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Die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung - Teil 1

von Andreas Reham 09.04.2009908 mal gelesen3 Kommentare
"Pompeji"          Copyright: Andreas Reh
"Pompeji" Copyright: Andreas Reh
Biebertal | Wo die klassische Fotografie an ihre Grenzen stösst, beginnt ein neuer kreativer Prozess. Mit dem Bild-Composing, dem digitalen Zusammenführen einzelner Bilder kann man aus einfachen Bildern Wundersames schaffen. Composing ist wie das Malen auf einer digitalen Leinwand. Mittels Bildbearbeitungsprogrammen als Werkzeuge werden unterschiedliche Objekte, Hintergründe und Effekte zu einem Gesamtbild verschmolzen.
Ich möchte heute eine kleine Serie über die Möglichkeiten der modernen digitalen Bildentstehung einläuten.

Den Anfang macht das Bild „Pompeji“, entstanden aus drei einzelnen Fotografien, einem Studio-Aktportrait einer jungen Frau, der Aufnahme einer Felswand und der Struktur einer Steinfläche als Hintergrund. Damit die Einzelbilder so zusammengefügt werden können, dass ein stimmiges Ergebnis dabei herauskommt, muss man in einem Bildbearbeitungsprogramm mit „Ebenen“ arbeiten. Das Arbeiten mit Ebenen ist im Grunde nichts anderes, als würde man verschiedene Negative oder Dias übereinander legen und gemeinsam belichten. Das hat man zu Analogzeiten schon getan, heute im Digitalzeitalter ist das jedoch
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viel einfacher und genauer zu bewerkstelligen. Zudem kann man mit der digitalen Methode nicht nur einfacher Ebenen mit variabler Deckkraft übereinander legen, sondern diese auch miteinander verrechnen. Das wurde hier getan, die Einzelbilder als Ebenen wurden mit der Methode „Ineinanderkopieren“ verrechnet und wo nötig, selektiv ausgeblendet und perspektivisch an die Körperoberfläche angepasst.

Hört sich kompliziert an? ...Ist es auch… und zeitintensiv noch dazu, 3 Stunden stecken in der Bearbeitung dieses Bildes, angesichts der Entstehungszeit von Gemälden allerdings doch wieder schnell. Das Endergebnis erinnerte mich spontan an die armen Seelen der Menschen vom Pompeji, so hat das Bild erst nachträglich seine Aussagekraft und seinen Namen bekommen. Wie man auch zielorientiert die Composing-Technik einsetzen kann, um Bildaussagen zu verstärken, möchte ich in Teil 2 der Serie berichten.

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Kommentare zum Beitrag

Lisa Gietmann
87
Lisa Gietmann aus Lollar schrieb am 09.04.2009 um 14:03 Uhr
Toller Beitrag und tolles Bild! Interessiere mich selbst für digitale Bildbearbeitung und habe mir das ein oder andere auch selbst beigebracht. Bin leider noch nicht dazu gekommen einen Kurs oder Ähnliches zu besuchen.
Marion Wallenfels
2.049
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 10.04.2009 um 15:12 Uhr
Interessantes Bild mit einem sehr passendem Titel ! Toll, was man mit digitaler Bildbearbeitung alles machen kann, ein spannendes Thema. Allerdings - ohne einen Kurs oder entsprechende Literatur, ist so ein kompliziertes Verfahren wohl schwierig zu lernen.
Andreas Reh
113
Andreas Reh aus Biebertal schrieb am 10.04.2009 um 18:12 Uhr
Ich danke Euch, es ist für blutige Anfänger sicher nicht einfach, den Einstieg zu finden, das gezeigte Beispiel ist auch schon etwas anspruchsvoller. Im Teil 2 der Serie stelle ich ein einfacheres Beispiel vor, welches auch schon Einsteiger bewältigen können. Grundlage für alle vorgestellten Techniken ist aber immer das Arbeiten mit sogenannten Ebenen im Bildbearbeitungsprogramm. Dass sollte die Software zumindest können um die vorgestellten Beispiele nachvollziehen zu können.
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