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Vogelstimmenwanderung Großen-Buseck am 13.5.2018

Morgens um 7 im Schlosspark
Morgens um 7 im Schlosspark
Buseck | Am Wetter kann es nicht gelegen haben, dass zur Vogelstimmenwanderung am 13.5.2018 nur verhältnismäßig wenige Interessierte in den Großen-Busecker Schlosspark gekommen waren. Denn es war frühsommerlich warm, und von den am Nachmittag aufziehenden Gewittern war noch nichts zu sehen. Wahrscheinlich war der Muttertag bei vielen anderweitig verplant. Die Anwesenden bekamen als Belohnung fürs frühe Aufstehen (die Führung begann um 7 Uhr) knapp 3 Stunden Einblicke in die heimische Vogelwelt. Als Experten konnte der Vogelschutzverein Großen-Buseck Herrn Martin Hormann von der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gewinnen.

Mitte Mai sind weniger Vogelarten zu hören, da viele Arten schon mit der Brut beschäftigt sind. Dennoch können aufmerksame Zuhörer noch einige der kleinen Sänger entdecken.

Vom Schlosspark aus, wo als Höhepunkt einige Schwanzmeisen beobachtet werden konnten, ging es auf den Großen-Busecker Hausberg, den knapp 270 Meter hohen Attenberg. Das Gelände des früheren Basaltsteinbruchs wurde inzwischen an die Gemeinde zurückgegeben. Von der Kuppe bietet sich ein herrlicher Blick auf Großen-Buseck und die Umgebung. Am Betonwerk konnte der Storchenmast entdeckt werden, den in diesem Jahr ein Storchenpaar besetzt hatte. Seit einer Woche wurde es jedoch nicht mehr gesehen. Möglicherweise hat die anhaltende Trockenheit die Störche zum Weiterziehen gezwungen.

Greifvögel waren noch nicht zu sehen, sie warteten wohl auf bessere Thermik.

Auf der anderen Seite der Kuppe führte die Wanderung an einer Schafherde vorbei zur Landstraße Richtung Beuern. Wo früher Feldwege das Gebiet durchzogen, ist heute nur noch ein einziges großes Feld zu sehen; Lebensräume für viele Tiere gingen so verloren.

Auf der anderen Seite der Straße ging es weiter bergab zum Krebsbach. Hier konnten wir eine Blaumeise mit einem ungewöhnlichen Nistplatz beobachten: Sie ließ sich kopfüber in eine Zaunpfahl-Röhre fallen und erschien zum Abtransport von Kotpaketen wieder am oberen Ende. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie sie in dem kaum handbreiten Pfosten wenden konnte.

(Ich bin am nächsten Nachmittag zurückgekehrt, um noch einige Bilder zu machen; siehe weiterer Beitrag)

Dem Krebsbach folgend ging es zur Spitzmühle und durch das Gewerbegebiet. Noch kann man hinter dem Edeka-Gelände trotz bereits erfolgter Vorbereitungsarbeiten
Die Gruppe am Beginn des Rundgangs
Die Gruppe am Beginn des Rundgangs
zur Aufschüttung des Geländes den Sumpfrohrsänger hören. Kaum vorstellbar, wie es hier in ein paar Jahren aussehen wird. Gar nicht gerne hören die Vogelschützer in diesem Zusammenhang das Wort "Ersatzflächen". Es könne kein Ersatz geben, denn Flächen können nicht vermehrt werden. Was durch ein Bau- oder Gewerbegebiet, den Straßenbau oder die immer mehr industrialisierte Landwirtschaft verloren gehe, sei weg.

Anschließend ging es wieder hinein nach Großen-Buseck, wo im Vereinsheim des Vogelschutzvereins eine Erfrischung wartete.

Auf der Wanderung gehörte bzw. gesehene Vogelarten:

Amsel
Wacholderdrossel
Star
Zaunkönig
Stieglitz
Ringeltaube
Rabenkrähe
Schwanzmeise
Kohlmeise
Blaumeise
Rotkehlchen
Sommergoldhähnchen
Feldlerche
Buchfink
Goldammer
Fitis
Zilpzalp
Heckenbraunelle
Buntspecht
Grünspecht
Nachtigall
Mönchsgrasmücke
Gartengrasmücke
Dorngrasmücke
Klappergrasmücke
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Mauersegler
Kleiber
Hausrotschwanz
Bluthänfling
Girlitz
Haussperling
Stockente
Sumpfrohrsänger

Morgens um 7 im Schlosspark
Die Gruppe am Beginn des Rundgangs
Schwanzmeise
Wacholderdrosseln wohin man blickt
1
Das Eichhörnchen zieht sich lieber auf den Baum zurück
Buchfink aus ungewohnter Perspektive
Mönchsgrasmücke
1
Auf dem Attenberg
Gewerbegebiet
Blick Richtung Gewerbegebiet
Die "Skyline" der Nelkenstraße - unverwechselbar
IGS und Hallenbad
Blick auf Feuerwehr und Betonwerk
Hinterlassenschaften...
Schafe am Attenberg
Feld-Monotonie
Feld-Monotonie
Eine Meise "taucht auf"
"Müllentsorgung"
Obstbäume
Das jüngste Neubaugebiet
Hausrotschwanz-Weibchen singen auch
Ringeltaube
geplante Edeka-Erweiterungsfläche
geplante Edeka-Erweiterungsfläche
Blauflügel-Prachtlibelle
Vereinsheim mit Steinschmätzer und Eisvogel

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.082
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 14.05.2018 um 21:32 Uhr
Schade, dass die Beteiligung so gering war. Es hätte sich auf jeden Fall gelohnt, ich kann ja leider nicht, aufgrund meiner Knieprobleme, aber mein unmittelbarer Nachbar war dabei. Dann sind meine Schwanzmeisen vom Winter hier wohl heimisch geworden, das hätte ich nicht gedacht.
Ein Hausrotschwanzpärchen hat bei uns sein Revier, bei der Nachbarin gibt es einen kostenlosen Badeplatz, der wird eifrig genutzt.
Die Rotmilane sind eigentlich fast regelmäßig überm Schlosspark oder bei der Solaranlage zu sehen. Bei mir fliegen sie öfter übers Haus, aber bis ich dann die Kamera schussbereit habe, sind sie weg.
Elke Jandrasits
879
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 15.05.2018 um 15:59 Uhr
Den Rotmilan haben wir auf dem Heimweg gesehen ;-)

Die kleine Gruppe war gar nicht so schlecht, dann sieht und hört man meistens mehr!
Wolfgang Heuser
7.246
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 15.05.2018 um 23:21 Uhr
Eine kleine Gruppe hat den Vorteil, dass mehr an Vogelstimmen gehört werden kann. Das war ja eine lange Liste von Wildvögel, die hatten wir bei unserer Vogelstimmenwanderung nicht so und meist ist es jedes Jahr anders!
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