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Deutshe Geschichte in der ältesten deutschen Kolonie in Namibia er"fahren"

Buseck | Lange nichts von den Hinterländer Mountainbiker gehört, wird der ein oder andere denken, aber gut Ding braucht Weile, besonders in Krisenzeiten.
Geschichte er” fahren” heißt jetzt schon seit achtzehn Jahren unsere Devise und das mittlerweile global. In mühevoller Kleinarbeit erstellen wir mit wissenschaftlicher Unterstützung Wegebeschreibungen in Wort und Bild, wie z.B. von der Brabanter Straße, Landgraf Philipps Heimritt und „Auf Hannibals Spuren über die Alpen“. Auf Bonifatius Spuren durch Südengland folgte Peking und die chinesischen Mauer. Unser letztes Projekt führte uns auf deutsch- hessischen Spuren nach Südbrasilien.
In 2009 war dann nach dem Südamerikaabenteuer zunächst finanzielle und schöpferische Erholung angesagt.
Aber schon im Oktober machten sich die Redaktion und ein Fotograf der führenden Fahrradzeitschrift bike auf den Weg von München in das weit entfernte Hinterland, um ein mehrseitiges Portrait über die Hinterländer Mountainbiker zu produzieren (Erscheinungsdatum voraussichtlich im März in der Aprilausgabe) und auch dem aktuellen Heimatjahrbuch des Kreises Marburg Biedenkopf waren wir einige bebilderte Seiten wert.
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Aber jetzt geht’s wieder los und möglich wird das Unternehmen erst durch die Unterstützung vieler Materialsponsoren und hier sind vor allem der Deutsche Bremsen -und Federgabelhersteller Magura, die Rahmenschmiede Votec (made im Siegerland) und die Fa. Rohloff aus dem Fuldatal, die den richtigen Antrieb mit innovativer hessischer Nabentechnologie gewährleistet, zu nennen. Licht in das Dunkel der Geschichte bringt der Mercedes unter den Fahrradlampenherstellern, die Fa. Lupine aus Neumarkt, denn nicht selten enden unsere Tagesetappen und Trainigsfahrten in der Dunkelheit. Für Traktion und Pannenschutz sorgt seit über einem Jahrzehnt die Fa. Schwalbe.
Finanziell greifen u.a. zwei Mäzenen (Bundesverdienstkreuzträger Reinhard Balzer aus Marburg und der Geschäftsführer der Warenhauskette Das Depot Hans Dieter Christ aus Burbach) unter die Waden.
Und so ist es uns möglich im Spätsommer, begleitet vom deutschen Hörfunk und Fernsehen, Geschichte in Namibia zu er“fahren“. Alleine in der Etocha-Pfanne (ein auf deutsche Initiative entstandenes Naturschutzgebiet) leben 1500 Elefanten und 300 Löwen. Namib heißt die älteste Wüste der Welt im Nordwesten des Landes. Aber nicht nur diese Wildnis hat es uns angetan. Nein, wie immer sind wir auf den Spuren deutscher-hessischer und hoffentlich auch Hinterländer Geschichte unterwegs.
Besonders die Spuren der ältesten deutschen Kolonie Deutsch- Südwestafrika, auch kritisch betrachtend, wird einen wesentlichen Teil unseres navigationsgeführten Abenteuers ausmachen.
Aktuell starten wir, neben unseren routinemäßigen Recherchen, sowohl in Namibia, wie auch in Deutschland Aufrufe (wie Diesen) in der Presse, um so auf weitere Spuren deutscher und hoffentlich auch hessischer Auswanderer und deren Geschichte zu gelangen. Danach werden wir unsere endgültige Route und Terminplanung festlegen.
Begonnen hatte die gemeinsame Historie, als 1486 der Portugiese Diogo Cao als erster Europäer namibischen Boden betrat. Als Navigator führte Ihn ein schon zu damaligen Zeiten berühmter Deutscher: Der Nürnberger Kartograf Martin Behaim, der zwischen 1490 und 1493 einen Globus (Behaimschen Erdapfel) konstruierte, der heute als der älteste der Welt gilt.
Das Seebad Swakobmund mit deutschen Straßennamen, der schon 1902 gegründete Männergesangverein, die Gedenktafel aller im Aufstand 1904 gefallenen Deutschen in der Christuskirche in Windhoek, Afrikanische Naturheilkunde von einem deutschen Apotheker praktiziert, ein Ossiklub oder die älteste deutsche Zeitung im Ausland der Welt, sind nur einige Beispiele und Resultate der gemeinsamen Geschichte beider Länder. Unser Anspruch ist es aber neben der sportlichen Herausforderung viel tiefer in die Länderverbindende Historie vorzustoßen.
Deshalb richten wir folgende Fragen an interessierte Leser:
Wer kann uns Informationen (oder kennt Nachfahren hoffentlich hessischer Abstammung) zu den nachfolgenden Personen, Institutionen und Firmen geben und unsere Fragen beantworten?
Hatte die ehemalige Farm „Marburg“ im Distrikt Otjiwarongo möglicherweise eine Beziehung zu Marburg an der Lahn?
Johann Jacob Irle. Wer weiß etwas über den 1843 geborenen und im 19. Jahrhundert nach Deutsch-Südwest ausgewanderten HINTERLÄNDER Missionar ?

Gibt es noch Nachfahren der in Süd-West tätigen Mitarbeiter der Kolonialschule Witzenhausen?
Reinhard Heinrich Adalbert Schneider geb. 1885 in Hessen, erwarb nach dem 1. Weltkrieg ein ausgedehntes Farmgebiet am Fuße des Waterberges und bewirtschaftete es erfolgreich. Er gründete 1909 den „Waterberg Farmverein. Die Firma heute: Fa. Heinrich R. Schneider - Waterberg.
Willi Giess geb. in Frankfurt Main kam als Farmvolontär nach SWA, Kurator und Gründer des SWA Herbarium, wurde als Sachkenner weltbekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen.
Dr. Hans Joachim Rust geb. 1900 in Berlin studierte Bergbau unter anderem in Marburg, wurde für seine Völkerverbindende Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Ferdinand Stich, „Der große alte Mann des SWA Buchhandels“, kam 1911 von Frankfurt als Angestellter der Woermann-Linie nach Swakopmund, wurde Buchhändler und eröffnete die erste Buchhandlung Swakopmunds, er trug in über 50 Jahren die weltbekannte Africana- Sammlung zusammen.
Margarete Ehrenberg aus dem Rheinland, baute mit 10 Büchern aus der „Deutschen Zeit“ eine Bibliothek auf, daraus entstand die heute so wertvolle „Bibliothek der Gesellschaft für wissenschaftliche Entwicklung“ in der Sam Cohen Bibliothek.
Wer weiß etwas über Nachfahren hessischer Mitarbeiter der Wasserbaufirma Holzmann aus Frankfurt (u.a. woher stammten Herr Alexander Kuhn und Herr Scutari)
Wer kennt die Auswanderer (19. Jahrhundert) Hasenclever, den Bierbrauer Jauch der ersten Brauerei Bavaria in Swakopmund und Leo Metzler und woher stammen Diese?
Gespannt erwarten Ihre Nachricht, die Sie bitte an: Harald Becker, Schelde-Lahnstraße 236, D- 35719 Angelburg- Gönnern, Tel.:+496464/911973 oder per eMail: drbike@online.de richten
Wie immer werden wir in der Presse in Tagebuchform mit vielen Bildern, einem oder mehreren Hörfunk und Fernsehbeiträgen, sowie einer Broschüre mit DVD von unserem Abenteuer berichten.
Mehr über uns erfahren Sie übrigens unter: www.himobiker.de

 
 

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von:  Jörg Theimer

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Jörg Theimer
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