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Weihnachtsbrief an meine Enkel

Buseck | Alle Jahre wieder kommt das Christuskind... ein Weihnachtsbrief an meine drei Enkel...

...und habt ihr schon mal daran gedacht, dass der Opa auch mal ein kleiner Christoph war?

Ein kleiner Knirps, der immer gerne lachte und immer in Bewegung war.
Auch er konnte wie ihr heute das Weihnachtsfest kaum erwarten und die Tage bis dahin waren lang.
Die Zeit lief langsam, so langsam wie eine Weinbergschnecke.
Jedenfalls kam ihm das so vor.
Schon Wochen vor dem Heiligen Abend blätterte er in den bunten Spielwarenkatalogen der Spielwarengeschäfte der Stadt.
Die Augen wurden groß, was es nicht alles gab und fast alles in den bunten Prospekten wollte er haben.
Die Nase drückte er sich platt an den hell erleuchteten weihnachtlich dekorierten Schaufenstern mit den beweglichen Figuren.

Wunschzettel wurden geschrieben und nach draußen auf das Fensterbrett gelegt.
Jeden Morgen wurde nachgeschaut, ob denn das Christkind den Wunschzettel abgeholt hat.
Eines Morgens war er weg....
Der kleine Christoph hoffte, dass denn auch alles in Erfüllung gehen würde, was darauf notiert war.

Die Adventstage gingen vorüber, bis alle vier Kerzen auf dem Adventskranz brannten.
Mehr über...
Weihnachtsbrief (1)Weihnachten (483)
Manchmal wurden auch schon Weihnachtslieder gesungen, wenn über die Woche eine Dämmerstunde abgehalten wurde und eine Scheibe Brot auf der heißen Herdplatte vor sich hin röstete, auf die dann Wurstfett kam. Damals gab es noch Wurstfett.

Und man glaubte es kaum, der 24. Dezember kam doch noch.
Wie fieberte Christoph dem Abend entgegen.
Vorher kam aber noch der obligatorische Kirchgang mit der Weihnachtsgeschichte, mit den Hirten und dem Kindlein in der Krippe.

Später, als das Glöckchen läutete und das Weihnachtszimmer betreten werden durfte, wurden vorher mehrere Blick durch das Schlüsselloch geworfen, wo leider nicht viel erhascht werden konnte.
Aber dann gingen die Augen auf beim Glanz des geschmückten Weihnachtsbaumes mit den echten Wachskerzen die nach Honig dufteten.
Der Blick nach unten zu den Geschenken, die das Christkind brachte.
Bunte Päckchen die ausgepackt werden wollten.
Mann, das war einen Aufregung für den kleinen Westi.
Mit zitternden Fingern packte er alles aus und konnte es kaum fassen, dass einige der Wünsche in Erfüllung gegangen waren.

Draußen aber schneite es und die Welt wurde weiß.
Damals gab es noch weiße Weihnachten und der Nikolaus rief schon am 6. Dezember...
...draußen vom Walde komme ich her, ich muss Euch sagen es Weihnachtet sehr. HO, HO, HO.

Fröhliche Weihnachten wünscht

Euer Opa.

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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
6.909
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 16.12.2017 um 11:28 Uhr
Sehr schön geschrieben, erinnert an die eigene Kindheit.
Nicole Freeman
9.501
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.12.2017 um 19:01 Uhr
oh ja das glöckchen vom christkind. wir mussten immer im hausflur warten, auf der treppe. damit es schneller ging haben wir dann kling glöckchen gesungen. im schlüsselloch vom weihnachtszimmer war immer dieser blöde schlüssel den man nicht durchschupsen konnte.

ein toller brief, der auch bei mir erinnerungen weckt.
Christoph Westrupp
433
Christoph Westrupp aus Buseck schrieb am 16.12.2017 um 22:43 Uhr
Danke für die beiden Kommentare
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von:  Christoph Westrupp

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Christoph Westrupp
433
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