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Lumdatalbahn nutzt auch Lollar und Staufenberg

Sonderzug nach Allendorf/Lda. am 21.Juli 1996 am geplanten Haltepunkt "Lollar-Lumdaniederung" (die Bezeichnung des Haltepunktes ist nicht festgelegt; andere Namensgebungen sind: Lollar-Texasbrücke oder -Nord)
Sonderzug nach Allendorf/Lda. am 21.Juli 1996 am geplanten Haltepunkt "Lollar-Lumdaniederung" (die Bezeichnung des Haltepunktes ist nicht festgelegt; andere Namensgebungen sind: Lollar-Texasbrücke oder -Nord)
Allendorf (Lumda) | Baugebiet "Lumdaniederung" wird erschlossen. Bus und Bahn teilen sich den wachsenden Nahverkehr.


Leere Züge werden in Deutschland und besonders im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes
immer seltener. Bundesweit verzeichnet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) seit
Mitte der 1990er Jahre jährlich steigende Fahrgastzahlen, zuletzt im Jahr 2016 auf eine
Rekordhöhe von 10,8 Milliarden Reisenden. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV nennt mit 735
Millionen Fahrgästen für das Jahr 2016 ebenfalls eine neue Höchstzahl an Kunden in Bahnen und
Bussen seit Gründung des Verbundes im Jahr 1995. Reaktivierte Bahnstrecken tragen
deutschlandweit zur Erfolgsgeschichte Schienen-Regionalverkehr bei.

Für den Verein Lumdatalbahn e.V. (LB e.V.) geben die Zahlen Anlass zu der Annahme, dass
insbesondere in den Städten Lollar und Staufenberg ein Markt für zwei öffentliche Verkehrsmittel
besteht. Die zu reaktivierende Lumdatalbahn soll den Bus nicht ersetzen, sondern beide
Verkehrsträger können ihren Stärken entsprechend gefördert und miteinander vernetzt werden.
Außerdem soll die Bahn neue Kunden für den Regionalverkehr gewinnen, beispielsweise in den
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Verkehrspolitik (14)Staufenberg (196)Lumdatalbahn (78)Lollar (434)Landkreis Gießen (1812)Klimaschutz (96)Gießen (2520)Buslinie 520 (1)Bus & Bahn (1)
Neubaugebieten entlang der Strecke.
So ist ein Bahnhaltepunkt ein deutliches Plus für das Wohngebiet Lollar-Lumdaniederung. Die
Bewohner bekommen mit der Lumdatalbahn regelmäßige Verbindungen nach Frankfurt mit einer
Reisezeit von gut einer Stunde, mit im Gegensatz zur Straße gut planbaren Fahrzeiten und ohne
Parkplatzsuche am Zielort.

Auch wer nicht in der Nähe eines Bahnhofs wohnt, nimmt für das qualitativ gute Angebot einen
etwas längeren Weg zur Station in Kauf. Davon profitieren dann auch wieder die lokalen Busse,
wenn sie gut mit der Schiene verknüpft sind. Der Verein Lumdatalbahn freut sich über den
geplanten schnellen Übergang zwischen Bussen und Bahnen am Bahnhof Lollar, wo die Züge der
Main-Weser-Bahn um die Züge der Lumdatalbahn ergänzt werden sollen und somit vielfältige
Reisemöglichkeiten anbieten werden. Eine besondere Bedeutung bekommt die Station Lollar durch die Anschlüsse nach Marburg, denn in der verkehrsbelasteten Universitätsstadt steht die
bessere Erschließung der Innenstadt sowie der Uni- und Klinikstandorte mit öffentlichen
Verkehrsmitteln weit oben auf der Tagesordnung.

Der Verein Lumdatalbahn e.V. macht sich Gedanken, wie das Busnetz für Lollar und Staufenberg
in vielen Köpfen ein vermeintlicher Nachteil:  Bahnübergang in Lollar/Marburger Str.  Doch neue Technik hält die Schließungszeiten kurz.
in vielen Köpfen ein vermeintlicher Nachteil: Bahnübergang in Lollar/Marburger Str. Doch neue Technik hält die Schließungszeiten kurz.
nach der Inbetriebnahme der Lumdatalbahn aussehen könnte. Die beiden Kernstädte bilden
zusammen mit den Stadtteilen Daubringen und Mainzlar fast ein durchgängiges Siedlungsgebiet –
und damit Potenzial für ein Busangebot in Stadtbusqualität. Die Lage der Stadtteile legt die
Einführung eines Ringverkehrs nahe. Auch könnte in Staufenberg-Mainzlar eine weitere
gemeinsame Haltestelle für Bahn und Bus eingerichtet werden. Am Busverkehr hängen zudem
lokale Arbeitsplätze, die es mit einer vernünftigen Verkehrsplanung langfristig zu sichern gilt.
Der Verkehr von und nach Gießen soll nach Vorstellung des Vereins nicht völlig auf die Schiene
verlagert werden. Hier ist es wichtig, den Kunden ein adäquates Angebot zu bieten, sowohl mit dem
Bus in die Gießener Innenstadt als auch mit der schnelleren und geräumigeren Bahn zum Neustädter Tor und zum Gießener Bahnhof mit seinen zahlreichen Verbindungen nach Friedberg, Frankfurt, Wetzlar und
anderswo. Für den LB e.V. steht außer Frage, dass sowohl für den schnellen Schienen-
Regionalverkehr als auch für den wohnortnahen Bus genügend Fahrgäste vorhanden sind – und
widerspricht an diesem Punkt teilweise den bisherigen Gutachten.

Besonders profitiert nach Meinung des LB e.V. Staufenbergs größter Stadtteil Treis von der
Lumdatalbahn. Die ein bis zwei Bahnhaltestellen bieten einen guten Ersatz für die hier wohl zum
allergrößten Teil entfallenden Busse. Gleichzeitig erhält der Stadtteil aber auch eine spürbare
Verkehrsentlastung und die Vorzüge des schnellen Schienen-Regionalverkehrs. Aber auch die "Vitale Mitte Staufenberg" ist durch den vorhandenen Haltepunkt -Daubringen- fußläufig in wenigen Minuten erreichbar.

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