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Von "Muusika" bis "Parting Glass": eine Hommage an die moderne anspruchsvolle Chormusik

Allendorf (Lumda) | Chor TeuTonia Nordeck begeistert Zuhörer im Dom der Rabenau mit "Northern-Lights"-Konzert

Sein außergewöhnliches Programm „Northern Lights“ präsentierte am Sonntag der Gemischte Chor der TeuTonia Nordeck im Dom der Rabenau. Das knapp dreißigköpfige Ensemble unter der Leitung von Torsten Schön hatte ein beeindruckendes und vielseitiges Repertoire erarbeitet, das Werke junger zeitgenössischer Chorkomponisten aus Skandinavien, dem Baltikum und den USA fokussiert. Damit setzte der Chor seine Northern-Lights-Reihe, die im letzten Jahr mit Konzerten in Marburg und Amöneburg-Mardorf begonnen wurde, fort.
Mit dem Präludium in G-Dur von Bach, dargeboten von Hermann Wilhelmi an der Orgel, begann das knapp zweistündige Konzert.
Moderationen zu den einzelnen Liedblöcken schufen für die erfreulich große Zuhörerschaft einen leichteren Zugang zu den einzelnen Stücken – wurden doch alle in Originalsprache vorgetragen. Marita Gruninger, Sandra Deissmann, Bettina Hofmann-Käs und Clemens Pietzonka erläuterten Inhalte, Hintergründe und wiesen auf musikalische Besonderheiten hin.

Hermann Wilhelmi setzte
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Teutonia (30)Rabenau (193)Nordeck (67)Konzert (835)Dom (32)Chor (418)
mit teils kontrastierenden und virtuos vorgetragenen Orgelwerken außergewöhnliche Akzente zwischen den einzelnen Chordarbietungen – darunter Choralbearbeitungen, „Toccata jazzica“ (Johannes Matthias Michel) und eine faszinierende Eigenkomposition „Gottes Atem – meta Mozart“, ein Rondo über das Lied „Gott gab uns Atem“.

Eine überaus klangvolle und berührende Hommage an die Musik stellte das Lied „Muusika“ des estnischen Komponisten Pärt Uusberg dar – vorgetragen mit einer ausgeprägten und trefflichen Dynamik. Ebenso wie das titelgebende „Northern Lights“ – ein Werk des jungen norwegischen Komponisten Ola Gjeilo, das die Zuhörer mit seinem mystischen Klangcharakter regelrecht fesselte.

In drei wohlplatzierten Solostücken, die von Hermann Wilhelmi an der Orgel begleitet wurden, stellte die Sopranistin Eva Schlotter wiederum ihr Können unter Beweis: „Solveigs Sang“ von Edvard Grieg aus „Peer Gynt“ bot sie ebenso professionell wie berührend dar. Auch die von der Empore aus gefühlvoll und perfekt intonierten Lieder „One Hand, one Heart“ und „Somewhere“ aus der West-Side-Story machten den Konzertabend zu etwas ganz Besonderem und hinterließen einen unvergleichlichen Eindruck.

Ergreifende und nachdenklich machende Stücke wie
Die Solistin Eva Schlotter
Die Solistin Eva Schlotter
„Hymn to the Eternal Flame“ aus dem Oratorium „To be certain of the Dawn“ von Stephen Paulus wurden mit der gleichen gefühlvollen Intensität vorgetragen wie „Alleluja“, ein Gospel von Douglas Brenchley oder das von weichen Dissonanzen geprägte Stück „Miserere“.

Der Chorsatz „Grace Before Sleep“, komponiert von der jungen Amerikanerin Susan LaBarr, thematisiert ein abendliches Dankgebet und überzeugte durch detailgenaue Ausarbeitung, einen warmen Chorklang und berührende Interpretation.
Mit dem Werk „Only in Sleep“ von Eriks Esenvalds (Lettland) aus dem Jahr 2012 setzte das Ensemble besonders eindrucksvolle Akzente. Die Sopranistin Eva Schlotter bewegte mit einem Solo, das geradezu filigran über dem achtstimmigen Chorklang schwebte, sichtlich die Herzen des Publikums – Gänsehaut pur.

Standing Ovations führten zu zwei Zugaben:
Mit dem Spiritual „My Soul’s been anchored in the Lord“ von Moses Hogan ließen es die Nordecker Sängerinnen und Sänger im Alter von 16 bis 81 Jahren noch einmal so richtig „krachen“: ein imposantes Stück -mit einem Tenorsolo von Clemens Pietzonka- das dem Chor noch einmal höchste Konzentration abverlangte. Die Harmonie zwischen Chor und Chorleiter zeigte sich nicht nur im aufwändigen Call-and-Response-Teil des Stückes - Torsten Schön wusste abermalig durch sein professionelles Dirigat die Chormitglieder zu beeindruckenden Leistungen zu bewegen. Das traditionelle irische Lied „The Parting Glass“ mit einem melancholischen Solo von Thomas Weber setzte einen schönen Schlusspunkt unter ein überaus gelungenes und bewegendes Konzert.

Die Solistin Eva Schlotter
Beifall für die Solisten
...mit Solist Thomas Weber bei "Parting Glass"
Sandra Deissmann moderierte

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von:  bettina hofmann-kaes

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