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„Es ist das Leben, das die besten Geschichten schreibt“

Hardy Krüger hat Geschichten aus seinem Leben vorgelesen und anschließend Autogramme gegeben.
Hardy Krüger hat Geschichten aus seinem Leben vorgelesen und anschließend Autogramme gegeben.
Biebertal | Schauspieler und Autor Hardy Krüger hat am Samstag im Bürgerhaus Rodheim Geschichten aus seinem Leben vorgelesen. Rund 380 Menschen haben sich eingefunden, um Krüger, der mit Filmen wie „Hatari“ (1961) und „Der Flug des Phönix“ (1965) bekannt geworden ist, einmal aus der Nähe zu erleben. Mit lang anhaltendem Applaus empfing das Publikum seinen Star, der sichtlich gerührt war. „Es macht Spaß, zum Publikum zu kommen und so willkommen geheißen zu werden“, begrüßte er seine Zuhörer. Vier Geschichten aus seinen Büchern hat Krüger zum Vorlesen ausgewählt und nach einer launigen Ansprache hat er sich an den Tisch mit der kleinen Lampe gesetzt und angefangen zu lesen. Witziges und Trauriges wechselten sich ab, wenn Krüger mit seiner Stimme die Vergangenheit lebendig werden ließ. Unter viel Gelächter erzählte er, wie er fast ohne französisch zu sprechen in einem französischen Film spielte und daraufhin sogar einen Preis gewonnen hat. „Da kann man sehen, wie leicht es ist, so einen internationalen Filmpreis zu bekommen“. Auch seine Erlebnisse mit einem Grenzbeamten der damaligen DDR, der ihn und den Boxer Max Schmeling
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verhaftet und dies im schönsten Sächsisch erklärte („se sin ferhafded“), brachte die Zuhörer zum Lachen. Nach langem Applaus betonte er, dass diese Erzählungen wahr seien. „Ich habe nichts dazu erfunden“. Das traf auch auf die nächste, sehr traurige Erzählung zu, die den Zuhörer mitten in das zerbombte Berlin des zweiten Weltkrieges führte. Dort wurde Krüger Heiligabend bei einem Luftangriff verschüttet und verlor seine damalige große Liebe. Den Schmerz über diesen Verlust konnte man auch am Samstag während des Vorlesens noch heraushören. Krüger nutzte die Geschichte, um den Zuhörern klar zu machen, wie wichtig es sei, dass solche Schrecken wie damals nie wieder geschehen.
Zum Abschluss gab es dann noch eine witzige Geschichte über den Schauspieler Laurence Olivier und seine Begegnung mit dem damaligen englischen Premierminister Winston Churchill, der Olivier bis ins Badezimmer gefolgt ist, um Shakespeare zu diskutieren.
Die Geschichten, die Krüger vorgelesen hatte, stammten unter anderem aus den Büchern „Szenen eines Clowns“ und „Die andere Seite der Sonne“, die von lustigen, nachdenklichen und auch traurigen Momenten im Leben von Menschen handeln. Aber Hardy Krüger hat nicht nur vorgelesen, er hat es geschafft, seine Zuhörer
Auch zur Begrüßung erzählte Hardy Krüger schon witzige Anekdoten.
Auch zur Begrüßung erzählte Hardy Krüger schon witzige Anekdoten.
in seinen Bann zu ziehen. Durch Tonfall, Dialekte oder Pausen an den richtigen Stellen wurden die Geschichten lebendig. Die zwei Stunden, die Krüger gelesen hat, waren sehr schnell vorbei. Am Ende der Lesung applaudierte das Publikum lange und begeistert. „Wenn Sie so weitermachen kann es Ihnen passieren, dass ich wiederkomme“, scherzte Krüger. Anschließend holte er seine Frau Anita auf die Bühne, „damit Sie sie mal kennenlernen“. Von Anita Krüger stammen die Fotos in den Weltenbummler-Büchern. Inzwischen hat sie zwei eigene Bücher geschrieben. Bei der anschließenden Autogramm-Stunde saß sie neben ihrem Mann, um die Bücher, an denen sie beteiligt war, ebenfalls zu signieren. Mehrere Stifte hatten sich Hardy und Anita Krüger für das Schreiben der Autogramme mitgenommen. Sie werden sie alle gebraucht haben, denn die Schlange mit Menschen, die ein Buch signiert haben wollten, war sehr lang.

Hardy Krüger hat Geschichten aus seinem Leben vorgelesen und anschließend Autogramme gegeben.
Hardy Krüger hat... 
Auch zur Begrüßung erzählte Hardy Krüger schon witzige Anekdoten.
Auch zur Begrüßung... 
 
Nach der Lesung signierten Hardy Krüger und seine Frau Anita Bücher.
Nach der Lesung... 

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von:  Nicole Lodders

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