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Schon mal etwas von Assistenzhunden gehört?

Am Tag der Prüfung
Am Tag der Prüfung
Biebertal | Ich bis vor kurzem nicht. Aber auf meiner letzten Urlaubsreise, habe ich in einem Straßencafe eine junge Frau kennengelernt, Namens „Nina“, die in einem Rollstuhl saß. Man merkte ihr an, das ihr das Sprechen mit der Zeit schwer viel. Sie erzählte mir, dass sie an einem fortschreitenden Muskelschwund erkrankt ist. Ja, wie es so ist man unterhält sich darüber, wie Fragen, wo kommst Du her, was machst Du? Hat sich ein paar Tipps zum Urlaubsort gegeben, eben ein ganz normales Urlaubsgeplänkel. Wie der Zufall so will, sind wir auch auf das Thema Sport gekommen. Man sah in ihren Augen eine Traurigkeit, die innerhalb weniger Sekunden umschlug als sie meinte: „ Ich kann keinen Sport mehr machen aber mein Assistenzhund ‚ Emily’.
Sie versprühte in diesem Moment: Lebensfreude, Stolz, Vitalität und Zuversicht.
Diese Situation berührte mich zutiefst und bewirkte, dieses Thema, als neue Herausforderung anzusehen. Ich wollte jetzt mehr erfahren! So habe ich viel gelesen, war zu einer öffentlichen Veranstaltung, am 05.05.2013 in Wiesbaden, wo ich Dinge live miterleben konnte, Gespräche mit Betroffenen führen konnte und immer wieder dieses Gefühl von ihnen vermittelt bekam, mein Partner( Assistenzhund) ist das wichtigste auf der Welt!
Mehr über...
VITA-Assistenzhunde (1)Rollstuhlfahrer (6)Menschen mit Behinderung (48)Labrador (5)ausgebildete Hunde (1)Assistenzhunde (1)
Ein Assistenzhund kann Türen öffnen zu mehr Unabhängigkeit, mehr Lebensfreude und gesellschaftlicher Integration. Er nimmt Menschen, die durch eine Körperbehinderung in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, alltägliche Handgriffe ab. Er kann auf Kommando bestimmte Gegenstände aufheben und bringen, Türen öffnen und schließen, Lichtschalter betätigen, Hilfe holen, beim ausziehen von Kleidung und beim Einkaufen helfen. Als sozialer Mittler fördert er die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft. Über den Hund fällt es viel leichter, Kontakt aufzunehmen. Rollstuhlfahrern gibt er Sicherheit, während er „ Fußgängern“ hilft, ihre Hemmschwelle körperlich behinderten Menschen gegenüber zu überwinden und auf sie zuzugehen. Durch seine praktischen Funktionen und sozial- emotionalen Komponenten verhilft der Assistenzhund benachteiligten Menschen zu mehr Unabhängigkeit von Dritten. Dabei trägt er bei gleichzeitiger Verringerung der Pflege,- Heil und Therapiekosten zur Steigerung der Lebensqualität bei. Ein Hund reflektiert nicht und urteilt nicht. Er hadert nicht mit den Schwächen seines Gegenübers. Seine Zuneigung ist unvoreingenommen, ehrlich und bedingungslos. Damit erfüllt er die ganz ursprüngliche Sehnsucht nach Nähe, Wärme, Trost, Zärtlichkeit, Bestätigung und Anerkennung.
Was kann ich tun?
Was kann ich tun?
Die Arbeitsweise und Philosophie von VITA sind einzigartig und wegweisend. Eine Erfolgsgeschichte, so viel steht fest, doch leider stößt der Verein an seine Grenzen mit den finanziellen Mitteln. Dir durchschnittlichen 25000,- Euro für einen ausgebildeten Assistenzhund kann kaum ein Bewerber alleine tragen. VITA erhält keine öffentlichen Fördermittel und Assistenzhunde werden im Gegensatz zu Blindenführhunden, von den Krankenkassen nicht anerkannt. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Fördermitglieder, Spenden und Sponsoren. Um die Arbeit VITA’ s weiterentwickeln zu können, ist der Aufbau eines größeren Ausbildungszentrum’ s im Rhein-Main Gebiet dringend erforderlich. Bundesweit wünschen sich über 90 Bewerber sehnlichst einen VITA- Hund an ihrer Seite und täglich kommen neue Anfragen hinzu.
Nina erzählte mir weiter: Durch Emily ( eine schwarze Labradorhündin) habe ich zu mir selbst gefunden und zu Dingen, die mir wirklich wichtig sind im Leben. Emily hat mir nicht nur Vertrauen, Sicherheit und Hilfestellung, sondern auch seine bedingungslose
Trainerin mit Hund
Trainerin mit Hund
Freundschaft geschenkt. Heute ist sie mein stärkster Halt im Leben, meine Konstante, die da ist, immer und absolut. Sie nimmt mich so an, wie ich bin und hilft mir, es ihr gleichzutun. Das macht mich stark, unabhängig und stolz und befähigt mich dazu, Dinge zu tun, von denen ich früher nur geträumt habe. Heute rollen wir gemeinsam durch’ s Leben, sind aktiv, sehen und erledigen Dinge von der Welt, die mir ohne Emily verschlossen geblieben wären. Wir sind ein perfektes Team, bei dem einer den anderen braucht!
Was gibt es schöneres auf dieser Welt??“
Wenn ich meine Zeilen jetzt noch mal lese, muss ich sagen, hat es nicht jeder Mensch verdient, dieses Gefühl von Unabhängigkeit zu haben?
Ist es eigentlich nicht traurig wie viel Geld in Dinge investiert wird um Menschen zu töten? Warum nutzt man es nicht, um Menschen glücklich zu manchen, Ihnen Lebensfreude zu geben?
Für mich war nach der Begegnung mit Nina klar, ich möchte etwas tun!

Am Tag der Prüfung
Was kann ich tun?
Trainerin mit Hund
Die Gründer von VITA
vollkommen entspannt
Bei der Anmeldung zum Wettkampf
Hilfe zu jeder Zeit

Kommentare zum Beitrag

Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 10.05.2013 um 10:11 Uhr
Vielen Dank für diesen schönen und interessanten Artikel, werte Frau Bohacek.
Damit können Sie aufklären, informieren und inspirieren. Ich halte dieses Projekt für ganz besonders förderungswürdig und würde mir mehr Interesse und Unterstützung der Öffentlichkeit dafür wünschen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Simone Tieben

von:  Simone Tieben

offline
Interessensgebiet: Biebertal
Simone Tieben
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