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Fridays for Future und Klimastreik in Gießen am 20.09.2019

Buseck | Am 20. September 2019 gingen weltweit Millionen Menschen für wirksame und umfassende Klimaschutzmaßnahmen auf die Straße. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Fridays for Future-Bewegung streikten; auch viele andere Menschen schlossen sich den Protesten an. Neben Kirchen und Gewerkschaften riefen viele Umwelt- und Naturschutzorganisationen dazu auf, die Demonstrationen zu unterstützen. Selbst Behörden und Firmen gaben ihren Beschäftigten im Rahmen großzügiger Arbeitszeitregelungen die Gelegenheit teilzunehmen bzw. schlossen den Betrieb ganz.

Deutschlandweit demonstrierten rund 1,4 Millionen Menschen, in Gießen waren es - je nachdem, wen man fragte - zwischen 1.000 und 3.500 (die tatsächliche Zahl liegt wohl in der Mitte).

Zu Beginn gab es einen Sternmarsch der Schülerinnen und Schüler zum Kirchenplatz, wo ab 11 Uhr eine Kundgebung stattfand. Zahlreiche fantasievoll gestaltete Plakate waren zu sehen. Fridays for Future Gießen organisierte nicht nur die heutige Demonstration in Gießen, sondern stellte auch ein Programm an wissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionen zum Klimawandel in der folgenden Klimawoche vor (s. separater Beitrag). Einzelheiten unter

Mehr über...
https://fffgiessen.de/

Die Reden und Vorträge gibt es demnächst auf dem YouTube-Kanal FFF Gießen:

https://www.youtube.com/channel/UCc-8UMp3H2qumXMzKxO2irA/videos


Für Gießen hat die Initiative 2035Null erreicht, dass ihrem von mehr als 1.700 Gießenern unterstützten Antrag, in Gießen bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen, bereits im Bauausschuss mit breiter Mehrheit zugestimmt wurde. Die Chancen stehen also gut, auch in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit zu bekommen. Näheres siehe

http://2035null.de/

Nach der Kundgebung am Stadtkirchenturm zog die Menge über die Walltorstraße und den Anlagenring zum Berliner Platz, wo sich die Fridays for Future - Demonstration gegen 13 Uhr auflöste. Angekündigt wurde, dass am Berliner Platz während der ganzen Klimawoche ein Camp bestehen bleibt, das gerne besucht werden darf.

Ein Teil der verbliebenen DemonstrantInnen nahm anschließend einen Teil der Kreuzung vor dem Rathaus in Beschlag, so dass der Verkehr auch weiterhin nicht ungehindert fließen konnte. Die Polizei leitete den Verkehr um und zumindest Linienbusse wurden durchgelassen. Nach einer Weile zerstreute sich aber auch diese Gruppe bis auf eine Handvoll Personen, die erst kurz nach 15 Uhr die Straße wieder komplett freigab. Ein Lob an die ordnenden Polizistinnen und Polizisten, die es schafften, die Situation zu deeskalieren!

Die Gruppe von der Ostschule auf der Licher Straße
Keine Chance, sich "durchzumogeln"...
In der Ludwigstraße...
... wartet die Abordnung der Liebigschule...
... und reiht sich ein.
Ziel ist der Kirchenplatz
Musikalische Unterstützung
Info-Stand der Stadt Gießen
Die Gruppe von Herderschule und LLG trifft ein.


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Wasserfall in Hamburg

Kommentare zum Beitrag

756
D. Theiß aus Lich schrieb am 21.09.2019 um 21:35 Uhr
Wenn jemand die Kreuzung besetzt und ich muss dringend zum Arzt, dann nehme ich mir die Freiheit und fahre Notfalls über die Füße.
Wenn Umwelt Aktivisten und Berufsdemonstranten meinen sie hätten das Recht für sich gepachtet und die Polizei nimmt sogar noch Abstand davon das Pack zu entfernen, so werde ich für mich das Recht in Anspruch nehmen über die besetzte Kreuzung zu fahren. Wohl bemerkt wenn die Demo wie in diesem geschilderten Fall beendet ist.
Nicole Freeman
10.320
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.09.2019 um 09:32 Uhr
wenn sie in so einem notfall sein sollten, dass sie über füße fahren müssen, sollten sie sich einnen rettungswagen rufen!
Das demonstrationsrecht ist zum glück in unserer verfassung festgelegt. Alle Deutschen haben das grundsätzliche Recht, sich "ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln" (Art. 8 GG).
Elke Jandrasits
1.208
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 22.09.2019 um 10:31 Uhr
Herr Theiß, Sie würden wohl bei solcher Auslegung Ihrer "persönlichen Freiheit" auch nicht schneller zu Ihrem Arzttermin kommen, denn die Polizei würde sicherlich erstmal Ihre Personalien feststellen und Papiere prüfen wollen und Sie dann fragen, ob Sie als dringender Fall für den Arzt überhaupt noch in der Lage sind, ein Kraftfahrzeug zu führen, von der Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung mal abgesehen.

Darüber hinaus wäre anschließend die Kreuzung zur Feststellung des Tathergangs noch länger gesperrt. Ich hoffe mal, die hinter Ihnen im Stau Stehenden bringen dann die Geduld auf, die Ihnen zu fehlen scheint.

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie einen dringenden Arzttermin haben und stehen im ganz normalen Freitagnachmittagstau wegen Berufsverkehr oder Unfall?
Diese ganz alltäglichen Ursachen dafür, dass man Termine verpasst, könnten durch eine von den Demonstrierenden geforderte Verkehrswende vermieden werden. Dann könnten Sie im Idealfall aufs Auto verzichten und bequem und kostenlos mit den zahlreich verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Und wenn die Benutzung des Autos doch mal nötig sein sollte, wären die Straßen frei.

Im Übrigen finde ich es schade, dass Sie sich mit Ihrem Kommentar einzig auf den letzten Absatz des Berichts beziehen und mit keinem Wort auf den Klimastreik und mögliche Maßnahmen zum Klimaschutz eingehen, was an diesem Tag weltweit das Topthema in den Nachrichten war.
Michael Beltz
7.583
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.09.2019 um 11:19 Uhr
Herr Theiß, wer und wo sind die Berufsdemonstranten? Wenn schon die Polizei nicht in der Lage ist, das "Pack zu entfernen, wer dann?
Nazis werden sich mit Ihnen verbünden. Oder gibt es da schon enge Zusammenarbeit?
756
D. Theiß aus Lich schrieb am 22.09.2019 um 18:20 Uhr
Herr Beltz merken sie noch etwas?
Es muss nicht jeder ein Kommunist um seine Meinung zu äußern.
Stefan Walther
4.558
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.09.2019 um 23:21 Uhr
Herr Theiß, jetzt gehen aber mit Ihnen die Gäule durch. Also, die engagierten Demonstranten bezeichnen Sie als "Pack" das entfernt werden muss? Und kein Wort zum Inhalt für was diese Aktivisten sich einsetzen? Berufsdemonstranten? = klasse, 2.000 bis 3.000 geschätzte Menschen, die vom demonstrieren in Gießen leben können, wo kann man sich für diesen Job bewerben?

Was den Beitrag betrifft? = viele gute Bilder die die Stimmung gut rüberbringen. Inhaltlich - "was muss gegen die drohende Umwelt- und Klimakatastrophe getan werden, wer sind die Hauptverursacher ( etwa die Verbraucher??? ) usw." - kommt leider nicht viel rüber.
14
Jonas Seiler aus Staufenberg schrieb am 23.09.2019 um 00:36 Uhr
In einem Versuch der Entgleisung durch Herr Theiß entgegen zu wirken und vielleicht doch noch eine interessante Diskussion zu starten:

Die Initative 2035Null sieht ja erstmal sehr interessant aus.
Das Ziel, Gießen Klimaneutral (ich nehme an das bedeutet gleich viel Aufnahme und Ausstoß von CO2) zu bekommen, ist an sich gut, aber bis 2035 ist es vielleicht etwas spät gesteckt.

Wenn es möglich ist das Ziel früher zu erreichen oder sogar zu übererfüllen, also mehr CO2 wieder aus der Luft zu bekommen als ausgestoßen wird, dann muss das zum neuen Ziel werden. Und technisch möglich ist das alle Mal! Die "finanzierung" dafür müssen ja wohl eigentlich die (milliardenschweren) Konzernbosse übernehmen, die für die ganzen Umweltverbrechen verantwortlich sind wegen denen die Klimakatastrophe droht.
Und die Regierungen und Politiker die das ermöglicht und zugelassen haben müssen allesamt zurücktreten!

Und was die individuellen Konsumentscheidungen betrifft; klar müssen die sich insgesamt stark verändern, das muss aber auch wirklich allen so leicht gemacht werden wie möglich und es muss auch für alle klar werden warum das auf kurz oder lang notwendig ist. Nötig ist also sinnvolles Wirtschaften zum Wohl der Bevölkerung und Bildung und Aufklärung über die Sachzusammenhänge und Begeisterung bei der Umsetzung.
So ist auch das durchaus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Stefan Walther
4.558
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.09.2019 um 08:45 Uhr
Du hast natürlich Recht Jonas, man sollte sich auf die inhaltliche Diskussion konzentrieren und nicht solche oberflächlichen und inhaltslosen Äußerungen in den Mittelpunkt stellen. Es wurde darauf angemessen reagiert, damit sollte es auch gut sein!?

Zur Initiative 2035Null von Lebenswertes Gießen: nun, es ist erstmal richtig auch auf kommunaler Ebene die drohende Klimakatastrophe ( nicht "Klimawandel", das verharmlost die Sache ) zu problematisieren und Schritte einzuleiten... aber man darf dabei nicht wieder die eigentlichen Verursacher der Umweltzerstörung aus dem Blick verlieren und den Leuten vorgaukeln damit könnte die Umwelt und das Klima gerettet werden, genauso wenig wie dies mit den völlig unzureichenden Zielen des Pariser Abkommens geschehen kann.
Und schaut man sich die Internetseite von Lebenswertes Gießen an, dann findet man nicht viel konkretes zum Thema, so genau wissen sie anscheinend selbst nicht wie sie ihr selbstgestecktes Ziel erreichen sollen ( können ). Zitat vom Vereinsvorsitzenden Hiestermann. "Wir sind der Überzeugung, dass das Ziel 2035 zu erreichen ist, maßen uns allerdings nicht an, zu wissen, welcher Weg dafür der richtige ist"
Die Kritik an der kapitalistischen Profitwirtschaft an sich muss im Mittelpunkt stehen. Die Forderungen jetzt müssen sein, dass die Hauptverursacher der Umweltzerstörung auch die Kosten dafür zu tragen haben und nicht die Masse der Bevölkerung. Aber davon ist weder im so genannten Klimapakt irgendetwas zu finden noch in den meisten Veröffentlichungen der Umweltschutzaktivisten. Mag es bei den letzteren noch auf mögliche fehlende Aufklärung zurück zu führen sein ( es reicht doch wenn sich der/die Einzelne umweltbewusst verhält usw. ), so zeigen die Regierenden klar in welchem Interesse und Auftrag sie handeln.

Zum Thema noch ein TV Tipp: heute 00:00 Uhr, ZDF, Dokumentarfilm "HAMBI - Der Kampf um den Hambacher Wald"
Vielleicht, so hoffe ich, wird auch deutlich wie hier die Interessen der Konzerne im Mittelpunkt stehen, wer sich wirklich engagiert und wer nicht ( z.B. die Rolle der GRÜNEN )
Karoline Koch
62
Karoline Koch aus Wettenberg schrieb am 25.09.2019 um 10:56 Uhr
@Herr Theiß: meine Tochter war ebenfalls unter den Demonstranten. Ich bin sehr stolz auf Sie, da Sie auf dem besten Weg ist eine politsch engagierte und demokratische junge Erwachsene zu werden. Durch Ihren Kommentar fühle sogar ich, als Mutter, mich persönlich beleidigt und bedroht. Pfui!
113
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 26.09.2019 um 12:24 Uhr
Wo kann man sich als Berufsdemonstrant bewerben? Hört sich nach einer interessanten Alternative an. Leider wird auch dieser Berufsstand von Hatespeechern gleich wieder als "Pack" verunglimpft...
Bernd Zeun
11.355
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 26.09.2019 um 19:49 Uhr
Herr Theis, ich glaube, Sie müssen wirklich dringend zum Arzt!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Elke Jandrasits

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