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30 Stunden Woche


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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.623
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 20:37 Uhr
Das ist leider Utopie !!!
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:22 Uhr
Im Durchschnitt arbeitet jeder lohnabhängig Beschäftigte in der BRD ca. 30 Stunden pro Woche. Schaut man sich die Zahlen aber mal genau an, sieht man, dass Arbeit- und Arbeitszeiten sehr ungleich verteilt sind. Wärend die einen in sogenannten Schlüsselindustrien und Branchen ( Exportwirtschaft ) weit mehr als 40 Stunden arbeiten plus gesetzliche Feiertage, wächst die Zahl auf der anderen Seite bei gering Beschäftigten ( Minijobs, 1 Eurojobs, 450 Eurojobs usw. ) stetig an. Dies gilt allen voran im Dienstleistungs- und Sozialsektor. Die Fragmentierung und Spaltung der Lohnabhängigen auch in Form von Arbeitszeit ist von den bürgerlichen Parteien politisch gewollt, da diese Herrschaften im Bundestag und in den Landtagen allesamt unter dem Diktat des Kapitals stehen . . . !
Birgit Hofmann-Scharf
9.623
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:31 Uhr
Sie müssen mich über die Ungerechtigkeiten in diesem Lande, der EU, weltweit, kaum aufklären.
Aber klären Sie mich bitte mal über die Quelle der Zahl der Durchschnitts-Wochenarbeitszeit von 30 Stunden auf. Ich kenne niemanden !
Die meisten arbeiten doch über (!) 40 Stunden p.W.
Ich denke schon, dass Ihre Forderung eine Wunschvorstellung ist.
PS : ich wäre als Angestellte gerne dabei.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:40 Uhr
Das statistische Bundesamt, das Tarifbuch 2012 der Hans-Böckler-Stiftung usw. sind die Quellen. Natürlich arbeiten viele über 40 Std. in der Woche. Viele arbeiten aber auch 20 Std. und würden gerne mehr arbeiten, können aber nicht, mangels vernünftiger und kostenloser Kinderbetreuung. Dies trifft gerade viele alleinerziehende Mütter in diesem Land, die in der Ausbeutungsskala ganz weit oben stehen. Die Frage ist auch, ob die die über 40 Std. pro Woche arbeiten dies auch bezahlt bekommen, oder die Stunden in Langzeitkonten aufgehen oder schlicht unter den Tisch fallen?
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:50 Uhr
Sehr geehrte Frau Hofmann-Scharf,

wenn Sie Interesse haben, können Sie zu diesem Thema auch meinen Beitrag über den biopolitschen Kapitalismus lesen . . .
Birgit Hofmann-Scharf
9.623
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:51 Uhr
Na, meistens wohl unter den Tisch.

PS: Den Artikel habe ich gelesen
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 21:52 Uhr
Dies beweisst die Mehrwerttheorie, wonach die Ausbeutung der Arbeitskraft immer weiter voran getrieben wird, damit die Profite steigen.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 28.06.2013 um 22:06 Uhr
Die Frage ist auch, warum trotz der enormen Exportüberschüsse immer noch zig Millionen Menschen in diesem Land ohne Arbeit sind. Dies beweisst doch, dass Wachstum ( und schon garnicht Gewinne in Form von Aktien usw. ) , Arbeitsplätze schaffen. Das Märchen von der "Vollbeschäftigung" ist eben nur ein Märchen . . . Also muss man sich doch zwangsläufig die Frage stellen, wie Arbeit im ganzen gerecht verteilt werden kann. Die Antwort kann eine gesamtgesellschaftliche 30 Stunden Woche bei vollem Personal- und Lohnausgleich sein.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 30.06.2013 um 19:12 Uhr
Zu der Zeit, als das Teil im Osten wohl inn war, bin ich noch ganz ideologisch-untreu bzw. unbedarft BMX Rad gefahren . . .
Sonst noch was, der Herr . . . ?
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 30.06.2013 um 19:33 Uhr
ja, aber schwarz-weiss . . .
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 30.06.2013 um 19:59 Uhr
Stimmt, man kann net alles haben. Weder im Kapitalismus, noch im Sozialismus . . . ;-)
Michael Beltz
6.487
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.07.2013 um 21:40 Uhr
Ja, Herr Schmidt, die Griechen hatten Homer, die DKP Humor. - Das merken Sie an meiner lustigen Bemerkung.
Kurt Wirth
1.114
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.07.2013 um 17:33 Uhr
Was heißt hier "damals hatte die DKP noch Humor"? Die Forderung nach der 30-Stundenwoche ist dieses Jahr auf dem 20. Parteitag der DKP beschlossen worden. Und dies auch, wie Mirko Düsterdieck darlegte, völlig vernünftig: die einen arbeiten zuviel, die anderen zu wenig. Für meine Person bin ich nicht direkt davon betroffen (aber die Rentner ereilen alle Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt mit Verzögerung). Aber mein Sohn z.B. tritt dieser Tage eine neue Stelle im IT-Bereich an: Befristete Arbeitsverträge sind selbstverständlich, Urlaubs- und Weihnachtsgeld kennt man nicht mehr, 24-Tage Jahresurlaub ist Standard, Überstunden werden nicht bezahlt, bis zu einem gewissen Umfang mit Freizeit ausgeglichen. Unsereiner hätte früher solch eine Stelle nie angetreten.
Mirko Düsterdieck
338
Mirko Düsterdieck aus Gießen schrieb am 02.07.2013 um 18:07 Uhr
Mal abgesehen von den rein wirtschaftlichen Zusammenhängen. Wie sieht es denn mit den Feiertagen, Wochenenden usw. rein praktisch aus . . . ?
Wie sieht es mit zwischenmenschlichen Beziehungen oder einem Familienleben aus, wenn in einigen Bereichen 37,5 bis 40 Std pro Woche +
Samstag und/oder Sonntag gearbeitet wird. Was ist mit der Regenerationszeit für Schichtarbeiter_innen . . . ?! Mein ex Arbeitgeber ( eine große Automobilfirma mit Stammsitz in Wolfsburg ) forderte von seinen Arbeitern das soziale Engament bzw. das Ehrenamt ( Sportübungsleiter, Freiwillige Feuerwehr usw. ) . Das dumme daran ist nur, wenn Conti-Schicht gefahren wird im 6 Tagerythmus inkl. Wochenende, ist doch kein 3 Schichtarbeiter mehr in der Lage oder eben bereit, Hobbies zu pflegen oder sich gesellschaftlich zu engagieren . . . Auf diese Tatsache wird dann ausweichend oder unverbindlich geantwortet . . . !
Kurt Wirth
1.114
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.07.2013 um 21:26 Uhr
Noch zur Frage Utopie und unrealistisch: Die 30-Stundenwoche ist m.E. realistischer als die in viel breiteren Kreisen als der DKP (die fordert sie offiziell gar nicht und diskutiert diese Frage kaum) erhobene Forderung nach dem "bedingungslosen Grundeinkommen". Vom Drogeriemarktchef Götz Werner über die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Grünen bis zur Linken ist das ein ernsthaftes Thema. In meinen Augen - stark verkürzt gesagt - ist das Hartz IV auf höherem Niveau. Die Arbeit ist nicht nur materiell eine wichtige Lebensgrundlage, und mit dem Recht auf Arbeit, das m.E. nach geschaffen werden muß, korrespondiert auch die Pflicht zur Arbeit.
Michael Beltz
6.487
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 03.07.2013 um 13:21 Uhr
Das Recht auf Arbeit ist schon im Grundgesetz festgehalten. Was Kurt Wirth zu dem bedingungslosen Grundeinkommen sagt, kann ich nur unterstreichen. Dahinter steckt auch die Absicht, den gewerkschaftlichen Kampf um die Erhaltung von Arbeitsplätzen, um Lohnerhöhung und letztendlich eben um das Recht auf Arbeit zu schwächen.

Auf Grund der Intensivierung vieler Arbeitsvorgänge, also Arbeitshetze, sind Menschen zunehmend psychisch erkrankt (nach offiziellen Statisktiken)

Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich heißt auch: weniger Erwerbslose

Das oben von Mirko gezeigte Plakat hat die DKP in die Öffentlichkeit gebracht. Also, Kurt, wieso fordert die DKP nicht die 30-Stunden-Woche?
Kurt Wirth
1.114
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 03.07.2013 um 17:25 Uhr
Den letzten Satz verstehe ich nun nicht, Michael. In dem im Mai in Hannover beschlossenen Leitantrag wird die 30-Stunden-Woche gefordert. Hast Du doch selbst mit beschlossen, wenn mich nicht alles täuscht.
Kurt Wirth
1.114
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 03.07.2013 um 17:46 Uhr
N.B.: man findet diesen Leitantrag auf
http://www.news.dkp.de/dokumente/antworten-der-dkp-auf-die-krise/
und das mit der 30-Stundenwoche im Kapitel "Was ist jetzt zu tun? Die dringendsten Forderungen und Aufgaben der DKP" im Abschnitt "1.Kampf um soziale Gerechtigkeit - gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die arbeitende Bevölkerung".
Da steht:
Wir fordern...
-Die Durchsetzung der 30-Stundenwoche und weiterer Arbeitszeitverkürzungen bei vollem Lohn- und Personalausgleich, gegen den immer schnelleren Verschleiß der Arbeitskraft und für einen Normalarbeitstag, der die Arbeitenden von ihrer Arbeit leben läßt und die Geschlechtergleichstellunh näher bringt!
Michael Beltz
6.487
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.07.2013 um 16:24 Uhr
Ja, Kurt, dann habe ich Dich wohl missverstanden. Du meintest das bedingungslose Grundeinkommen, das die DKP nicht fordert.
Natürlich habe ich für die von Dir genannte Forderung gestimmt und auch für eine starke Einheitsgewerkschaft (nicht für das Prinzip der Einheitsgewerkschaft).
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Mirko Düsterdieck

von:  Mirko Düsterdieck

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Mirko Düsterdieck
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