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Wieviel Wert hat ein Schaf?

Buseck | Schmerzhafte Erkenntnis

Und wieder plärrt jämmerlich ein Schaf: “Määäh, mähhh, mähh,“ es droht sich im Zaun zu erhängen. Zum dritten Mal in dieser Woche werde ich angerufen es mitzubefreien.
Ich setze mich ins Auto und fahre – bewaffnet mit Zange und Eisenschere – auf eine Weide, die verlassen am Rande des Dorfes liegt. Ein junges Lämmchen hat sich im Stacheldrahtzaun verhangen. Die Mutter steht hilflos daneben und blökt.
Zerborstene verwitternde Holzzäune mit offenem Stacheldraht umwickelt, Stacheldraht inmitten der Wiese, karge Flächen, abgegrast, oft haben die Tiere kein Wasser, keine Unterstellmöglichkeiten und versuchen durch die Zäune mit dem Kopf an das frische junge Grün außerhalb der Zäune zu gelangen, dabei verfangen sie sich und bleiben stecken.
Beim zurückziehen der Köpfe verwurschteln sie sich dermaßen, dass sich der Draht allmählich immer enger um den Hals zuzieht und oft genug geschieht dann das Unheil. Sie strangulieren sich selbst und ersticken jämmerlich. Stünden diese Zäune auch noch unter Strom, was man auch oft genug feststellen kann, kann man sich vorstellen wie langsam und elend dann so ein Tier verendet.
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Warum greift da der Tierschutz nicht ein und unternimmt etwas indem er eine Auflage erteilt dass die Weiden erkennbar einem Besitzer zugeordnet werden können, auch dann, wenn sie nur gepachtet sind?
An jedem Zigarettenautomat an der Straße steht eine Nummer die man bei Störungen anrufen kann. An jedem Telefonhäuschen und an jedem Tankautomat für Benzin ebenfalls. Muss nicht sogar an jedem Laden eine Nummer stehen wem er gehört, oder von wem er betrieben wird?
In der Zeitung stehen die Notrufnummern für: Apotheke, Feuerwehr und Polizei, ebenfalls wer als Arzt und Zahnarzt zum Not und Wochenenddienst eingeteilt ist, doch an den eingezäunten Weiden der Tiere, egal ob Schafe, Pferde oder Kühe dort weiden steht nie etwas, sodass keiner der vorbeigeht weiß, wem diese Tiere gehören und an wen man sich wenden kann.
Die Besitzer wohnen meist Kilometer weit entfernt, kommen manchmal tagelang nicht vorbei.
Wie oft schon haben meine Freundin und ich schon Tiere aus misslicher Notlage befreit, und vergeblich gefragt wem gehören sie, wen kann man anrufen um die Besitzer zu informieren, damit diese selbst eingreifen können.
Doch anscheinend ist ein Tier nur eine Sache, die tot genauso viel einbringt als ob sie leben würde und damit lebend nichts wert ist.
Sollte man daran nichts verändern können?

© Angelface

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Kommentare zum Beitrag

Angelika Petri
1.780
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 18.11.2011 um 13:44 Uhr
lieber Manfred, herzlichen Dank für den sehr willkommenen Kommentar. Ja, irgendwie mutet es schon seltsam an, wenn auf solch Beiträge keinerlei Kommentar oder Resonanz erscheint, obwohl sie doch offensichtlich von vielen Mitschreibern gelesen werden. Sollte das einen nachdenklich machen? Ich finde ja.
Wertebewusstsein, ein schönes Wort das immer hohler wird,
auch bei meinen vergeblichen Versuchen andere darauf aufmerksam zu machen was z.B. in Dörfern geschieht, passiert eher als Reaktion Unwillen, wird als Störung empfunden, oder wenn eine kommt dann Vertröstung/Beschwichtigung, der Hinweis Tiere wüßten sich selbst zu helfen oder schließlich wären sie ein Teil der Natur.
Doch die Natur wird eher zerstört als dass ihr geholfen wird sich gesund zu erhalten.
z.B.
Mein Katerfindling der seit einem Jahr herrenlos ist, den ich seit einem Jahr versorge hat bis heute weder Unterschlupf noch eine (regelmäßige )Versorgung von anderer Hand gefunden, ihn versuche ich über den 2. Winter zu bringen, diesmal direkt an der Straße und wenn langjährige Bewohner, auch der einstige Besitzer an diesem hilflosen Elend sorglos vorbeigehen und fahren, es sehen, kümmert sich keiner darum, ganz im Gegenteil er wurde als "der kann sich schon selber helfen" im Stich gelassen.
Eine schmerzhafte Geschichte, die ich letztes Jahr schon hier eingestellt hatte .
Wir versuchen uns eben selbst zu helfen.
Der Kater und ich, der mir nicht gehört.
Angelika Petri
1.780
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 18.11.2011 um 14:22 Uhr
" - latscht weiter als Blinder unsensibel durch die Welt" - das trifft es lieber Manfred, mitten rein...in das was ich oft fühle ,
es gibt Menschen wie Ilse und auch andere hier, die ebensoviel oder noch viel mehr tun, doch wünscht man sich natürlich vor Ort auch ein gewisses Bewusstsein, und ein offenes Auge, ein offenes Herz für Bedürftige, ganz gleich ob es um Mensch oder Tier geht,
doch unsere Welt ist um so viel kälter und unpersönlicher geworden, dass viele nur noch sich selbst sehen.
Mir ist schon klar, dass man seine "Erwartungen" nie zu hoch schrauben sollte, wer wartet, wartet umsonst und vergißt eigenes Handeln könnte man ja auch dazu sagen...also erwarte ich auch nichts, nicht wirklich, ...
lieben Gruß an dich...Angel
Angelika Petri
1.780
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 18.11.2011 um 19:16 Uhr
und was tun wir mit dieser Erkenntnis? resignieren...?

ich weigere mich aufzugeben und solches zu akzeptieren...
deshalb schreibe ich ( unter anderem )...dagegen an
Angelika Petri
1.780
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 19.11.2011 um 09:14 Uhr
tja...damit hast du wohl recht lieber Manfred, bin z,Zt. etwas im Katerstress;
was mir im Kopf herumschwebt ist der Wunsch für ihn eine ältere Dame, einen älteren alleinstehenden Herrn oder ein Ehepaar zu finden, wo er unterkommen kann, einen findet der ihn annimmt und wo er ein freilebender Kater mit Unterschlupf und Fressversorgung sein kann,...doch es ist schwer so jemanden zu finden...
meine 3 nehmen ihn leider nicht an. Da gibt es Mord und Totschlag und das möchte ich ihm (und auch meinen ) nicht zumuten, wir haben es ausprobiert.
liebe Grüße Angel
er muss eben alleine gehalten werden.
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von:  Angelika Petri

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Angelika Petri
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