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Abenteuer Kanada

Am Miles-Canyon verloren viele Abenteurer Hab und Gut, manchmal auch ihr Leben.
Am Miles-Canyon verloren viele Abenteurer Hab und Gut, manchmal auch ihr Leben.
Buseck | Für viele Deutsche ist Kanada seit Jahren ein Reiseland geworden wie andere Länder auch.
Vielfältig sind die Möglichkeiten in dem zweitgrößten Land der Erde. Ob eine geführte Rundreise im Bus, eine Tour im Wohnmobil oder im Auto oder aber andere Arten das Land kennen zu lernen. Kanada besteht aus 10 Bundesstaaten und 3 Territorien. Im Sprachgebrauch wird es aufgeteilt in West- und Ostkanada. Als Urlauber dieses Land zu bereisen und alles zu sehen bedarf es viel Zeit. Um erste Eindrücke zu bekommen reicht aber sehr oft schon eine kurze Zeit mit vorher festgelegten Zielen oder die Hilfe professioneller Reiseunternehmen.
Empfehlenswert ist ein Besuch im Land der Abenteurer in jedem Fall.
Das Yukon-Territorium ist einer der grüßten kanadischer Bundesstaaten. Es grenzt im Westen an Alaska und ist doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. In diesem riesigen Teilbereich Kanadas leben allerdings nur 40 000 Menschen. 30 000 davon in der Hauptstadt Whitehorse. Die Übrigen sind verteilt in kleinen Gemeinden mit manchmal nur 15 Einwohnern oder leben in der Wildnis als Fallensteller, Goldsucher oder als Arbeiter bei Unternehmen welche Bodenschätze lokalisieren.
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Yukon (1)Wildnis (3)Kanu (15)Kanada (17)Goldrush (1)Alaska (4)Abenteuer (52)
Eine besondere Herausforderung einen Urlaub dort zu verbringen ist das Befahren der Flüsse
oder das Wandern auf historischen Trails. Eines haben beide Möglichkeiten gemeinsam.
Der Reisende ist für mehrere Tage auf sich allein gestellt in der Wildnis und fernab jeder Zivilisation.
Jürgen Marschinke und 5 Freunde haben eine Variante gewählt und sind dabei teilweise den Spuren der Goldsucher von 1898 gefolgt. Diese kamen während des großen Goldrush aus Amerika mit Schiffen in Skagway/Alaska an, folgten zu Fuß dem schwierigen Chilkoot-Trail oder gegen teure Bezahlung mit der Bahn über den Whitepass bis zur kanadischen Grenze.
Am Lake Bennet begann das Seen- und Fluss-System in das anvisierte Klondikegebiet. Hier erhofften sich die Abenteurer das ersehnte Glück. Gold !.
Das Busecker Team hat einen Teilabschnitt dieser Strecke auf dem Yukon-River gewählt
welcher mit Kanus befahren werden sollte.
In Minto, einer kleinen Indianersiedlung am Klondike-Highway, wurden die Boote beladen und hier begann das Abenteuer. 360 Kilometer sollten zurückgelegt werden. Ziel war die alte Goldgräberstadt Dawson City. Hier berührte der Highway wieder die Zivilisation.
Nach wenigen Stunden auf dem riesigen Fluss stellte sich das Gefühl des Alleinseins ein. Die ersten Weißkopfadler beobachteten die Gruppe und waren wachsam.
Das Camp in der Wildnis ist eingerichtet.
Das Camp in der Wildnis ist eingerichtet.
Wachsam musste auch das Team sein. Der Yukon River hatte seine Tücken. Angeschwemmte Baumsperren, sogenannte Log Jam, versperrten den Weg und bargen hohe Gefahren. Ebenso die Auswahl des Nachtlagers und dessen Sauberhaltung. Schließlich bewegte man sich im Bärengebiet und es musste vermieden werden durch geruchsintensive Essenreste Tiere anzulocken. Das Navigieren wurde manchmal durch umgestürzte Bäume erschwert oder die Karte war nicht mehr identisch mit den Gegebenheiten weil das auftauende Eis im Frühjahr ganze Inselteile mitgerissen hatte. Die Anstrengungen wurden aber belohnt. Endlose Weite, Stille der Natur, Begegnung mit Bären und Elchen und dem sin diesem Gebiet seltenen Puma.
Oder das Anschauen historischer Orte bei denen das Gefühl aufkam, die Zeit sei stehen geblieben. Eine alte Kohlemine in der Wildnis in der Brennmaterial für das nahe liegende Fort Selkirk – ein ehemaliger Handelsposten der Hudson-Bay-Company – gefördert wurde.
Fort Selkirk und die restaurierten Gebäude gaben einen Einblick in die Zeit von damals. Einige Indianer leben hier ständig um das Fort in einem guten historischen Zustand zu erhalten.
Am Zusammenfluß von Yukon und White River wird ein neues Camp eingerichtet.
Am Zusammenfluß von Yukon und White River wird ein neues Camp eingerichtet.
Langeweile kam keine auf und die Fotoapparate waren ständig im Einsatz .
Am Kirkmann-Creek lebt in den Sommermonaten eine Familie mit Kindern und sucht auch heute noch nach Gold.
Am Zusammenfluss von Yukon-River und White-River war das Wasser nicht mehr genießbar. Zuvor konnte dieses ständig aus dem Fluss getrunken werden. Der White-River kommt aus den Elias Mountains und führt täglich 300 Tonnen Schlamm in den Yukon-River ein.
Dies musste die Gruppe in ihren Planungen berücksichtigen und Frischwasser aus Bächen ergänzen.
Das Team erlebte noch einen Waldbrand in den Weiten des Landes und meldete diesen pflichtgemäß über Satellitentelefon an die zuständigen Behörde.
In einem aufgegebenen Indianercamp – Ancient Voices- „Stimme der Ahnen“, konnte ein Stück Kultur der First Nations (Das Wort Indianer wird nicht gerne gehört) nachvollzogen werden.
Das Team nutze diesen Platz zum Übernachten.
Nach 9 Tagen in der Einsamkeit wurde das Ziel erreicht. Am Zusammenfluss von Klondike-River und Yukon-River war Dawson City. Während des Goldrauschs lebten hier 40 000 Glücksritter, Abenteurer und Geschäftemacher. Heute beherbergt das Städtchen ca. 800 Einwohner. Das Flair von damals aber ist auch heute noch zu spüren. Das Casino mit den Tanz-Girls, die uralten Bars und die kleinen Geschäfte haben ihre Identität behalten.
Kanada – wie und wo- ist ein Abenteuer.
Ein Sendebeitrag von Jürgen Marschinke über diese Reise wird im „Offenen Kanal Gießen“ am 15. September um 18:00h um 18:00h ausgestrahlt.

Am Miles-Canyon verloren viele Abenteurer Hab und Gut, manchmal auch ihr Leben.
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