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Tintling im Garten

Buseck | Tintlinge (Coprinus sensu lato) ist eine Bezeichnung eine Gruppe von Pilzarten, die früher in die Gattung Coprinus gestellt wurden. Dabei handelt es sich um Arten der Hutpilze (Agaricomycetidae), die saprobiontisch auf Holz, Torf, Dung oder Erde wachsen. Sie verfügen alle über einen jung eichel- bis glockenförmigen, später aufschirmenden Hut, der im Alter zerfließt. Ihre Fruchtschicht besteht aus Lamellen, die anfänglich weiß bis hell ockerlich sind und später dunkelbraun bis schwarz werden. Der Stiel setzt bei allen Arten in der Mitte des Hutes an und ist innen hohl. Ihr Sporenabruck ist dunkelbraun bis schwarz.
In mehreren DNA-Analysen offenbarte sich jedoch, dass die Tintlinge polyphyletisch sind, also Arten enthalten, die jeweils näher mit anderen Pilzgruppen verwandt sind als untereinander. Teilweise gehören diese Gattungen sogar zu unterschiedlichen Familien. Scott A. Redhead et al. schlugen deshalb eine Aufteilung in vier Gattungen (Coprinus, Coprinellus, Coprinopsis und Parasola) vor, wobei nur ein kleiner Teil der ursprünglichen Arten in Coprinus verbleibt. Die Familie der Tintlingartigen (Coprinaceae), deren Typusgattung Coprinus ist, und nur noch einen Bruchteil der restlichen Arten enthält, muss deshalb in Faserlingsartige (Psathyrellaceae) umbenannt werden, weil Coprinus innerhalb der Champignonartigen (Agaricaceae) steht.

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Tintling (2)Pilz (43)
Der Name der Tintlinge rührt von ihrer Verwendung her: Bei der Reife zerfließen Lamellen und oft ebenso der Hut innerhalb von wenigen Stunden aufgrund von Selbstverdauung (Autolyse) tintenartig. Aus dieser sporenhaltigen, normalerweise zur Erde tropfenden Flüssigkeit wurde früher dokumentenechte Tinte hergestellt, oft mit Nelkenöl als Konservierungsmittel. Für die Zubereitung von Tinte aus Tintlingen kommen hauptsächlich größere und häufige Arten, wie etwa der Schopftintling (Coprinus comatus) und der Faltentintling (Coprinopsis atramentarius) in Betracht, aber auch andere Tintlinge, darunter zum Beispiel der kleinere, dafür oft massenhaft auftretende Glimmertintling (Coprinellus micaceus).
Quelle: Wikipedia

Und so kann er sich verändern (ist nicht der gleiche):

http://www.giessener-zeitung.de/buseck/beitrag/56255/gruselig-schaut-er-aus/

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Ullrich Drechsel
1.729
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 04.10.2011 um 14:58 Uhr
Hallo Frau Skroch, wir haben die Tintlinge im ganz jungen Zustand, wenn sie noch vollkommen geschlossen sind und wie ein Spargel aus dem Boden schauen, gegessen. Sehr schmackhaft - aber man soll zu einer solchen Pilzmahlzeit keinesfalls (!!!) Alkohol trinken. Auf mecklenburgischen Kuhwiesen gedieh der Tintling oft in solchen Massen, dass man in 20 Minuten das Körbchen voll hatte. Auch haben wir sie sauer eingelegt.
Jutta Skroch
12.294
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 04.10.2011 um 15:29 Uhr
Danke für die Info, aber mit einem Exemplar ist wohl wenig Staat zu machen. ;-))
Ich bin überhaupt kein Pilzfan, außer als Fotomotiv.
Ullrich Drechsel
1.729
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 04.10.2011 um 15:35 Uhr
Es könnte ja sein, dass demnächst noch mehr auftauchen. Ein Tintling kommt selten allein.
Wolfgang Heuser
6.276
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 04.10.2011 um 22:04 Uhr
Der Tintling ist mir noch nicht so geläufig gewesen, normal würde ich so einen nicht sammeln, schön mal beschrieben!
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