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Im offenen Doppeldecker nach Berlin

von Peter Wagneram 03.10.20082681 mal gelesen5 Kommentare
Buseck | „OK
die Doppeldeckerformation frei zum Einflug über Whiskey1“ schallt es
über die Ohrmuscheln der Kopfhörer und in enger Formation fliegen 9
Doppeldecker in den südlichen Luftraum von Berlin ein. Ziel
Verkehrsflughafen Berlin Tempelhof
Vom 27-29.09.08 trafen sich insgesamt 15 Eigenbaudoppeldecker vom Typ
„Kiebitz“ in Berlin Tempelhof. Darunter auch einige Maschinen aus
Mittelhessen.
Bei strahlendem Sonnenschein begann der Flug nach Auflösung von
Frühnebel auf dem kleinen Landeplatz Gießen Reiskirchen. Mit von der
Partie: Werner Bigdun aus Laubach, Edwin Bernhard aus Grünberg, Harald
Koch aus Butzbach.,Armin Puchner aus Gelnhausen, Peter Wagner aus Buseck, Jochen Jung aus
Breitscheid. Das Besondere daran, alle fliegen Ultraleichtflugzeuge,
die zum Großteil auch noch selbst gebaut sind. Mit einer gemütlichen
Fluggeschwindigkeit von ca. 120 km/h ging es dann über die
Mittelgebirge nach Bad Frankenhausen am Kyffhäuser. Dort traf man sich
mit weiteren Fliegerkameraden, die ebenfalls mit ihren Doppeldeckern
nach Berlin flogen.
Nach dem Auftanken der Flugzeuge ging es weiter über die Elbe bei
Dessau in Richtung Berlin. Anflug und Landung im Formationsflug auf
Mehr über...
FLIEGEN DOPPELDECKER BERLIN (1)
diesen, mitten in der Stadt gelegenen Flughafen sind ein besonderes
Erlebnis. Die Piloten wurden persönlich sehr herzlich vom Chef des
Flughafens Elmar Kleinert empfangen. Nachdem die Doppeldecker in den
riesigen Hallen des Flughafens verstaut waren, ging man zum gemütlichen
Teil bei „Witwe Bolte“ einer urigen Kneipe in Berlin über. Am nächsten
Tag wurde die Gruppe von Lars Urban einem Mitarbeiter des
Technikmuseums Berlin in die Geheimnisse und Überbleibsel der frühen
Luftfahrt in Berlin eingeweiht, was mit langen Fußmärschen und
Kletterübungen über Bauzäune verbunden war. So wurde unter anderem der
erste Deutsche Flughafen in Berlin „Johannisthal“, der mittlerweile
fast zerfallen ist, erkundet.
Am nächsten Morgen wurde dann der Rückflug angetreten, wobei auch hier
wieder in geschlossener Formation gemeinsam gestartet wurde.
Mit Zwischenstopp in Loktow und Eisenach landeten alle wohlbehalten
nach insgesamt 800 km Flug wieder in Reiskirchen. Für die Piloten ein
wohl nicht wiederholbares Erlebnis, da Tempelhof Ende Oktober für den
Luftverkehr geschlossen wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieser
Flughafen, der als Vorbild aller modernen Flughäfen gilt und durch den
es möglich war eine ganze Stadt aus der Luft zu versorgen, nicht dem
Verfall preisgegeben wird.

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von:  Peter Wagner

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Peter Wagner
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