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Naturschutzgebiet Hangelstein - Frühlingserwachen und Sonnenuntergang.

von Heiner Kloseam 16.04.20201448 mal gelesen3 Kommentare
... vor dem Hangelstein-Parkplatz drehte ein Mäusebussard seine Runden und war sicher auf Futtersuche.
... vor dem Hangelstein-Parkplatz drehte ein Mäusebussard seine Runden und war sicher auf Futtersuche.
Allendorf (Lumda) | Der Hangelstein ist ein vielfältiges und artenreiches Waldgebiet von herausragender Bedeutung.
Bei meinen Besuchen letztes Jahr, habe ich dieses einheimische `Naturparadies`, das so dicht vor unserer `Haustür` liegt, mehr wie schätzen gelernt.
Der Hangelstein mit seinem 305 m hohen, bewaldeten Basaltkegel ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Hessens; ein Besuch zu jeder Jahreszeit lohnenswert!
Besonders beeindruckend ist der Frühlingsaspekt im Kuppenbereich, wenn der Waldboden übersät ist von Mengen an Finger- und Hohlem Lerchensporn,
Wald-Gelbstern, Buschwindröschen und vielen anderen Waldbodenpflanzen.
Den richtigen Zeitpunkt hatte ich wieder mal gut abgepasst, das `Blütenmeer` im oberen flachen Hangbereich zu fotografieren.

Pflanzenwelt.
Was die Pflanzenwelt angeht, besteht der Hangelstein geprägt von naturnahen, artenreichen Laubwäldern, die weitgehend der natürlichen Vegetation entsprechen, d.h. den Waldtypen, die sich ohne menschliche Eingriffe im Gebiet natürlicherweise einstellen. Schutzwürdige Blockschuttwälder des Hangelsteins sind auf Grund der steilen Hanglage wohl nie forstwirtschaftlich genutzt worden und befinden sich daher in einem eher naturnahen Zustand
Mehr über...
Das sieht man auch nach betreten des Schutzgebietes, das mit reichlich vorhandenen Bruch- bzw. Sturmholz, welches so langsam dahin modert und vergeht.
Die sogenannten Blockschuttwälder kommen am Hangelstein sehr kleinflächig vor und beschränken sich auf den von Basaltblöcken übersäten, kühlen und Luftfeuchten, steilen Nordosthang.
Auf diesen Sonderstandorten macht die Buche den Edellaubhölzern Linde, Ahorn und Ulme Platz. Die Esche gesellt sich häufig dazu.

Naturräumliche Einordnung:
Der alte stillgelegte Basaltsteinbruch befindet sich im
nordwestlichen Bereich des Naturschutzgebietes Hangelstein. Je nach Jahreszeit ist der Boden des Steinbruchs mit mehr oder weniger Vegetation bedeckt, so dass nicht in allen Bereichen bis an die Steinbruchwand heran gegangen werden kann.
Aber auch vom Eingang des Bruchs aus sind die aufgeschlossenen Basaltsäulen gut erkennbar.
Was die Teufels- und Felsenkanzel anbetrifft, sind die Namen in Deutschland weit verbreitet für einzelne Felsklippen und gehen vermutlich in Gießen auf eine Sage zurück, wonach der Teufel in der Walpurgisnacht
bei einer Wette einen großen Findling über eine weite Strecke getragen hat, ihn dann aber an bestimmter Stelle zurücklassen musste.
... kurz vor der Teufels-/ Felsenkanzel - blühender Kuppenbereich.
... kurz vor der Teufels-/ Felsenkanzel - blühender Kuppenbereich.
Was die Tierwelt des Hangelsteins angeht, kann diese
als überaus reichhaltig angesehen werden.
Bei Fledermaus - Untersuchungen gelangen mit Mausohr, Kleinen und Großen Abendsegler, Braunen Langohr, Bechstein-, Bart-, Fransen-, Zwerg- und Rauhautfledermaus insgesamt neun Artennachweise.

Des weiteren brüten mehr als 40 Vogelarten im Gebiet,
darunter fast alle typischen Leitarten für die alten Buchenwälder: Hohltaube, Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Rotmilan. Alle einheimischen Spechtarten mit Ausnahme des Wendehals treten als Brutvögel auf: Schwarz-, Grün-, Grau-, Mittel-, Bunt- und Kleinspecht.
Wie ich bei meinem Besuch im >Amt für Umwelt und Natur< in Gießen erfuhr, hat die Untere Naturschutzbehörde dazu beigetragen, dass positive Entwicklungen angestoßen wurden. Es konnten Pflanzen- und Tierbestände stabilisiert werden.
Einige bereits verschwundene Arten sind sogar wieder zurückgekehrt.

Bezüglich Anfahrt zum Naturschutzgebiet Hangelsteins
würde ich vorschlagen, die L 3146 zwischen Alten-Buseck und Daubringen, auf der Anhöhe zu verlassen und über einen Feldweg, den kleinen Waldparkplatz anzufahren.
Von dort ergeben sich mehrere Möglichkeiten
Dünsberg 498 m - Sonne kurz vor dem `Verabschieden´.
Dünsberg 498 m - Sonne kurz vor dem `Verabschieden´.
den wunderschönen Höhenrücken des Hangelsteins
anzulaufen. Auf meist schlängelnden, ansteigenden Pfaden, gesäumt mit auf Bruchholz aufgebauten Steinmännchen, erreicht man nach ca. 45 Minuten, den Aussichtspunkt Teufelskanzel.
Von dort genießt man einen wunderschönen Weitblick
ins Wettenberger Tal, über die Burgen Vetzberg und Gleiberg, über den Dünsberg bis hinüber nach Wetzlar.

Vor allem im Frühling ist eine Wanderung - in unserem
`heimischen Urwald` am Hangelstein sehr lohnenswert
und mit ein wenig Glück lassen sich hier einige seltene Schätze entdecken.

In meinem Beitrag vom 13.Januar - Sonnenuntergang
vom Hangelstein -, hatte ich anklingen lassen, einen weiteren Versuch zu unternehmen, nämlich dann, wenn sich die `Sole` über, besser zwischen den beiden
Burgen Gleiberg / Vetzberg verabschiedet.
Leider habe ich allzu viel Zeit verstreichen lassen und so ging sie über dem Dünsberg (linksseitig vom Sendemast) unter, wie meine Bilder zeigen.
Jetzt genug der `langen Worte`.

Nun wünsche ich allen Naturliebhabern
viel Freude an meinem Beitrag.
Bilder diesmal (fast) ohne Bildunterschriften.
`` Einfach eintauchen in die heimische Natur ``

Liebe Grüße - bleibt alle gesund!
Heiner Klose

... vor dem Hangelstein-Parkplatz drehte ein Mäusebussard seine Runden und war sicher auf Futtersuche.
... kurz vor der Teufels-/ Felsenkanzel - blühender Kuppenbereich.
Dünsberg 498 m - Sonne kurz vor dem `Verabschieden´.
... "ausgerechnet Bananen"! Ein plötzlich auftretender Brand - kurz vor Untergangsphase - hätte mir das Ganze bald vermasselt!!! Die ersten Aufnahmen sind `nur` leicht vernebelt.


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... Pusteblume "kurz vor dem Abflug".
Bei einem Maien-Spaziergang, war die Kamera mit "Im Gepäck".
Ansehnliche Blütendolde am Lumda/Wieseck-Radweg >Kastanie<.
Was sich bei einem Spaziergang alles `ablichten` läßt.
`Noch` blühendes Rapsfeld - Ausgangs Grünberg.
Und noch einmal - weils so schön war - Fotohalt `mußte` wieder herhalten.

Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.848
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.04.2020 um 07:42 Uhr
das sind wunderschöne fotos. danke für den spaziergang
Elke Jandrasits
1.431
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 17.04.2020 um 07:52 Uhr
Ganz tolle Serie, super die Stimmungen eingefangen!

Wir haben rund um Gießen so viele wunderbare Möglichkeiten, in die Natur einzutauchen, das ist gerade in den jetzigen Zeiten ein Vorteil. Und es zeigt, dass man gar keine Fernreise braucht, um neue Eindrücke zu sammeln.
Andrea Mey
10.958
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 22.04.2020 um 23:12 Uhr
Genau, so ist es!
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