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Mittelalterliche Burgen, Schlösser und Ruinen im Kreis Gießen, Folge 6: Burgruine Grüningen

Gießen | Von der A45 an der Abfahrt Münzenberg runter, dann über Gambach und Holzheim nach Grüningen. Dort in der Burggrabenstrasse parken und dem Fußweg zu Burg folgen.
Grüningen liegt südöstlich von Gießen in der flachen Landschaft. Und im alten Ortskern findet man die Ruine der quadratischen Wasserburg, deren Gräben zum Teil heute noch erkennbar sind. Erhalten blieb auch die hohe Mauer aus Basaltsteinen ringsherum, die mit ihren gut zwei Meter Wandstärke den Burginnenhof umrandet. Auch das gotische Eingangstor und der Stumpf des Rundturmes sind erhalten. Im Inneren der Anlage wurden die Kellerreste freigelegt. Man weiß nicht genau, wie diese Burg eine Ruine wurde. Da man weiß, dass sie Teil der Ortsbefestigung war und innerhalb der wahrscheinlich gleichzeitig errichteten Stadtmauer lag, vermutet man, dass die Burg 1634 im Dreißigjährigen Krieg bei einem Stadtbrand zerstört wurde und seitdem Ruine blieb.
Im Jahr 799 wurde die Ortschaft „Gruningen“ in einer Lorscher Urkunde genannt und gilt als einer der wohl ältesten Orte in der Wetterau. Nachdem Grüningen nach dem Aussterben der Herren von Münzenberg, in deren Besitz sie gegen Ende des elften Jahrhunderts war, kam sie 1255 an die Falkensteiner. Als jedoch Erzbischof Werner von Trier, der letzte Falkensteiner, starb, fiel Grüningen mit dem sogenannten „Butzbacher Drittel“ als Erbe an die Eppsteiner.
Die Burg wurde erstmalig 1459 genannt und wohl an der Stelle einer älteren Anlage von Graf Gottfried von Eppstein erbaut.
Heute finden dort mehrmals im Jahr regionale Feste, wie das Kartoffelfest statt. Außerdem ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer der Limes-Tour.

 
Der Eingang mit dem gotischen Tor.
Der Eingang mit dem... 
Ein Blick vom Turm in den Innenhof der Burg. Aufgenommen wurde es im Oktober letzten Jahres bei der Limeswanderung bzw. beim Grüninger Kartoffelfest.
Ein Blick vom Turm in... 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.534
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.03.2009 um 11:12 Uhr
Ist das Tor geöffnet. Würde gerne einmal in das Innere reinschauen.
KREATIVE KA:OS
3.192
KREATIVE KA:OS aus Gießen schrieb am 14.03.2009 um 11:39 Uhr
Nein, dass Tor ist in der Regel nicht geöffnet. Öffnungszeiten sind mir leider auch nicht bekannt. Aber warten Sie kurz, ich füge ein Foto von der Pohlheimwanderung hinzu, dann können Sie ein bisschen vom Inneren betrachten. Nicht viel, aber wenigstens etwas...
H. Peter Herold
27.534
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.03.2009 um 11:47 Uhr
Danke!
H. Peter Herold
27.534
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.03.2009 um 16:47 Uhr
Nochmals danke. So hat man die Gelegenheit zu sehen wie es hinter der mauer ausschaut. Männlicher Wissendurst befriedigt.
39
Erika Bender aus Pohlheim schrieb am 16.03.2009 um 21:30 Uhr
Hallo Frau Bernhardt,
auf welche Quellen beziehen Sie sich?
In Grüningen ist bekannt:
- erste Erwähnung 8.Juli 1394
- nicht beim Stadtbrand 1634 zerstört, da bereits am 13.Januar 1603
verfallen.
Das Tor ist während der Sommerzeit jeden Donnerstag (keine Feiertage) von 18.00-20.00 Uhr zur Zeit der Restaurierungsarbeiten durch den Heimatverein geöffnet. An jedem 1.Sonntag in den Monaten Mai bis August öffnet das "Burgcafe"von 14.00 - 17.00 Uhr und lädt bei Kaffee und Kuchen zur Besichtigung ein.
KREATIVE KA:OS
3.192
KREATIVE KA:OS aus Gießen schrieb am 17.03.2009 um 18:50 Uhr
Vielen Dank für die Daten. Da ich keine weiteren Infos gefunden hatte, bezog ich mich bei dieser Burg auf das Buch "Mittelalterliche Burgen in Hessen".
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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KREATIVE KA:OS
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