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„Deutschlandtakt“ des Bundesverkehrsministeriums nennt erste Fahrplandaten für die Lumdatalbahn

Allendorf (Lumda) | Ziel ist der Stundentakt mit regelmäßigem Anschluss nach Frankfurt

Derzeit wird im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der „Deutschlandtakt“ geplant. Dabei geht es um einen langfristig gültigen Eisenbahnfahrplan, an dem sich Streckenneu- und Ausbauten ebenso orientieren sollen wie die Größe und Leistungsfähigkeit von Eisenbahnknoten. Die Schweiz macht mit diesem „Ausbau nach Maß“ seit Jahrzehnten gute Erfahrungen. Im Mittelpunkt der Planungen stehen nicht möglichst kurze Fahrzeiten auf einzelnen Strecken, sondern gut aufeinander abgestimmte Verbindungen, sowohl zwischen den Metropolen als auch hinein in die Regionen.

Anfang Mai hat das Bundesverkehrsministerium einen überarbeiteten Entwurf für den „Deutschlandtakt“ vorgelegt. Darin ist erstmals auch die Lumdatalbahn enthalten. Das Planwerk lässt erste Rückschlüsse auf den Fahrplan der Lumdatalbahn zu. Demnach werden die Züge im Stundentakt fahren, so wie dies auch in der Nutzen- Kostenuntersuchung zur Lumdatalbahn vorgesehen ist. Gießen wird für die Main-Weser-Bahn ein Knotenpunkt schnellfahrender Züge, die sich dort ungefähr zur vollen Stunde begegnen, so wie es heute bereits die Regionalexpresszüge tun. Künftig wird dieses Grundangebot wohl von Regionalexpress- und IC- oder ICE-Zügen gemeinsam gebildet, was natürlich Fragen nach der Anerkennung der RMV-Fahrscheine in den Fernzügen aufwerfen wird.

Die Lumdatalbahn wird Gießen ungefähr 15 Minuten vor der vollen Stunde erreichen und 15 Minuten danach wieder verlassen. So sind regelmäßige Anschlüsse binnen 15 Minuten zu den schnellen Zügen der Main-Weser-Bahn möglich. Die Fahrzeit der schnellen Züge nach Frankfurt beträgt rund 40 Minuten, die Lumdatalbahn wird etwa 30 Minuten zwischen Rabenau-Londorf und Gießen benötigen. „Selbst aus dem oberen Lumdatal werden die Menschen weniger als 90 Minuten bis mitten hinein nach Frankfurt benötigen“ betont Manfred Lotz, Vorsitzender des Vereins Lumdatalbahn e. V.

Lumdatalbahn-Verein „Die Vernetzung mit den Ortsteilen muss in der Region geplant werden“
Sehr häufig wird den Aktiven vom Verein Lumdatalbahn e. V. die Frage gestellt, was denn die Ortsteile von der Lumdatalbahn haben, die nicht direkt am Gleis liegen. Darauf gibt Vorsitzender Manfred Lotz gerne zwei Antworten. Erstens würden die Menschen die zentralen Orte mit Bahnanschluss gerne aufsuchen, wenn sie dort ein hochwertiges ÖPNV-Angebot vorfinden, sei es mit dem eigenen Auto, als Mitfahrerin oder mit dem Bus. Lotz: „Einkaufsstätten, Banken, Arztpraxen und vieles mehr werden heute in den Kernorten der Großgemeinden konzentriert. Der Bahnhof wird künftig ganz selbstverständlich dazugehören.“
Und zweitens sieht Lotz die lokale Nahverkehrsgesellschaft VGO in der Pflicht, ein optimales Busangebot zu planen. Der Vorsitzende weiter: „Der Bus wird auch künftig zum Lumdatal gehören, selbst wenn viele Fahrten auf die Schiene verlagert werden. Man kann für die Ortsteile von Allendorf und Rabenau eine Ringlinie mit regelmäßigem Anschluss an die Bahn schaffen. Oder man kann die verbleibenden Fahrten der Lumdatal-Buslinie in die Ortsteile verlängern, so wie es heute schon geschieht. Kein Ortsteil wird abgeschnitten. Das gilt auch für Staufenberg.“

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Kommentare zum Beitrag

Jörg Bergstedt
547
Jörg Bergstedt aus Gießen schrieb am 20.05.2019 um 23:00 Uhr
Und nicht nur das: Die Horlofftalbahn ist drin - und auch wieder die Haltestellen Saasen und Göbelnrod auf der Vogelsbergbahn (die waren beim letzten Entwurf plötzlich "weg"). Die Vogelsbergbahn sollte aber nicht nur alle Haltestellen behalten, sondern neue bekommen (siehe www.wiesecktal.tk).
Bernt Nehmer
2.047
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 21.05.2019 um 11:00 Uhr
Der Fahrstuhl im Hungener Bahnhof funktioniert nicht nach meinen Wünschen. Barrierefrei ist was anderes. Wer an neue Bahnhöfe denkt, sollte sich auch die Infrastrucktur der gegebenen anschauen.
Hallo Lieber Leser
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von:  Lumdatalbahn e. V.

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