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Runder Tisch in Biebertal will Sportstätten zukunftsfähig machen

Die Sporthalle Biebertal.
Die Sporthalle Biebertal.
Biebertal | Rund 70 Biebertaler Bürger, darunter viele Kommunalpolitiker und Vertreter der örtlichen Sportvereine, hatten sich am vergangenen Mittwoch im Rodheimer Bürgerhaus versammelt, um darüber zu reden, wie man angesichts der schlechten finanziellen Situation der Gemeinde die vorhandenen Sportstätten erhalten kann.
Biebertals Bürgermeister Thomas Bender machte deutlich, dass bei einem Defizit von 2,7 Millionen Euro im Jahr 2010 auch im Sportbereich der Gemeinde gespart werden müsse. Die meisten der Biebertaler Sportstätten sind in den 70er und 80er Jahren gebaut worden, Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Anlagen deshalb mittlerweile dringend notwendig. Dies gelte auch für die örtlichen Bürgerhäuser, die zum Teil ebenfalls von den Sportvereinen genutzt würden. Aufgrund des hohen finanziellen Aufwands für Betrieb und Instandhaltung sei zukünftig eine stärkere Beteiligung der Bürger an den Kosten nicht auszuschließen. Nun gehe es in erster Linie darum, zu überlegen, mit welchen Strategien man der veränderten Situation in der Gemeinde begegnet.
Horst Delp vom Landessportbund Hessen sah ebenfalls die
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Sanierungsbedürftigkeit der bestehenden Sportanlagen, betonte aber, dass in Hessen generell beim Sport weniger gespart werde als in anderen Bundesländern. So gebe es zum Beispiel ein Förderprogramm für Schwimmbäder, das einen Umfang von 50 Millionen Euro besitze. Delp sprach sich dafür aus, mit dem Instrument der „kommunalen Sportentwicklungsplanung“ an das Problem heranzugehen. Dabei werde eine Hochschule damit beauftragt - in Absprache mit Vertretern der örtlichen Vereinen und der Verwaltung - eine am langfristigen Bedarf einer Gemeinde orientierte Perspektive zu entwickeln und ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten.
Übereinstimmung herrschte bei allen Rednern bezüglich des hohen Stellenwerts des Sportes in Biebertal. Schwimmbad, Sporthalle und Plätze gehörten zu den „Schätzen“ der Gemeinde, die man hegen und pflegen müsse. Andererseits sei klar, dass auch der Sport und die Vereine ihren Beitrag zur Konsolidierung leisten müssen. Roland Keller, der Vorsitzende der SKG Rodheim-Bieber, verwies auf die Bildung von Spielgemeinschaften, wodurch zum Beispiel Fußballplätze eingespart werden könnte. Die Gemeinde besitzt insgesamt fünf Plätze. "Für die Zukunft wären drei gute Sportplätze ausreichend - statt einem guten Sportplatz und vier schlechten“, so Keller.
Fußballplatz
Fußballplatz
Moderiert wurde die Veranstaltung von Professor Dr. Wolfgang George von der Initiative „Kooperatives Mittelhessen“. Er schlug vor, die Rechtsform der Genossenschaft als Modell für den Betrieb der Sportanlagen anzuwenden. Besonders in Krisenzeiten biete dies die Möglichkeit, kleine Potenziale zusammenzuführen. Auch Daniela Watzke vom Genossenschaftsverband setzte sich dafür ein, dies in Erwägung zu ziehen.
Hinsichtlich der Genossenschaft äußerte Bürgermeister Bender seine Skepsis: „Eine Rechtsform löst erstmal keine Probleme“. Aber die Veranstaltung sei ein Auftakt, dem weitere Schritte folgen werden. Als Nächstes werde man versuchen, ein Gremium aus Vertretern der betroffenen Sportvereine zu bilden, um dann die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Eine Folgeveranstaltung zum Thema "Zukunftsfähigkeit kommunaler Sportstätten" wird am 16. Juni in Rodheim stattfinden.

Die Sporthalle Biebertal.
Die Sporthalle Biebertal. 
Fußballplatz
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Schwimmbad
Schwimmbad 
Wald / Lauftreff
Wald / Lauftreff 

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von:  Tomas Schrewe

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