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Die Lumdatalbahn

Die Limburger "Zigarre" (ETA 517) in Londorf
Die Limburger "Zigarre" (ETA 517) in Londorf
Allendorf (Lumda) | Die Lumdatalbahn – eine Erinnerung

Diese in einer schönen Landschaft entlang der Lumda gelegene Eisenbahnstrecke hat es verdient, dass man ihr ein kleines Denkmal setzt. Die Lumda mündet zwar bei Lollar in die Lahn, die Strecke selber begann und endete in Gießen. Dort befand sich einst ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt der Main-Weser-Bahn mit großen Güterhallen und einem eigenen Bahnbetriebswerk. Von meiner ersten Arbeitsstätte in der Frankfurter Straße konnte ich in den 60er Jahren noch die Baureihe 55 beim rangieren beobachten – ich fand sie damals grau und hässlich, heute würde ich sie gern noch einmal rangieren sehen.
Von Gießen ging Fahrt auf der Hauptstrecke nach Lollar, dort zweigte die Lumdatalbahn eingleisig ab. Die Strecke endete – oder begann, ganz wie man es nimmt, in Grünberg. In den 60er Jahren wurde die Strecke aber nur noch bis Londorf geführt und der Abschnitt bis Grünberg eingestellt. Die Gleise wurden alsbald auch abgerissen.
In den 60er Jahren wurde der Personenverkehr auf der Reststrecke ebenfalls eingestellt. Ich kann mich noch erinnern, dass vor der Einstellung
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noch Lokomotiven der Baureihe 50 eingesetzt wurden – riesige Schlepptenderdampfloks. Auch die sogenannten Limburger Zigarren –Dieseltriebwagen, ETA 517/ESA 817, gibt es von KATO in H0 – wurden noch eingesetzt. Gottseidank habe ich davon noch zwei Bilder, die mein Bruder Rolf im Londorfer Bahnhof aufgenommen hat.
Für uns gab es damals keine andere Möglichkeit als mit dem Zug nach Gießen oder Lollar zu kommen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir morgens gegen 7 Uhr mit einer Baureihe 86 und „Donnerbüchsen“ nach Gießen zur Arbeit fuhren. Diese Zeit war besonders interessant, da dann zwei Züge im Bahnhof Allendorf kreuzten. Später fuhren wir dann mit Schienenbussen der Baureihe VT 98. Man konnte sich unterhalten und Neuigkeiten austauschen, dann gingen wir zusammen über mehrere Kilometer zur Arbeitsstelle – die Zeit verging dabei wie im „Zug“. Auch der Güterverkehr hatte im zweigleisigen Bahnhof Allendorf mit einem zusätzlichen Gütergleis große Bedeutung, denn dort holten wir die im Güterwagen transportieren Brikett mit dem Handwagen ab. Oder wir brachten in der Erntezeit das Obst an die Sammelstelle vor dem Güterwagen für mich immer ein kleines Taschengeld. Es mag sein, dass das alles altmodisch klingt!? Aber ist es besser, wenn Individuum allein in seinem Auto hockt und den pseudolustigen Morgenradiomodera"toren" und -rinnen zuhört?
Es ist schön zu sehen, dass wieder Fahrten auf der Lumdatalbahn stattfinden!

Inzwischen tut sich einiges für die Reaktivierung der Lumdatalbahn! Es gibt einige sehr aktive Befürworter. Unter ihnen ist der ehemalige Wolfgang Richter "primus inter paris".

Die Limburger "Zigarre" (ETA 517) in Londorf
Die Limburger "Zigarre"... 
Nochmals die "Zigarre"
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
19.709
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 26.09.2011 um 13:47 Uhr
Na ja, alle Radiomoderatoren sind wohl keine "toren". Es kommt auf den Sender an, den man hört. Ich habe von 1956 bis 65 die TKS in Grünberg besucht und bin von Nieder-Ohmen mit der Vogelsbergbahn gefahren. Ich erinnere mich an viele Schüler, die mit der Lumdatalbahn nach Grünberg kamen.
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