündeten zu, um diese zu „überzeugen“, sich dem bis dahin gewährleisteten Versprechen der US-Regierung, jede Dollarnote zu einem festen Kurs in Gold zu tauschen, nicht weiter anzuschließen. Dabei wurden auch Pressionen ausgeübt, und wir kommen hier, zumindest aus deutscher Sicht, zu Skandal Nummer 6: Um gegenüber Bonn zum erwünschten Ziel zu kommen, drohten die USA damals unter anderem mit einem teilweisen Truppenabzug, was angesichts der politischen Lage – der Kalte Krieg befand sich auf dem Höhepunkt – eine militärische Gefährdung des bundesrepublikanischen „Frontstaats“ bedeutet hätte.

In einem Interview, welches Karl Blessing kurz vor seinem Tod im Mai 1971 dem SPIEGEL gab (Überschrift ,Der Brief gilt leider noch heute’), sagte der frühere Bundesbank-Präsident: ,Dann kam die Geschichte mit den Truppen.’ Und der SPIEGEL fragte: ,Sie meinen die Drohung der Amerikaner: Wenn ihr den Dollar nicht auf diese Weise stützt, ziehen wir die Truppen aus der Bundesrepublik zurück?’ Darauf antwortete Karl Blessing:

´Die Drohung war immer im Hintergrund da. Der Brief gilt leider heute noch, den ich damals geschrieben habe.’“ Link Der Brief mit Datum vom 30. März 1967 war eine offiziöse Erklärung Blessings an den damaligen FED-Chef William Martin, in welchem er versprach, Deutschland werde seine Dollarreserven weder jetzt noch künftig in Gold des US-Schatzamts umtauschen. Link Blessing bereute diesen Kotau. „Ich erkläre Ihnen heute“, sagte er dem SPIEGEL, „dass ich mich selber persönlich schuldig fühle auf dem Gebiet. Ich hätte damals rigoroser sein müssen gegenüber Amerika. Die Dollar, die bei uns anfielen, die hätte man einfach rigoros in Gold umtauschen müssen.“

Genau so hielten es die Franzosen. Mutiger als ihre kriecherischen Nachbarn pochten sie 1968 auf die US-Verpflichtung, ausländische Forderungen und Dollarbestände zum Kurs 35$/oz in Gold zu tauschen. Da er die Usancen amerikanischer Politik kannte, holte sich Staatschef DeGaulle die in handliche Barren gewandelten Devisen mitsamt der ausgelagerten nationalen Goldbestände kurzerhand mit einem Kriegsschiff aus New York ab.

Zwei unmittelbare Folgen dieser Transaktion: 1. In Paris brachen die großen Mai-Unruhen aus, die das Ende der Ära DeGaulle bedeuteten. 2. Die USA beendeten das jahrzehntelang gültige Festpreisverhältnis des Dollar zum Gold, zunächst nur für den ausserzentralbanklichen, freien Markt. 1971 hob Präsident Nixon die Währung-Edelmetall-Konnexion dann vollständig auf. Was die amerikanische Währung ohne Bindung an diesen „echten“ Sachwertdeckung ließ. Erst seitdem kann das Bankkonsortium soviel Geld drucken, wie es nur will. Und dies geschieht auch. Mit einer Sintflut weiterer Zinseszinsbereicherungen seitens der FED, welcher der amerikanische Staat heute komplett verschuldet und somit ausgeliefert ist. Was Skandal Nummer 7 darstellt.

Was aber ist nun mit den eingangs dieses Artikels erwähnten Tausenden Tonnen physischen Goldes, welches der deutsche Staat in den USA lagert? Dieses „Outsourcing“ war während des kalten Krieges mit strategischen Gründen erklärt worden. In einem Konfliktfall hätte der Megaschatz leicht zur Beute der Roten Armee werden können. Nun existiert diese heute aber ebenso wenig wie die Sowjetunion. Die Grenzen sind gefallen, alle ehemaligen Ostblockstaaten haben sich mittlerweile mit der EU oder der NATO assoziiert. Warum holt Berlin also die immensen Goldbestände der Bundesbank nicht nach Frankfurt? Weil es – Skandal Nummer 8 - die Amerikaner schlicht und ergreifend nicht wollen.

Bruno Bandulet, Ex-Chef vom Dienst der Tageszeitung DIE WELT und Herausgeber des monatlichen Informationsdienstes GOLD & MONEY INTELLIGENCE (G&M) schreibt dazu: ("Ein exzellenter Kenner der Verhältnisse und früheres Mitglied der Bundesregierung meinte mir gegenüber: 'Die Amerikaner betrachten das deutsche Gold als eine Art Pfand.' Er hätte auch sagen können: als eine Art Geisel für deutsches Wohlverhalten." Bandulet zitiert ferner ein früheres Mitglied des Zentralbankrates, wonach die Bundesbank ihr Gold allenfalls nur unter einem Vorwand und in kleinen Mengen aus New York abziehen könne – alles andere werde als Misstrauensbekundung aufgefasst.

Nun lagert das deutsche Bundesgold nicht in den US-Bundes-Magazinen von Fort Knox sondern im Kellern der privaten New Yorker FED. Mehrfach ist deswegen bereits die Befürchtung laut geworden, dass der Bestand unter die staatlich-amerikanischen Abschreibung an das private Konsortium gefallen ist. Und selbst wenn die FED im deutschen oder amerikanische Auftrag das Gold für die Bundesregierung verwaltete, stellte sich die Frage, wie viel davon überhaupt noch da ist. Es muss nachdenklich stimmen, dass das amerikanische Schatzamt seit über 50 Jahren keine unabhängige Prüfung der in den USA eingebunkerten Goldbestände mehr zulässt.

Rein theoretisch könnte also der Tresor der Federal Reserve Bank leergeräumt sein – und niemand würde es mitkriegen. Die Hälfte der Barren sind auf jeden Fall bereits nach Expertenmeinung nicht mehr in den Geldspeichern: Der amerikanische Goldexperte James Turk behauptet, die Bundesbank habe bereits 1700 Tonnen Gold, also ungefähr die Hälfte ihrer Reserven, „auf amerikanischen Wunsch hin ausgeliehen“. Turk ist ein seriöser Marktkenner.

Sicher ist: Amerikanischer Großbankenmacht kommt man selten ungestraft in die Quere. "Ich glaube, es wäre mir genauso gegangen wie Herrn Herrhausen“, antwortete Josef Ackermann auf Maybrit Illners Frage, warum er nicht für einen Schuldenerlass bei zahlungsunfähigen Ländern plädierte. Alfred Herrhausen, damals Chef der Deutschen Bank wie heute Ackermann, hatte sich 1989 gegen den heftigen Widerstand seiner amerikanischen Berufskollegen für den Erlass zum Beispiel der mexikanischen Schulden stark gemacht. Er wurde am 30. November 1989 von einer Bombe zerfetzt. Die Bombenleger wurden nie ermittelt.

Dass es nicht immer gleich zum Äußersten kommen muss, dass es auch eine „gesunde Karrierekorrektur“ mitunter auch schon tut, zeigt das Beispiel des CDU Bundestagsabgeordneten Martin Homann, der im August 2002 von der Regierung wissen wollte, wo sich das Gold der Bundesbank eigentlich wirklich befinde. Ein Jahr später lag seine Karriere nach einem Antisemitismuskesseltreiben in Scherben.

Noch schneller wurde Dominique Strauss-Kahn auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach offiziellen Angaben Wladimir Putins und des russischen Geheimdienstes FSB war der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei der US-Regierung vorstellig geworden, weil diese etwa 190 Tonnen des angeblich in Ft.Knox lagernden IWF Goldbestandes nicht herausrücken wollte. Als Strauss-Kahn nachbohrte, ob das Gold überhaupt noch an Ort und Stelle sei, wurde er im Handumdrehen wegen eines „Sexualdelikts“ unrasiert vor ein amerikanisches Gericht gezerrt. Selbst US-Politiker wie der republikanische Kongressabgeordnete Ron Paul zweifeln, ob die in den USA eingelagerten Goldbestände tatsächlich physisch noch vorhanden sind.

Vor diesem Hintergrund wären Pläne innerhalb der deutschen Regierung, Brüssel das Gold der Bundesbank für Rettungsschirme und ähnliche Spirenzchen anzubieten, nicht nur eine erbärmliche Kapitulation, sondern darüber hinaus ein geschickter Schachzug. Frei nach dem Motto: Wir kriegen es eh nicht zurück, schlagt ihr Euch darum.

Da sage einer noch, Finanzwirtschaft wäre nicht spannend.

(Quelle: doriangrey.net / 14.November 2011)

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