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Nach fünf Jahren Aus für die Allendorfer Tafel?

Allendorf (Lumda) | Seit mehr als fünf Jahren besteht in Allendorf/ Lda. eine Außenstelle der „Gießener Tafel.“ Da immer weniger Bedürftige das Angebot nutzten, befürchtet Bürgermeister Thomas Benz die eventuelle Schließung. Christel Reeh betreut ehrenamtlich die Allendorfer Tafel. Sie blickt dieser Entwicklung mit Skepsis entgegen. Zurzeit nutzen 16 Bedürftige die Einrichtung. Hinter diesen 16 Nutzern stehen allerdings 31 Erwachsene und 7 Kinder. Auch aus den umliegenden Gemeinden Allertshausen, Rüddingshausen, Londorf, Kesselbach und Treis kommen Bedürftige zur Alledorfer Tafel.

Durch den Rückgang der Flüchtlingszahlen verzeichnet sinkt auch die Zahl der bedürftigen Tafelkunden. Hinter den bleibenden Nutzern stehen allerdings auch Menschen, so Reeh. Weniger Nutzer bedeuten nicht weniger Bedürftige.

Das Ehrenamt

Jeden Donnerstag zwischen 14:30 bis 16:00 Uhr ist die Stelle in den Räumlichkeiten der Ev. Kirchengemeinde geöffnet. In Allendorf helfen derzeit 16 ehrenamtliche Mitarbeiten. Christel Reeh kümmert sich mit voller Hingabe um die Einrichtung, und will „Ihr Baby“ nicht aufgeben. Sie
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hat bereits mit den Pfarrern und Bürgermeistern aller betroffenen Gemeinden gesprochen, und nach Wegen gesucht Bedürftige anzusprechen. Pfarrer könnten als Vermittler auftreten. Vielleicht bestünde auch die Möglichkeit einen Fahrdienst einzurichten oder Apotheken und Sozialstationen mit ins Boot zu holen.

Ein Handelszettel, der Auskunft über wichtige Informationen gibt ist derzeit in Arbeit. Frau Reeh will wirklich nichts unversucht lassen, die Allendorfer Tafel zu retten. An Spenden scheint es aber nicht zu mangeln, finden sich auch immer viele hochwertige Penny Angebote im Sortiment.

Diakonische Werk im Fokus

Alle Kunden erhalten einen Termin zur Abholung, dadurch werden Warteschlangen vermieden. Die Lebensmittel werden vorab in Gießen einer Kontrolle unterzogen, sortiert und abgepackt. Anschließend werden die Lebensmittel mit dem Kühlwagen nach Allendorf verbracht und vor Ort aus den anwesenden Kühlschränken weiter gegeben. Zur Nutzung der Tafel benötigen die Bedürftigen eine Berechtigungskarte. Das Diakonische Werk in Gießen führt Beratungsgespräche durch, und prüft ob hierfür eine Berechtigung besteht. Die Tafel ist eine Einrichtung für Menschen mit einem geringen Einkommen, wie beispielsweise einer niedrigen Rente, Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld.

Durch Christel Reeh wird auch der Aspekt der christlichen Nächstenliebe erwähnt. In unserer Gesellschaft ist dafür Sorge zu tragen, dass niemand Hunger leidet. Die Tafel ist dafür da, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützten, die Folgen von Armut mit unbürokratischer Hilfe zu lindern und für Solidarität einzustehen.

 
 

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von:  Juliane Plettenberg

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Interessensgebiet: Allendorf (Lumda)
Juliane Plettenberg
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