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Beinahe wäre ich Tierpfleger geworden

Buseck | Beinahe….

Ja beinahe wäre ich Tierpfleger geworden.
Aber wisst ihr welche Arbeit das ist?
Ausmisten, versorgen, Liebe vergeben, nicht nur von ihnen borgen.
Esel, Pferd, Ziege und Schaf, Hund, Katze, das Meerschweinchen, der Vogel, Kaninchen, Hase, Papagei. Ja selbst Fische brauchen Futter, Pflege des Wassers und Aufmerksamkeit.

Schon in den Kinderstiefelchen habe ich mir gewünscht etwas mit Tieren zu tun zu haben.
Wir hatten Katzen bei meinen Eltern, die fröhlich auf dem Hof herum sprangen, später einen Hund, den wir Bütze nannten.
Bei ihm erlebte ich eine erste Geburt mit und war wie fasziniert mit welcher Selbstverständlichkeit es von der Mutter gehandhabt und versorgt wurde.

Doch auch wenn man nur Kleintiere hat, auch Hunde und Katzen machen Arbeit.
Hunde müssen Auslauf haben, ausgeführt werden, das nasse Fell gebürstet und einen Urlaub davon gibt es nur auf Raten und stundenweise.
Ein Hund erfordert Aufmerksamkeit.
Er braucht Liebe, Fürsorge und Pflege, emotionale und physische.
24 Stunden am Tag, auch dann, wenn man mal keine Lust dazu hat.
Ein Kind ist von diesen täglichen Aufgaben oft überfordert, kann nicht einschätzen wie viel Zeit es braucht, wenn man sich mit einem Tier umgibt.
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Es wird krank, vielleicht alt, kann Unfälle erleiden, muss zum Tierarzt.
Da kann man nicht sagen „ ach nein, heute kann ich nicht, hab keine Zeit oder Lust.“
Hundekacke zu entsorgen macht keinen Spaß, stinkt, muss aber sein, man kann sein Tier nicht im eigenen Dreck herumlaufen lassen, es bekommt Würmer davon, wird krank.
Bei Katzen kann man darauf vertrauen, dass sie ihr Katzenklo benutzen oder wenn sie Freilauf haben – in die nächste Wiese laufen.
Doch auch sie haben berechtigte Ansprüche auf
Aufmerksamkeit
Liebe
Streicheleinheiten
Fürsorge
und Pflege.
Eine Maincoon zum Beispiel mit ihrem dichten langen Fell muss täglich gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt, sich keine Knoten bilden.
Wenn, müssen sie herausgeschnitten werden.
Tiere sind zarte Wesen, die wie wir Menschen – gleichermaßen Schmerz, Einsamkeit, Zuneigung, Wut und Verlassenheit empfinden.
Egal welches Tier, welche Rasse, alle fühlen,
nicht so wie wir – sondern auf ihre Art, doch Gefühl bleibt Gefühl und Empfindung.
Warum vergessen das so viele Menschen, wo sie doch selbst wissen sollten, wie sich ein Gefühl anfühlt.?

ja - beinahe wäre ich Tierpfleger geworden, doch das Schicksal oder jemand anders hat das verhindert, so hat es nur zum Tierschützer gereicht und ich bin Arzthelferin geworden - auch da kann man viel Gutes tun, doch die Tierpflege ist mir zu einer Herzensaufgabe geworden und wird es immer sein.

© Angelface

Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.09.2010 um 20:45 Uhr
Liebe Angelika, ein wunderschöner Bericht. Wenn doch nur alle Menschen so denken würden, dann könnten die Tierheime geschlossen werden. Es ist doch eigentlich so einfach, liebevoll zu Tieren zu sein. Und wenn man sie nicht mag, dann kann man sie doch in Ruhe lassen.
Solange es Menschen gibt, werden Tiere gegessen. Sollte es nicht selbstverständlich sein, sie anständig und artgerecht zu halten und schmerzlos zu töten? Muss man ihnen von der künstlichen Befruchtung bis zur Schlachtung jegliche Bedürfnisse nehmen?
Hat das die Bibel gemeint mit: mach Dir die Erde untertan?
Müssen Menschen solche Unmengen von Fleisch essen, oder müssen wir lernen, maßvoll zu leben. Fleisch ist nicht ein Stück Lebenskraft, sondern auch verantwortlich für viele sog. Zivilisationskrankheiten.
Angelika Petri
1.732
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 17.09.2010 um 09:06 Uhr
Liebe Ilse
ja - es ist einfach, aber das Einfache liegt uns oftmals fern, die Menschen scheinen das Komplizierte zu suchen, immer auf der Jagd nach Erfolg und Anerkennung zu sein, das beschäftigt sie anschnend so sehr, dass sie das Einfache, die Dankbarkeit anderen Geschöpfen gegenüber - vergessen.
Gleichgültigkeit und das Abgestumpft sein hat in unsere Welt miteinander - Einzug gehalten und so bleibt die Spezies Mensch und Tier allein und nicht mehr zu zwein.
Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.09.2010 um 10:32 Uhr
Im Kampf um das Wohl der Tiere macht man sich viele Feinde. Aber aus mir ist der Kampfgeist auch nach fast 35 Jahren aktiven Tierschutz noch nicht verschwunden. Kleine Erfolge ermuntern mich immer wieder. Fast alle Kinder haben Bezug zu den Tieren und den Wunsch, diese zu schützen. Erst im späteren Leben kommt oft die Gleichgültigkeit. Andere Werte und Egoismus überdecken oder verdrängen die Verantwortung gegenüber Tieren und Natur und leider auch gegenüber den Mitmenschen. Aber man darf niemals den Mut verlieren das Gespräch zu suchen und aufzuklären. Ich glaube fest an das Gute im Menschen, man muss nur immer wieder versuchen, es zu wecken.
Angelika Petri
1.732
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 17.09.2010 um 10:54 Uhr
Das ist gut, - nie aufgeben ist auch meine Devise - selbst wenn man manchmal etwas gefrustet ist, nicht alles gelingt, so lohnt es doch, die kleinen Erfolge mit anzusehen, man freut sich, es entsteht Glücksgefühl, wenn ein Tier überlebt, eines gut vermittelt wird, andere eine gute Heimat finden - ....oder die alte - verlorene wiedersehen,
überall um uns herum gibt es von Zeit zu Zeit kleine Wunder, man muss sie nur entdecken und etwas positiv sehen...so denke ich auch...
liebe Morgengrüße liebe Ilse
Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.09.2010 um 11:15 Uhr
Hallo Angelika, nur die Menschen, die sich einer sozialen Aufgabe widmen kennen das Glücksgefühl, in kleinen Schrittchen Erfolge zu erzielen.
Angelika Petri
1.732
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 17.09.2010 um 13:26 Uhr
da hätt ich gleich noch eine neue kleine Geschichte die dazu passt, ich stelle sie gleich ein, aber mir kocht die Galle eben über...und manchmal frage ich; das darf doch alles nicht sein"!
Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.09.2010 um 14:20 Uhr
Was ist passiert?
Angelika Petri
1.732
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 17.09.2010 um 14:50 Uhr
Bericht ist aktuell drin und du hast ihn lieb auch schon kommentiert, ich danke dir herzlich dafür...
so sieht für mich Tierschutz aus - informieren, denken, handeln - sich gegenseitig austauschen, helfen wo man kann...
nicht nur tatenlos zusehen,
herzlichst Angel
Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.09.2010 um 14:58 Uhr
Das ist richtig.
Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 19.09.2010 um 22:47 Uhr
Tja Angelika, beinahe wäre ich auch Tierpfleger geworden. Ich hatte damals meinen Lehrvertrag schon in der Tasche. Und meine Eltern sagten nein, ich sollte was vernünftiges lernen. Und als mich das Leben mit der Ilse in Verbindung gebracht hatte, merkte ich, das es auch noch andere Wege gibt, Tieren zu helfen. Vielleicht eine späte Entlohnung. Aber Egal was ich jetzt beruflich mache und noch machen werde, mein Herz wird immer den Tieren gehören.
Ilse Toth
32.929
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.09.2010 um 23:17 Uhr
Hallo Jörg, das hast Du schön gesagt! Irgendwie treffen sich Tierfreunde! Ich freue mich schon riesig auf die Mittelhessenschau und unsere gemeinsamen Aktivitäten. Angelika, das wird Dir bestimmt auch Freude machen!
Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 19.09.2010 um 23:21 Uhr
Oh ja, ich freue mich auch schon riesig auf die Mittelhessenschau. Die Werbetrommel wird schon gerührt. Es gibt einige Menschen die dich kennenlernen wollen. Und der Angelika wird es sicher auch eine Menge Freude bereiten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Angelika Petri

von:  Angelika Petri

offline
Interessensgebiet: Mücke
Angelika Petri
1.732
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