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Spannendes Mountainbike Rennen auf dem Dünsberg

von Mark Schaueram 06.08.20121502 mal gelesen1 Kommentar
Startschuss zum 6. Dünsberg Mountainbike Marathon 2012
Startschuss zum 6. Dünsberg Mountainbike Marathon 2012
Biebertal | Wer am Sonntag Vormittag auf den Straßen von Biebertal unterwegs war, staunte nicht schlecht über die zahlreichen Mountainbiker, die sich kreuz und quer in der beschaulichen Ortschaft warm fuhren. Kennern und Anwohnern war jedoch klar, dass es sich um die Vorbereitungen zum Dünsberg Mountainbike Marathon handelte, der in diesem Jahr zum 6. Mal vom AMC Rodheim-Bieber veranstaltet wurde und mehrere hundert Radsportfans anzog. Zu dem Teilnehmerfeld zählten auch diesmal wieder viele Topfahrer, unter anderem Max Friedrich, der seit Jahren in der deutschen Mountainbikeszene bekannt ist und schon viele Titel eingefahren hat. „Wir sind stolz darauf, dass ein solches Rennen hier am heimischen Dünsberg ausgerichtet werden kann“, so der Biebertaler Bürgermeister Thomas Bender bei seiner Ansprache kurz vor dem Start. Auf vier unterschiedlich anspruchsvollen Strecken (27km, 54km, 86km und 107km) konnten Profis und Hobbysportler gleichermaßen ihr Können unter Beweis stellen. Als besonderes Feature für die Zuschauer gab es auch in diesem Jahr die Möglichkeit, die exakte Position der Fahrer auf einer Streckenkarte im Start-Ziel-Bereich und im Internet zu verfolgen. Dazu führten die Biker GPS-fähige Smartphones mit, die ihre jeweilige Position über eine entsprechende App direkt an die Organisatoren sendeten.

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Pünktlich um 9:20 Uhr gab Bürgermeister Thomas Bender den Startschuss für die Kurzstrecke über 54 km. Da in diesem Jahr zu wenig Anmeldungen für die Mittel- und Langstrecke vorlagen, war das Fahrerfeld für diese Distanz besonders groß. 20 Minuten später starteten die Teilnehmer für den Minimarathon über 27 km. Beide Male wurde ein so genannter neutraler Start durchgeführt, bei dem die Teilnehmer auf den ersten 200 Metern mehr oder weniger geordnet einem Startauto hinterher fuhren und somit das Risiko eines Sturzes beim Start verringert wurde. Während des Rennens sorgten zwei Shuttlebusse dafür, dass die Zuschauer an interessanten Streckenabschnitten ihre Favoriten anfeuern konnten. Vor allem an der berüchtigten „Rutsche“, einer abschüssigen Singletrack-Passage oberhalb des Krumbacher Kreuzes, bekamen die Fans viel Action geboten. Mit bis zu 50 km/h schossen die Biker die steile Strecke herunter und sprangen dabei über Baumwurzeln und Steine, bevor sie unten nach einer Vollbremsung eine harte Rechtskurve einleiteten. Obwohl es eine etwas weniger
Verfolgungsjagt im Feld
Verfolgungsjagt im Feld
anspruchsvolle Ausweichstrecke gab, entschlossen sich die meisten Fahrer für diese Rutsche. Einige verließ dabei aber der Mut, sie stiegen ab und schoben ihr Mountainbike die gefährliche Passage herab. Nach einer guten Stunde erreichten die ersten Fahrer des Minimarathons unter großem Jubel das Ziel. Durch den zeitlich verschobenen Start trafen bald darauf bereits die Kurzstreckenfahrer ein. Sieger bei den Herren über 54 km wurde Johannes Wagner aus Wiesbaden, bei den Senioren erfüllte Max Friedrich die Erwartungen der Fans und sicherte sich den ersten Platz. Bei den Damen erreichte Lisa Heckmann mit einer Spitzenzeit von 1h 17m 17s einen neuen Streckenrekord. Die genauen Ergebnisse sind unter www.duensberg-bike-marathon.de einzusehen.
An verschiedenen Punkten der Strecke und nach dem Zieleinlauf gab es Verpflegungsstationen, an denen den Teilnehmer Flüssigkeiten und energiereiche Nahrung angeboten wurde. „Das ganze Rennen ist richtig gut organisiert“, lobte ein Teilnehmer den Veranstalter, „Die Anmeldung erfolgt ganz einfach über das Internet und vor Ort wird man richtig gut betreut“.

Zusätzlich dient der Dünsberg Mountainbike Marathon einem guten Zweck. Von dem Startgeld der Teilnehmer wurde pro Fahrer ein Euro gespendet
Die berüchtigte "Rutsche" am Dünsberg
Die berüchtigte "Rutsche" am Dünsberg
und vom Veranstalter auf 1000 Euro aufgerundet. Der Betrag wird der „Tour der Hoffnung“ gespendet, ein mehrtägiges Mountainbike-Rennen, welches krebskranke Menschen unterstützt und sich für die Forschung auf diesem Gebiet einsetzt. Am 15. August startet die diesjährige „Tour der Hoffnung“ um 10 Uhr bei den Gießener Stadtwerken.

Pohlheimer sichert sich den zweiten Platz bei den Junioren

Eine besondere Überraschung gelang dem 17-jährigen Julius Blank aus Pohlheim-Hausen. Der leidenschaftliche Ausdauersportler trat bereits im vergangenen Jahr in der jüngeren Jugendklasse an, erreichte aber aufgrund einer Reifenpanne nach einem Sturz nur Platz 14. „Mein Ziel ist es, unter die Top 10 meiner Altersklasse zu kommen“, sagte der Biker vor dem Rennen. Als er an zweiter Position hinter dem Haigerer Jan-Philipp Ebertz mit einer persönlichen Bestleistung von 1h 18m 48s die Ziellinie überquerte, war die Freude groß. „Damit habe ich nicht gerechnet“, strahlt der Schüler, der die 12. Klasse der Ricarda-Huch-Schule besucht. „Das motiviert mich, noch mehr zu trainieren und im nächsten Jahr richtig anzugreifen“.
Julius Blank ist schon im Alter von 6 Jahren durch seinen Vater, selbst aktiver Mountainbiker, zum Radsport gekommen. Dennoch betrachtet er das Biken eher als ein Hobby. „Hauptsächlich spiele ich Handball beim HSG Pohlheim“, erzählt der Schüler. Bei dem häufigen Training des Oberligavereins bliebe nicht viel Zeit für das Radfahren. Beim diesjährigen Sommerurlaub in Bayern konnte er aber viel trainieren, was ihm zu guter konditioneller Verfassung beim Rennen verhalf. Seine Abschlussworte: „Die Atmosphäre hier beim Dünsberg Marathon ist einfach genial! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!“.

Startschuss zum 6. Dünsberg Mountainbike Marathon 2012
Verfolgungsjagt im Feld
Die berüchtigte "Rutsche" am Dünsberg
Reifenpanne. Die anspruchsvolle Strecke fordert Mensch und Material heraus
Fliegende Verpflegung am Krumbacher Kreuz
Die Zuschauer feuern ihre Favoriten an
Steile Singletrack-Passage: Die berüchtigte "Rutsche" am Dünsberg
Max Friedrich bei der Zieleinfahrt
Familiensport: Julius Blank mit seinem Vater Andreas Blank nach dem Rennen
Die Sieger der Klasse U19 (Junioren): Julius Blank, Jan-Philipp Eberts und Jonas Steinmüller (v.l.)

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Kommentare zum Beitrag

Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 06.08.2012 um 22:29 Uhr
Klasse Bericht, danke!
Jaaa... Wie steil die "Rutsche" tatsächlich ist, kann ich mich noch gut erinnern! ;-)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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