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Viele Parteien und Kandidaten haben die Chancen moderner Regionalbahnen erkannt

moderner Triebwagen der Dürener Kreisbahn zu Besuch am Bahnhof Mainzlar
moderner Triebwagen der Dürener Kreisbahn zu Besuch am Bahnhof Mainzlar
Allendorf (Lumda) | Die Lumdatalbahn AG (LB AG) freut sich über die große Resonanz des Themas Lumdatalbahn, aber auch zur Horlofftalbahn im Kommunal-Wahlkampf. Die Kandidatinnen und Kandidaten der meisten Parteien haben die Chancen erkannt, die ein Schienenanschluss den Städten und Gemeinden bieten würde. Nur durch eine hervorragende Infrastruktur mit schnellen und gleichzeitig umweltver-träglichen Verkehrswegen wird das Lumdatal im Wettbewerb mit dem südlichen Landkreis Gießen und der Rhein-Main-Region bestehen können.

Seit einigen Jahren verbuchen in Hessen fast nur noch die größeren Städte ein Bevölkerungswachstum. Ländliche Regionen können nur mithalten, wenn Sie jungen Familien ein Mindestmaß attraktiver Mobilität ermöglichen. Aktuell sichert daher die im Südkreis gelegene Stadt Hungen ihren Schienenanschluss in Richtung Rhein-Main durch Übernahme der Horlofftalbahn. Damit eröffnen sich die Hungener jene Option, die in Nidda, Lang-Göns oder Brandoberndorf erfolgreich und mit hoher Fahrgastakzeptanz betrieben wird.

Um die Lumdatalbahn zu erhalten und als moderne Regionalbahn in Betrieb zu nehmen, braucht es zweifelsfrei Kommunalpolitiker mit Kompetenz und Weitblick. Sowohl für Investitionen als auch für die Betriebskosten von Regionalbahnen gibt es klar geregelte Zuständigkeiten und Zuschussleistungen. Keine Stadt und keine Gemeinde wird durch Reaktivierung und den Betrieb einer Regionalbahn über Gebühr belastet. Im Gegenteil, Bürgermeister und Landräte in Anrainerkommunen berichten von Erfolgen durch die Wiederinbetriebnahme stillliegender Schienenwege.

Die LB AG wünscht sich, dass die neuen Kommunalparlamente in einem ersten Schritt dem Beispiel der Städte Hungen und Wölfersheim folgen und die Lumdatalbahn gemeinsam mit dem Landkreis Gießen in kommunales Eigentum übernehmen. Aktive Bürger aus dem Umfeld der Lumdatalbahn Aktiengesellschaft pflegen seit mittlerweile über 15 Jahren den Gleiskörper in zusammengerechnet tausenden Arbeitsstunden. Es käme einer Diskriminierung ehrenamtlichen Engagements und Verhöhnung von Mobiltätsbedürfnissen der Bevölkerung gleich, würde es den Städte.- und Gemeindevertretern nicht gelingen, ihren Anschluss an das Bahnnetz langfristig zu sichern und die Wiederinbetriebnahme zusammen mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund Schritt für Schritt in die Wege zu leiten.

Moderne Regionalbahnsysteme zeichnen sich durch auffallend geräuscharme Fahrzeuge, ebenerdige und behindertengerechte Zugänge an den Bahnsteigen, vertaktete Verkehre mit Anschlusssicherheit, komfortables und schnelles reisen, eine Fahrzeuginneneinrichtung, die auch die 1. Klasse, WC und genug große Räume für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle kennt, aus.

Die Verkehrsbedürfnisse im Lumdatal orientieren sich im Schwerpunkt auf die Kreisstadt Gießen und das Unterzentrum in Lollar. Die Lumdatalbahn verbindet auf kurzem Weg die zentralen Orte im Lumdatal bis Lollar und führt dann auf der Main-Weser-Bahn entlang der Lahn direkt nach Gießen. Die ermittelte Gesamtfahrzeit ab Londorf nach Gießen beträgt etwa 28 Minuten. Zwischen Lollar und Gießen erreichen Züge sogar 130 km/h.

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Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
4.184
Stefan Walther aus Linden schrieb am 24.03.2011 um 14:49 Uhr
Danke für den Tipp!

...und den Inhalt des Beitrages = kein Widerspruch!
Für die konkrete Planung / Umsetzung wäre es dann meiner Meinung nach erforderlich, dass alle Beteiligten, - RMV, LB AG, Kommunalpolitiker - , gleichberechtigt (auf "Augenhöhe") diskutieren und entscheiden.
Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 24.03.2011 um 22:56 Uhr
Die Rückkehr in die Fläche durch Privatbahnen und die voranschreitende Regionalisierung sollte ein wichtiger und richtiger Wegweiser sein, auch im Lumdatal bald wieder VT's brummen zu lassen. Ich drück die Daumen.
Christian Momberger
10.949
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 27.03.2011 um 16:41 Uhr
Ich kann dem hier gesagten (Artikel wie Kommentare) nur zustimmen! Wäre wirklich gut und zukunftsweisend, wenn die Bahn wieder mehr in die Fläche gehen würde.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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