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großes Kino im Londorfer Bahnhof bei freiem Eintritt

Bahnhof Londorf  in der Bildmitte am 01.Mai 1933
Bahnhof Londorf in der Bildmitte am 01.Mai 1933
Allendorf (Lumda) | Anno 1954 wurde in Lollar auf dem Areal von drei im Krieg durch Bombemabwurf zerstörten Häusern ein Kino erbaut. Wer erinnert sich noch? "REX - Filmtheater" prangte es an der Fassade. Die Filmplakate hingen im gesamten Lumdatal bis hinauf nach Rabenau-Geilshausen. Ein Stück neue Zeit war es. Eine breite Treppe vor dem Gebäude, eine kleine Passage, große Glastüren. Und das alles unweit des Lollarer Bahnhofes, also zentral gelegen.

Etwa anno 1991 in Londorf. Die Gemeinde Rabenau erwirbt von der Deutschen Bundesbahn das Stationsgebäude von Londorf. Nachdem nun seit 01.April 1991 das Stillegungsverfahren für den Gesamtverkehr der Lumdatalbahn zwischen Mainzlar/Didierwerke und Londorf durch den damaligen Bundesverkehrsminister bestätigt wurde, entledigte sich die Grundeigentümerin nach und nach der Bahnhofsgebäude im Lumdatal. In Londorf war zudem der ehemalige Güterschuppen sehr marode geworden, so dass er bald danach abgerissen wurde. An seine Stelle trat der jetzt allen Ortsansässigen bekannte "Bürgersaal im Bahnhof", der architektonisch gut zum renovierten Empfangsgebäude passt. Diese Loklität
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ist der ideale Platz um drei historische Filme zur alten Lumdatalbahn aufzuführen, dachten sich Gerd Schönhals, Karl Wagner und Wolfgang Richter, die neben vier weiteren Personen die derzeit laufende Dauerausstellung im Museum der Rabenau zum 110 jährigen Bestehen der Lumdatalbahn organisierten und betreiben.

Drei historische Filme?

Anlass zu einer filmischen Dokumentation im Lumdatal gab es schon in den 1930er Jahren. Seinerzeit entstand die Reichsautobahn 5, die das Lumdatal nahe der Ortschaft Lumda, die heute ein Stadtteil von Grünberg ist, quert. Der Schienenweg durchs Lumdatal war dabei logistischer Partner für die Belieferung mit allerlei Maschinen, Geräten und Gütern, was in kurzen Szenen im Film deutlich wird. Natürlich sind auch Lkw´s der 1930er Jahre zu sehen. Die Entwicklung beim Bau von Verkehrswegen hat sich, anschaulich durch diesen Film, dramatisch verändert.

Anno 1967 machte sich dann der evangelische Pfarrer aus Grünberg, Kurt Burlein, auf den Weg, um die Verkehre zwischen Londorf und Gießen auf Zelluloid zu bannen. Diese Filmaufnahmen sind heute ebenso eine Rarität und werden erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. Packende und typische Szenen des Dampflok-Bahnbetriebes, aber auch die
am 05.Jan.1979 am Bahnhof in Gießen an Gleis 5 ist ein Akkumulatorentriebwagen nach Londorf  abfahrtbereit. Laut Fahrplan 78/79 der N 7239 Abf.: 16.41 an "a". Ank. Londorf um 17.19 Uhr (mit Wartezeit in Lollar)
am 05.Jan.1979 am Bahnhof in Gießen an Gleis 5 ist ein Akkumulatorentriebwagen nach Londorf abfahrtbereit. Laut Fahrplan 78/79 der N 7239 Abf.: 16.41 an "a". Ank. Londorf um 17.19 Uhr (mit Wartezeit in Lollar)
Reisegepflogenheiten der 1960er Jahre wurden in diesem "normal 8 Film" konserviert. Man erkennt Häuser und Landschaften wie sie sich vor fast 50 Jahren im Lumdatal darstellten. Der Haltepunkt Daubringen, die Kiesverladeanlage in Lollar an der Strecke nach Wetzlar in Höhe des Wißmarer Sees, und vieles mehr sind zu sehen.

Am 31.Oktober 1993 folgten dann Sonderverkehre, die Horst Reinsberg aus Lollar, seinerzeit ein Mitglied des ehemaligen "Lollarer Filmclubs" miterlebte und mit seiner Filmkamera festhielt. Diese Befahrung des Eisenbahntrasse bis Allendorf/Lda. war seinerzeit ebenso spektakulär wie selten, denn die Schienen waren ja seit 1991 förmlich stillgelegt. Die Netzeigentümerin gestattete aber ausnahmsweise diesen Netzzugang. An diesem Sonntag im Herbst fand in der Kleinstadt Allendorf/Lda. das Stadtfest zum Nikelsmarkt statt. Mehr als 1.000 Personen reisten mit einer Doppelgarnitur der Dieseltriebwagen des Typs VT 628 an, den Ernst Amend steuerte. Etliche mussten freilich im Zug stehen, weil er so gut besetzt war. Diese starke Resonanz war auch eine Demonstration für die Wiederbelebung der Lumdatalbahn.

Die Filme hat Manfred Wahl aus Wettenberg digitalisiert und akustisch aufbereitet. Die Filmautoren Kurt Burlein und der Bruder von Horst Reinsberg werden voraussichtlich an dem Filmabend anwesend sein. Fragen zur Lumdatalbahn und den Filmen können also aus "erster Hand" beantwortet werden.

Der Filmabend findet am Mittwoch den 11.Juli 2012 ab 19.00 Uhr im Bürgersaal im Bahnhof von Londorf statt. Der Eintritt ist frei. Besucher erhalten zudem zur Erinnerung eine historische Fahrkarte aus einem sehr alten Fahrkartendrucker im Besitz von Wolfgang Richter. Ferner kann ein aktuell erschienenes Brevier zum 110 jährigen Bestehen der Lumdatalbahn vom Herausgeber, Jürgen Röhrig, erworben werden
Sollten mehr Personen erscheinen, als Sitzplätze im Bürgersaal vorhanden sind, wird kurfristig eine Wiederholung anberaumt.


Licht aus!
Vorhang auf!

Bahnhof Londorf  in der Bildmitte am 01.Mai 1933 2
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am 05.Jan.1979 am Bahnhof in Gießen an Gleis 5 ist ein Akkumulatorentriebwagen nach Londorf  abfahrtbereit. Laut Fahrplan 78/79 der N 7239 Abf.: 16.41 an "a". Ank. Londorf um 17.19 Uhr (mit Wartezeit in Lollar) 2
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offizielles Plakat zur Dauerausstellung im Museum der Rabenau, Brodbachstrasse 2
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ein in 1967 typischer Personenzug mit einer Dampflok, die im Film zu sehen sein wird.
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seit Juli 1996 werden Sonderfahrten im Lumdatal nur noch bis Mainzlar (im Bild) genehmigt.
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
26.450
Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.07.2012 um 19:41 Uhr
Guter Beitrag einer guten Sache.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Lumdatal Bahn

von:  Lumdatal Bahn

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