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IRONMAN WALES 2013- Eine Grenzerfahrung

Biebertal | Tenby ist eine malerische Kleinstadt, im Südwestzipfel von Wales. Enge Gassen in der Altstadt, die Stadtmauer, der Fischerhafen und schöne Strände prägen das Bild des Austragungsortes für den IRONMAN Wales 2013.

Nach der Anreise erfolgten für die meisten der mehr als 1.700 gemeldeten Athleten in Wales neben den üblichen Dingen wie Rad zusammen bauen, Wettkampfbesprechung, Pasta Party und Check- In, die letzten Wettkampfvorbereitungen. Dazu gehörte zur ersten Orientierung auch ein kleiner Rundgang durch die wunderschöne englische Kleinstadt Tenby.

Und schon beim Rundgang fällt mir auf: Hier ist nichts eben, hier geht es nicht geradeaus. Ein ständiges rauf und runter, nach links und nach rechts prägen das Stadtbild und die Region.

Der Wettkampftag startet bereits mit einer Besonderheit dieses Rennens. Da die Schwimmstrecke und damit der Start rund einen Kilometer von der Wechselzone entfernt liegen, gibt es nach morgendlichen dem Check-In zunächst einen gemeinsamen Marsch des kompletten Startfeldes aus der ersten Wechselzone heraus quer durch die Stadt. Schon in aller Frühe waren die Straßen voller Zuschauer mit einer super Stimmung.

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An Tenbys North Beach erfolgte pünktlich um 7:00 Uhr die Freigabe für die Starter. Das Meer war mit rund 17 Grad ziemlich und durch den einsetzenden Regen rau und „aufgeschäumt“, mit Neoprenanzug aber ohne Probleme schwimmbar.
Die Schwimmstrecke von 3,8 km führt in Tenby mit zwei Runde um einen Felsen herum und wird mit einem kleinen Landgang unterbrochen. So konnten die Zuschauer die Athleten zweimal sehen.

Die erste Herausforderung bestand dann darin, direkt nach dem Schwimmen den steilen Felsküstenweg vom Strand zur Stadt zu bewältigen.
Mit den Startunterlagen erhielten die Athleten kleine, mit der Startnummer markierte Beutel. Diese waren für ein weiters Paar Schuhe vorgesehen, um die ca. 1 km Strecke vom Nordstrand in die Wechselzone laufen zu können. Wer jedoch diesen Beutel an den dafür vorgesehenen Ständer am Strand vergisst oder absichtlich hängen lässt, wird wegen „ Littering“ disqualifiziert, was einigen Athleten darunter auch Profis, passiert ist. Das unangenehme dabei war, das die Athleten dies erst nach dem Finish, auf einem eher unscheinbaren „Zettelaushang“ in der Wechselzone erfuhren.

Die Radstrecke des IRONMAN Wales ist ziemlich anspruchsvoll, mit engen und kurvenreichen Strassen, bei überwiegend sehr rauer und oft defekter Oberfläche. Ebene Abschnitte gab es max. ca. 10% der Radstrecke.
Zu dem anspruchsvollen Streckenprofil gesellte sich in diesem Jahr noch kalter und wolkenbruchartiger Regen mit entsprechendem Wind.
Auf dem südlichen ersten Teil der Radstrecke von Tenby über Angle zurück nach Pembroke reihen sich bereits Hügel an Hügel.
Auf dem nördlichen Abschnitt gibt es zahlreiche kniffligere Abschnitte, so auch bei Saundersfoot, wo sich Streckenkenntnisse bezahlbar machten. Auch gibt es bei Saundersfoot ziemlich steile und langgezogene Anstiege. Schilder mit 16% Steigung schmückten hier die Strecke.
Nach den Steigungen ging es meist „im freien Fall“ wieder steil bergab mit unübersichtlichen Kurven, Waschbrettoberflächen und Kanaldeckel.
Der nördliche und anspruchsvollere Teil der Runde war zweimal zu fahren. Die letzten der über 2.000 Höhenmeter auf der Radstrecke taten vielen Athleten weh, zusätzlich machten Regen und die Kälte ihnen zu schaffen.

Die Landschaft in diesem Teil von Wales ist sehr schön. Die Menschen einfach nur herzlich und überaus hilfsbereit. Überall an der Radstrecke, selbst an einsamen Außengehöften oder in abgelegten Feldwegen (gehörten auch zur Radstrecke) standen Menschen jeden Alters, um die Athleten anzufeuern und zu feiern. Trotz Kälte und Regen!

Auf der mit rd. 500 Höhenmetern gespickten Marathonstrecke, bestehend aus 4 Runden, mit einer langgezogenen Steigung aus der Stadt heraus zum nördlichsten Punkt und einen Zickzackkurs durch die wirklich sehr schöne Stadt Tenby, zeigten dann viele Athleten, dass sie am Rande ihrer Kräfte gekommen waren.

Auch der aus Biebertal kommende Jörg Tieben war in diesem Jahr in Wales dabei, um bei einem anspruchsvollen Wettkampf seinen 10.ten IRONMAN in 6 Jahren zu finishen. Damit sicherte er sich gleichzeitig den 7. Platz im weltweiten und den 2. Platz im nationalen IRONMAN Age Group Ranking System (AGR) für die Langdistanz.

Insgesamt gesehen war der IRONMAN Wales 2013 ein sehr anspruchsvolles Rennen, für einen Triathleten eine echte Herausforderung. Aber auch ein Rennen in reizvoller Landschaft mit einer sehr tollen Stimmung an der gesamten Strecke.


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von:  Simone Tieben

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