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Gebet eines Streuners...

von Jenny Burgeram 23.12.20101245 mal gelesen26 Kommentare
Buseck | Lieber Gott bitte hilf mir bei meiner Qual, der ganzen Welt bin ich egal, niemand da, der an mich denkt, er mir ein wenig Liebe schenkt.

So müde von der Streunerei, zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn, muß trotzdem durch den Regen gehn. Bei meinem schweren Gange hier, verzweifle ich und bet' zu dir: um jemand, der mich wirklich liebt, mir eine warme Obhut gibt.

Mit einem schönen, warmen Bett. Ja - und 'nen Knochen - das wär nett! Beim letzten Herrchen war es schlimm, bin froh, dass ich dort nicht mehr bin. Ohne Wasser, angekettet, hat mich nur die Flucht gerettet. Meine Leine hab ich durchgebissen, und bin von dort dann ausgerissen. Lieber ein Streuner! Lieber allein! Als ewig eingesperrt zu sein.

Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft. Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt, ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt. Mit Stöcken jagt man mich und Steinen, doch mir bleibt keine Zeit zum weinen. Muß durch die Straßen - Knochen finden - obwohl stetig meine Kräfte schwinden. Hab's nicht verdient, bin eigentlich gut, will nicht, dass man mir böses tut. Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen, lieber Gott, ich möchte von dir wissen

Mehr über...
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich, und der auch mir gefällt. Sollt es diesen Jemand geben - so würd' mein Herz vor Freude beben. Ja! Alles würd' ich für ihn machen und kau auch nicht auf seinen Sachen. Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort, ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin macht Weiterleben keinen Sinn.
Schmutzig und unendlich mager weine ich jede Nacht in meinem Lager, weil ich mir solche Sorgen mache, ob ich am nächsten Tag erwache. Soviel Liebe und Treue kann ich geben, will deshalb eine Chance zum Leben.

Oh lieber Gott, erhör'mich gleich, bevor die letzte Hoffnung weicht und schicke jemand der mich liebt. Mein Gott - wenn es dich wirklich gibt......



Bev Davenport

Homeless Afghan Rescue & care

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Kommentare zum Beitrag

Karl-Heinz Brabänder
115
Karl-Heinz Brabänder aus Gießen schrieb am 24.12.2010 um 09:30 Uhr
Geht schon unter die Haut. Gerade wenn man dieses tiefgründige und seelenberührende Gedicht an einem Tag wie Heilig Abend liest.
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 24.12.2010 um 12:57 Uhr
Danke, dass Sie es gelesen und auch kommentiert haben.
Wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest.
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 24.12.2010 um 17:24 Uhr
Jenny, sehr traurig und sehr wahr. Ein Streuner stellvertretend für Hundertausende, die um Hilfe bitten.
Einen friedvollen Heiligen Abend!
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 24.12.2010 um 17:54 Uhr
Danke liebe Ilse, in Gedanken bin ich bei ihnen allen, allen da draussen in der Kälte.
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 24.12.2010 um 19:01 Uhr
Auch meine Gedanken kreisen immer wieder und die hilflosen Wesen, die durch menschliches Versagen leiden müssen.
In Osteuropa hat die Hölle für die Tiere begonnen. Eisekalt, Schnee, kein Dach über dem Kopf, rappeldürr, einsam und immer hungrig.
Andrea Mey
9.445
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 24.12.2010 um 19:46 Uhr
Das geht sehr unter die Haut und stimmt einen nachdenklich.
Leider ist es bittere Realität.
Auch an Weihnachten darf man die notleidenden Tiere nicht vergessen!
Ich wünsche allen Tierfreunden ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest.
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 25.12.2010 um 17:25 Uhr
Für einige Welpen ist der "Feiertag" erst nach Weihnachten! Gerettet sind sie, die Kleinen und kommen am 2. Januar! Andrea, Jörg, wir haben wieder eine "eisige" Fahrt vor uns!
Andrea Mey
9.445
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 25.12.2010 um 23:19 Uhr
Wir sind auf jeden Fall dabei!
Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 25.12.2010 um 23:21 Uhr
Oh je, also warm anziehen.
Dr. Manfred Klein
1.382
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 27.12.2010 um 17:23 Uhr
Solange das Hunde (oder besser Tier-)halten nicht reglementiert wird, wird sich auch nichts ändern, egal ob im Ausland oder auch hier. Es gibt einfach zu viel Haustiere, die achtlos "weggeworfen" werden, da kann es nicht damit getan sein, alle erhalten zu wollen und ein bisschen Mitleid zu zeigen... Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden. Und wo Freiwilligkeit ("möglichst nur Tiere halten, wenn man sie auch durchfüttern und pflegen kann") nicht greift, da müssen eben Saktionen her, klingt hart, ist aber so...
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.12.2010 um 22:45 Uhr
Sanktionen für wen?
Dr. Manfred Klein
1.382
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 27.12.2010 um 22:54 Uhr
Sie wollen es nicht verstehen, Frau Toth... Am besten nur noch einen Hund pro Familie, einen Hund nur nach einer Ausbildung oder was weiß ich, da sind Sie wohl mehr Experte...
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.12.2010 um 23:22 Uhr
Ich will es schon verstehen, aber kann ich Sie nicht immer verstehen. Mit Worten kann man schnell regeln. Wir leben in einer Demokratie, da gibt es solche Sanktionen nicht. Einer Hund nur nach einer Ausbildung? Wer soll ihn ausbilden und wer bezahlt das? Man kann mehrere Hunde gut halten und einen schlecht. Darüber an dieser Stelle zu diskutieren würde den Rahmen sprengen. Es gibt viele gute und machbare Vorschläge, z. B. von unserer Hess. Tierschutzbeauftragten, um dem Elend Einhalt zu gebieten. Wir aber sind in einem IST Zustand, und da benötigen unsere Mitgeschöpfe Hilfe. Was nicht heißt, dass Verbesserungen angestrebt sind. Das wird noch viele Jahre dauern, ich denke sogar eine Generation.
Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 27.12.2010 um 23:30 Uhr
Ach Ilse, der arme Mann will nur provozieren und stänkern. Einfach nicht beachten. Den hat halt keiner lieb.
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.12.2010 um 23:40 Uhr
Ich lasse mich von niemanden provozieren. Ich versuche nur immer wieder, auch die Hundegegener davon zu überzeugen, dass die Tiere ein Geschenk an uns Menschen sind. So verbohrt und hartherzig kann kein Mensch sein, dass er nicht darüber nachdenkt. Vielleicht ja im stillen Kämmerlein!
Vielleicht haben sich aber einige Menschen so weit von der Nächstenliebe enfernt, dass sie nicht mehr wissen welch wunderbares Gefühl es ist,
Lebewesen helfen zu dürfen.
Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 27.12.2010 um 23:47 Uhr
Ja Ilse, es gibt so eiskalte Menschen. Und manche lehren sogar das Fach "Ethik".
Andrea Mey
9.445
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 28.12.2010 um 00:30 Uhr
Jemand, der selber keine Tiere mag, sollte sich nicht anmaßen, über die Arbeit anderer zu urteilen. Er wird es sowieso nicht verstehen.
Dr. Manfred Klein
1.382
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.12.2010 um 09:22 Uhr
Ich mag Tiere, allerdings keine Tierquälerei, der Übergang von Tierhaltung zur Tierquälerei ist indes fließend..., wie hier ja eindrucksvoll gezeigt wird...
Ilse Toth
32.874
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.12.2010 um 11:50 Uhr
Es ist die Aufgabe von Tierschützern, Tierquälereien entgegen zu treten.
Doch gegen die Hundertausendfachen Mißhandlungen und Tötungen von Hunden und Katzen in Süd- und Osteuropa sind Privatpersonen machtlos. Tierschützer kämpfen nicht nur gegen Mißhandlungen von Tieren sondern auch gegen die Uneinsichtigkeit vieler Menschen, die Tierschutz als unnötig abtun. Das kostet viel Kraft.
Wenn die EU nicht in der Lage ist einzugreifen, damit den Strassentieren zu einem würdigeren Dasein verholfen wird, dann kämpfen wir alle gegen Windmühlen.
Dann bleibt nur noch ein Druckmittel: meidet die Länder, in denen Tiere gequält werden, fahrt dorthin nicht in Urlaub, schreibt Protestbriefe an die Botschaften. Auch nichts tun ist Schuld!
Andrea Mey
9.445
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 29.12.2010 um 00:18 Uhr
Herr Dr. Klein, ich zitiere:
"Ich habe jahrelang Hundedunst erleiden müssen, das möchte ich icht mehr, mir würde es reichen, wenn es Hunde als Rettungs- und Blindenhunde gäbe, was zuviel ist, ist zuviel.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich kein großer Hundefreund bin."

Habe ich da etwas mißverstanden?
Wenn Tierhaltung in Tierquälerei übergeht, sollte man helfend eingreifen, denn die Tiere sind nun mal auf unsere Hilfe angewiesen, wegschauen ist hier nicht angebracht!
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 29.12.2010 um 14:47 Uhr
Nun ja, auf die Gefahr hin, dass ich nun gesteinigt werde, finde ich, dass Herr Dr.Klein gar nicht so ganz im Unrecht ist.
Es macht wirklich keinen Sinn, überall auf Teufel komm raus neue Hunde zu produzieren, sie dann wegzuwerfen, damit sie sich unaufhaltsam vermehren. Da reicht unsere Hilde, diese Tiere am Leben zu erhalten eben nicht aus. Soll nciht heissen, dass diese Hilfe falsch ist. Aber sie alleine reicht nicht aus. Daher plädiere ich ja für kontrollierte Zuchten (wenn überhaupt) und Kastrationen, Kastrationen,Kastrationen (siehe meinen vorherigen Beitrag über den sinnigen TS im Ausland).
Es sind definitiv ZU VIELE produzierte Tiere auf der Welt, das muss eingedämmt werden, um irgendwann einen für alle Wesen angenehmen Zustand zu erreichen.
Dr. Manfred Klein
1.382
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 29.12.2010 um 15:22 Uhr
Bravo Frau Burger, sie zeigen ein Walten von Vernunft. Angebot sollte Nachfrage bedienen und nicht nur ein Über-Angebot liefern, was keiner haben will...
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 29.12.2010 um 15:25 Uhr
Sie haben doch wohl nicht einen Moment an meiner Vernunft gezweifelt ?????
Dr. Manfred Klein
1.382
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 29.12.2010 um 21:28 Uhr
Mitnichten, der Mensch ist vernunftbegabt, auch wenn er sie nicht anwenden sollte. Ich meine ja nur, dass Selbstdenken jeder kann und es nicht weh tut....
Andrea Mey
9.445
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 29.12.2010 um 22:54 Uhr
Das unkontrollierte Züchten - ob Hunde oder Katzen - hat leider mit dem Tierschutzgedanken nichts mehr zu tun!
Solange jeder nach Belieben Tiere züchten darf, werden wir immer wieder vor dem Elend ungewollter Tiere stehen und die Tierschutzvereine müssen viel Geld und Liebe investieren, um den armen Tieren wieder Lebensqualität zu geben.
Neben der Kastrationspflicht sollte unbedingt die Registrierung von Hunden und Katzen gesetzlich verankert werden. Somit kann die Zahl der ausgesetzten Tiere verringert werden und langfristig gesehen wären die anfallenden Kosten der Tierschutzorganisationen niedriger.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Jenny Burger

von:  Jenny Burger

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