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Über den Gräbern des Krieges für einen dauerhaften Frieden

Buseck | Vor 140 Jahren wurde im Hotel „Zum Schwanen“ der Frankfurter Friede zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich unterzeichnet. Dieser beendete 10 Monate nach Ausbruch des Krieges am 17. Juli 1870, die Feindseeligkeiten mit Frankreich. Der Kriegsschauplatz bezog sich damals ausschließlich auf Frankreich. Von 84 Dèpartements (Landkreise) waren 34 durch deutsche Truppen besetzt. Der Verlust an Gefallenen betrug auf deutscher Seite 49500, auf französischer Seite ca. 140 000 Tote.
An Verwundeten und Kriegsinvaliden rechnet man mit insgesamt 600 000 für beide Seiten.
Im Rahmen einer militärhistorischen Exkursion folgten ehemalige Artilleristen des Giessener Traditionskreises und Freunde aus dem Wirtschaftsbereich den Spuren des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71.
Unter Leitung von Oberstleutnant a.D. Harald Born folgte die Reisegruppe dem Frontverlauf
und den Schlachtfeldern von Wissenbourg, Woerth und Thionville.
Sehr anschaulich konnte hier die Vorgehensweise der Militärs erklärt werden. Die Gebiete auf denen die Schlachten stattfanden sind nahezu unverändert und werden früher wie heute als Agrarflächen genutzt. Dies machte ein Hineinversetzen in das Geschehen von 1870/71 möglich.
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Für einen dauerhaften Frieden (1)
Unzählige Denkmäler, Kreuze und Friedhöfe erinnern an das Leid und die großen Verluste.
Es sind Denkmäler gegen das Vergessen.
Der Besuch des „Museum 6. August 1870“ verdeutlichte noch einmal mehr die Sinnlosigkeit des
Krieges.
An der Gedenkstätte auf dem Deutsch-Französischen Friedhof in Gravelotte legten die
Besucher im Beisein des stellvertretenden Bürgermeister Pierre Liégeois ein Gebinde mit Schleife nieder. Harald Born gedachte im Rahmen einer Rede der Gefallenen und Militärpfarrer a. D. Georg Knöß sprach ein Gebet.
Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch des Festungswerkes „Hackenberg“ welches einen Teil der Maginot-Linie sicherte. Die Maginot-Linie ist, wie in keinem anderen Abschnitt der deutsch-französischen Grenze, in den frühen 20er/3oer Jahren besonders stark ausgebaut und befestigt worden.

 
 

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von:  Jürgen Marschinke

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Interessensgebiet: Buseck
Jürgen Marschinke
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