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Verein techn. Führungskräfte Gießen e.V. war in Ahrweiler und besichtigte den Regierungsbunker

Biebertal | m März 2008 wurde ein bundesweit einmaliges Zeitzeugnis vergangener Tage seiner neuen Bestimmung übergeben:
Der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal öffnete seine atombombensicheren Tore als Museum. Teilbereiche der Anlage stehen den Besuchern offen, laden Jung und Alt aus aller Welt ein. Für den Träger der Dokumentationsstätte, den Heimatverein „Alt-Ahrweiler“, ist dies Herausforderung und Verantwortung zugleich, denn die Mitarbeiter begleiten auf ihrer ca. 1,5-stündigen Bunker-Führung durch eine unterirdische Welt, die noch bis vor kurzem strenger Geheimhaltung unterlag. Eine umfangreiche Dokumentation und Originalgegenstände am Originalschauplatz informieren über dieses Kapitel deutscher Geschichte, das Teil eines weltweiten Drohszenarios der Supermächte in Ost und West war.
Der Regierungsbunker im Ahrtal war das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Seine Planung reicht bis ins Jahr 1950 zurück, Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer war vom Anfang an mit einbezogen.

Federführend war das Bundesinnenministerium, das sich nach jahrelanger Standortsuche für zwei Eisenbahntunnel
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der ehemaligen, (unvollendeten) strategischen Bahn durch das Ahrgebirge entschied. Dort, wo 1962 am Kuxberg mit dem Bunkerausbau begonnen wurde, endet die Geschichte des „Ausweichsitzes der Verfassungsorgane“ auch wieder und wechselt ins museale Zeitalter. Hier lag der Zugang zu den wesentlichen Bereichen der Regierung, die sich mit einer Überdeckung von bis zu 110 Metern im Innenteil befanden – so das Zimmer des Bundeskanzlers, das Bundespräsidialamt oder der Raum für den gemeinsamen Ausschuss aus Bundestag und Bundesrat.

Mit der Fertigstellung 1971 war die Bunkeranlage auf 17,3 km gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Nach dem Rückbau zwischen 2001 und 2006 sind 203 Meter der ehemaligen Anlage als Dokumentationsstätte erhalten.

Die Dokumentationsstätte bietet sich dem Betrachter von außen als ein
mittenbetontes, dreigliedriges Ensemble. Zentrales Element ist das massive
Splitterschutzgebäude, welches mit Erde bedeckt und zu Tarnzwecken bewachsen
war. Rechts und links schließen sich zwei Neubauten an, die das Foyer und
den Vortragsraum beherbergen. Sie sind durch eine geringere Höhe und ihr
Material deutlich abgesetzt. Zudem rücken vertikale Glasschlitze die neue
von der alten Architektur ab.

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von:  Fred Sandner

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Interessensgebiet: Biebertal
Fred Sandner
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