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Mittelalterliche Burgen, Schlösser und Ruinen im Kreis Gießen, Folge 15: Schloss Großen-Buseck

Buseck | Das Busecker Tal war über viele Jahrhunderte ein nahezu eigenständiges Herrschaftsgebiet unter den Ganerben von Trohe und von Buseck. Die Ortschaften Großen- und Altenbuseck, Rödgen, Oppenrod, Burkhardsfelden, Bersrod, Albach, Beuern, Reiskirchen, und zeitweise auch Trohe und zahlreiche verschollene Orte gehörten zu diesem Herrschaftsgebiet.
Ungefähr im Jahr 800 werden bereits landwirtschaftliche Anwesen im Besitz der Klöster Fulda und Hersfeld genannt, die "Buocheswiccum" und "Bucheseichehe" hießen und auf den heutigen Ortsnamen Buseck hinweisen. Dieser wurde erstmals in der Mitte des 12. Jahrhunderts in einer Urkunde als Beiname von Adligen genannt. Zudem werden zwischen 1148 und 1152 Güter und Höfe in Buseck genannt. Im 13. Jahrhundert soll das alte Gericht Buseck ein Reichlehen gewesen und an die Herren von Buseck und Trohe gegeben worden sein. Die nördliche Burg bestand wohl schon im Jahr 1233 und war später hessischen Lehen aus dem Erbe der Grafen von Tübingen-Gleiberg. Urkundlich wurde die südwestlich des Ortskerns gelegene Burg 1355 und 1466 als "Perch" erwähnt und nach mehrfachem Besitzerwechsel kam sie an die Herren von Nordeck zur Rabenau. Diese bauten auf den Grundmauern der quadratischen Anlage 1860 einen kleinen Schlossbau im neugotischen Stil. Die südliche Burg wurde vor dem Jahr 1400 von Gernand von Buseck erbaut, vielleicht sogar an der Stelle einer älteren Anlage. Das Gelände gehörte zu der Zeit dem Kloster von Arnsburg. Was jedoch mit der Burg passiert war, ob sie zerstört oder verfiel ist soweit nicht bekannt. Die Reste sind 1772 abgebrochen worden.
Heute deuten nur noch schwache Senken in den "Burgwiesen" auf die ehemaligen Gräben der völlig verschwundenen Burg. Trockengelegte Gräben sind noch gut zu erkennen und tonnengewölbte Keller sind die einzigen erhaltenen Teile.

 
 
 
 
 
 
 

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